Band 
Erster Theil.
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643
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Steevens.

lose Gegenstände, die meist in emblematischen Vor-stellungen des Todes bestehen. Vielmals siehet manZeichen des Uebermuths bey einem Todtenkopf; öf-ters ei» halberloschenes Kerzenlicht, Seifenblasenu. s. f. Seine Allegorien sind mit Verstand zusam-mengesetzt. Wie wenig aber aus eines KünstlersArbeit aufseine Gesinnungen zu schließen sey, stehetman aus dem Betragen dieses Malers; er führteein unordentliches und versoffenes Leben, und starbdaher auch in dem größten Elend. Sreenwykblühete um 1670^ Pexcamp! III. 109.

Sreevens (Peters), von Mecheln gebürtig,um i6nn. kayserl. Hofmaler zu Prag , war ein gro-ßer Geschichksmaler und geschickter Zeichner. ^5-cmnxn I. 214. — Ein andrer Peter Sreevensoder Stevens, lebte um das Ende des XVII.Jahrhunderts. Derselbe war ein Maler und Ku-pferstecher, von welchem Basan einige Blatteranführt.

Srefaneschi (Johann Baptist ), genanntVNonre-Senario, ward i582. zu Rom , einemkleinen Ort in dem Staat von Florenz geboren.Derselbe legte sich auf die Miniatur, wozu ihm dieBekanntschaften mit Andreas Commodi, JacobLigozzi und Peter Beretino wohl zu statten kamen.Er copirte nach Likian, del Sarto, Correggio ,Raphael u. s. f. verfertigte auch einige Gemälde auseigner Erfindung, wovon man in der großherzogl.Gallerie zu Florenz Verschiedenes zu sehen bekommt.Astüarcko» II. 107. urtheilet von seiner Arbeit:Sie sey viel schöner, correcter und von bessern« Co-lorit als des D> Julius Clovio, die man im glei-chen Pallaste stehet. Er wußte die verschiedenenManieren seiner Originale vollkommen nachzuah-men. Dieser Künstler war ein Einsiedler des Ser-vitenordens de Monte Sinario, und starb zu Vene'dig 1659. stFr-reo A'oreMtt'.o II. 207.

Seefani (B.), Kupferstecher, arbeitete nachI. Pipi, M. A. Torbido, Titiau u. s. w.

— — (Peter und Thomas de), wurden umi2Zo. zu Neapel geboren. Der erste lernte die Bild-hauerkunst nach einigen antiken Statuen, und ver-fertigte Kruzifixe von Holz, die noch heut zu Tage inden Kirchen zu Neapel hoch verehrt werde««. Auchist das Grabmal Jnnocenz IV. in der dasigen bi-schöflichen Kirche von seiner Arbeit. Tbomaslegte sich auf die Malerey, und siehet man von ihmviele Werke in den Kirchen bemeldter Stadt Beydelebten bis um i 3 iu. und arbeiteten für Carl II.Sie sind die ältesten Künstler, die das KönigreichNeapel aufweisen kann. Homemcr I. 2. — pererhakte einen Sohn, der den Deynamen Masucciovon seinem Laufpathe und Lehrmeister bekam. Die-ser unterwies ihn in der Bau- und Bildhauerkunst,und sein Schüler suchte dieselbe zu Rom zur Voll-kommenheit zu bringen. Viele Kirchen, Pallasteund Grabmäler zu Neapel haben diesen Künstlerjum Urheber. Er st. um 1Z87. Domn-ici I. 55 .

— — (Siegmund), von Verona , malte fürdie Kirche St. Gregor den Martyrtod des H. Lau-rentius auf Leinwand. Diese Tafel ist nebst den«Namen des Künstlers mit « 5 b 3 . bezeichnet.

X->. 07.

Srefanin,(Johann), florentinischerMaler,etzte um 172N. dle Darstellung Christi im Tempelnach Bartholomö di St. Marco. La-a-r.

Srefano; Miniaturmaler zu Florenz , lerntebey Gherardo, der ihm Alles, was zu dieser Kunstdient, erblich hinterließ. Allein Srefano legte sichbald hernach auf die Baukunst, und übergab sei-nem Mitschüler Bocciardino den bemeldten Werk-zeug. Lottarr I. 424.

— — Fiorentino; Beyname von Stephanda Lapo, dessen Sohn Thomas unter dem NameThomas di Srefano bekannt ist.

— — (Johann da Sän). S. Ponre.

— — (Johann di Mr.) S. den Art. AnronFederighi.

Steinhark» 64z

Srefano (Thoinas di), des MiniaturmalersSrefano Sohn, lernte bey Loren; Sciarpelloni»genannt di Credi, den er in niedlicher Ausarbeitungseiner Gemälde beßtcns nachahmte. Er malte dieKränze und Verzierungen, welche man zu seinerZeit an die Himmel (die man zu Umhertragung derSacramente gebraucht) zu hefien pflegte, besserals alle andere Maler. Auch arbeitete er in derBaukunst, und st. « 564 - mehr als 7». I. alt. Sot-tmi II. 186. — Diesen Namen trug auch Thomasda Lapo.

— — (Vincenz di), Maler von Verona , und

Lehrmeister des Liberale, ahmte die Manier desJacob Bellino nach. Ein Marienbild, welches er1464. in der Benedictinerkirche Allerheiligen zuMankua gemalt hat ward nach dem Maasse selbigerZeiten alles Ruhms würdig geachtet Man findetvon diesem Künstler keine weitere Nachrichten beyvasari , der sich doch auf eine andere Stelle seinerMalergeschichten beruft, noch bey pozzo u. s. f.Sottarr II. 352 .

Srefanone (Maestro), Maler zu Neapel ,lernte bey Mr. Simone und bey Januarius di Cola,seinem Mitschüler, mit welchem er nachher be'ian-dig arbeitete, da sie sich als Bruder liebten. Mansiehet noch hin und wieder in den Kirchen zu Neapel von ihren Gemälden. Srefanone starb in hohemAlter um «390. 77 oMEi I. 72.

Stefan 0 nk (Peter und Jacob Anton), Vaterund Sohn, Kupferstecher von Vicenza , arbeitetenum « 63 o. zu Rom nach Ludwig Carracciv, G.Reni,u. s. f. Man hat von perer ein Zeichenbuch von4 «. Blättern, und die Stiche zu des F. Licetus an-tiken geschnittnen Steinen. Dieses Buch ist «627.zu Rom gedruckt; sein Sohn I. 7 t. ließ es 1H46.zu Padua wieder auflegen. II. 271.

Sregani (Cajetan), Künstler von Bologna ,zierte um i/öo. mit Joseph Milani von Parma ei-nige Zimmer des Pallastes Cuna zu Rimino mitFrescogemälden.

Steg er (I.), deutscher Maler. E. Heinzelsmann, Malheus Küssel, G. A. Wolfgang u. s. «v.haben nach ihin historische Blatter geetzt.

Sregh (A-), Bildnißmaler, wird in dem Ku-pferwerke von Z Mumkhupsen angeführt.

Stein (A. L. ), Kupferstecher um «765., etzteeinige Blätter nach Rembrand; Verzierungen nachBerain u. s. w.

— — (Gottfried), Kupferstecher zu Augspurg,arbeitete nach Rubens , Schwarz, le Clerc u. s. w.

— — (Luwig), etzte nach G. Reni, Rem-brand n. s. f.

Steinbach (Erwürg von), ficng 1277. denThurinbau der Cathedralkirche zu Straßburg an,und st. «Z«8. — Sein Sohn Johann führte dieseArbeit fort bis « 33 g. da er auch starb. — Savina,Erwings Tochter, verfertigte die Etatüe des H.Johannes, die an einem Portale dieser Kirche zusehen ist. S. den Art. Hilts. 0.

Sreinbek oder vinlek. S. den Art. <( 7 .Taron.

Sreinberger (I. C.), Kupferstecher imXVII. Jahrhundert. Man hak von ihm Landschaf-ten mir Figuren und Thieren stassirt. Er arbeiteteauch nach I. Jouvenet u. s. w.

Steiner zJgnatius), Miniaturmaler, arbei-tete um « 755 . zu Prag .

— - (I. N.), geschickter Bildnißmaler, ar-beitete um «7do. zu Wien . I. G. und I. Py. tzayd,I. Schmuzer u. s. w. haben nach ihm gestochen.

Steinharr( ), geschickter Bildschnitzerzu Regensvurg um 17^0. Er verfertigte kleine hi-storische Bilder in Elfenbein. Man siehet einigeStücke von siiner Arbeit in der dasigen Jesuiler-

kirche. Leyßler.

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