Band 
Erster Theil.
Seite
645
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Strnglen.

Direktor der Gebäude des Prinzen von Nässau-Ußinrgen. Seither trat er in gleicher Eigenschaft inDienste des Herzogs von Sachsen-Gotha.

Stenglen (Johann), Schwarzkunststecher zuAugspurg, lernte bey I. Georg Bodenehr und »er,fertigte sehr schöne Bildnisse nach M. Meytens,Dinglinger u. s. f. Er arbeitete seit » 743 . zu Peters-burg , wo er i/ 65 . noch lebte, von Sterken Br. X.

Stengling (Joh. Philipp), Philipp Rüssel,Joh. Jacob Beyer und Friedrich Dreyer, warenkünstliche und wohlverdiente Gold- und Silberarbei-ker zu Augspurg nach der Mitte des XVII. Jahr-hunderts. von Sterten Br. VIII.

Gtenvick. S. Sreenrvyk.

Seepfensons ), englischer Bildnißmaler,nach welchem der berühmteJohnSmith in Schwarz-kunst gearbeitet hat.

Stephan (Joseph), von München , lerntebey dem Kupferstecher Spath, und bey HeinrichWatkesschvot. Er arbeitete einige Zeit zu Frankfurt am Mayn und zu Mainz , gieng aber um 1746- inseine Geburtsstadt zurück, wo er anfangs einenBilderhandel trieb. Dieser Künstler malte mit sei-ner Ehefrau, zween Söhnen und einer TochterLandschaften. Er ward größtentheils von Herr-schaften zu Aufnehmung der Pläne ihrer Güter ge-braucht, die sie von ihm malen ließen; zugleich warer ein geschickter Thier- und Vögelmaler, wovonman verschiedene seltene Muster in dem churfürstlirchen Pallaste zu Nymphenburg sehen kann. Bunst-zeirung 1772. S. 86.

Stephan- (B.). S. Stefani.

— — (Georg Hermann), geb. zu Anspachi 579 -, etzte 1596. eine Sammlung von Vögelnu. s. w.

— — (Peter), Landschaftsmaler, arbeiteteum r 5 go. an dem Hofe Rudolph ll. zu Prag . DieSadelers, Jsaac Major, H Hondius u. s. w. ha-ben nach ihm gearbeitet. — Ein anderer DererStephan! ist unter dem Namen Sreevens zusuchen.

Stephans. S. Thomas da Lapo.

Stephans»!. S. Srefanoni.

Gtephanus, Bildhauer, von welchemPollioAsinius die Statue des Heppiades befaß.

I.. XXXVI. c. 5.

— — (Carl), genannt de l'Aune, Kupfer-stecher von Straßburg , lebte noch i 58 o. 61. I. alt.— Sein Sohn Johann verfertigte Stiche mit demPunzen oder Epitzhammer. Christ bemerkt ihreZeichen S. 276. und 355 . Es ist ganz glaublich,einer von diesen Kupferstechern sey mit Stephande Losne der gleiche.

— — lecir. Diese Worte auf alten Kupfersti-chen bedeuten St. de la Houve.

Grephens (Peter), englischer Kunstliebha-ber, zeichnete eine Menge malerische Gegenständeund merkwürdige Aussichten, die er auf seiner Reisein Italien antraf, wovon er um »75o. zween Bändein Kupfer gcetzt. Lus/M.

Srern (Dietrich von), S. Staren.

— — (Jgnatius), Maler aus Bayern , arbei-tete zu Rom , wo er Srella genannt wurde. Ervollendete 1731. die Frescogemälde in der KircheSt. Johann von Lateran, die Johann Ddasi un-vollkommen hinterließ. s)ascolr fällt ll. 398. vondieser Arbeit kein allzugünstiges Urtheil. Man fin-det auch in andern Kirchen dieser Stadt von seinenWerken. Remy, der S. 85 . eines von seinen Sta-feleygemälden anzeigt, setzet sein Todesjahr auf1746. D'ti.

— — (Joh. Caspar), etzte das Bildniß vonJohann Graf und Truchseß von Waldpurg, dervon 1627. bis 1644. das Bisthum Constanz besaß.

— — (Ludwig), vermuthlich desJgnarius

Stimmer. 645

Sohn, studirte vier Jahre in der Akademie znParma. Er malte um 1740. für die Kirchen St.Prassede , St. Nicolo der Lorenefi und St. Michelein Saßia zu Rom . Er war Mitglied der antiqua-rischen Gesellschaft zu London . P. Campana, I.Canale u. s. f. haben nach ihm gearbeitet. Trtr.

Steriler (Wilhelm), Maler und Kupferetzerzu Bern , lernte in seiner Heimath bey Jacob Wae-ber, in Zürich bey Conrad Meyer, und zu Paris bey dem jüngern Joseph Werner , seinem Mitbür-ger. Er arbeitete zu Straßburg bey Peter Aubry,wo er meist nach eigner Erfindung zeichnete, worun-ter des Sebastian Brands Narrenschiff sich befand,das nachher von Caspar Merian geetzt wurde. FürCarl Patin zeichnete er einen großen Theil seinerMedaillenwerke nach den Originalen. Er starb zuBern 1708. Grerrler war ein geschickter Zeichner,guter Miniaturmaler, und in den Gebräuchen desAlterthums wohl erfahren. Er schrieb auch einBüchlein: Bericht von dem rechten Wege zuder Malerep, welches 2679. zu Bern gedruckt ist.Füßlr 11. 142.

Greudner (Marc Christoph und Esajas Phi-lipp), zween Prüder, waren gute Bildhauer, Form-schneider und Kupferstecher zu Augspurg. Sie hat-ten 1760. das Unglück an einer gleichen Krankheit,die endlich in eine Raserey ausbrach, zu sterben, v.Sterken Br. IX.

Steve od. Stene (Johann), genannter.Jean, eingeschickter französischer Miniatur- undOelmaler, arbeitete zu Venedig , wo man in derKirche S. Basso eine Abnehmung vom Kreuze vonseiner Hand siehet. Er lebte vermuthlich gegen daSEnde des XVII. Jahrhunderts,

Stevens von Grernfels (Anton), einKünstler zu Prag um i 553 . Wolfgang und PhilippKilian haben nach seinen Zeichnungen gestochen.

— — (Palamedes), genannt Dalamedesz,holländischer Maler, ward zu London geboren.Sein Vater drechselte Gefässe und Becher von Por-phyr , Agath, Jaspis und andern kostbaren Stei-nen. Er hielt sich lange Zeit zu Delft aus, undward von Jacob I. nach London berufen. - SeinSohn malte Feldschlachten und Lager im Geschmackedes Esajas van de Beide, und man rühmt seineWerke ungemein; allein er st. i6Z8. erst Zi. I. alt.— Sein älterer Bruder, Anton, malte Bildnisseund Gesellschaften. Er war -673.. Director derMalerakademie zu Delft und st. 1686. 76. I. alt.C. Queborn, Ph. Kilian, C. Mischer u. s f habennach ihnen gestochen. De-cam-,5 ll. n8.

— — (Peter). S. Sreevens.

Sthenis, treflicher Bildhauer, blühete in der114. Olympiade. Seine Arbeit bestand meist inFiguren von anbetenden, opfernden und weinendenWeibspersonen. Von seinen Werken waren ehe-mals zu Rom in dem Tempel der Eintracht undbey dem reichen Lucullus zu sehn. Simir» I..XXXlV. O. 8.

Stiefel ( ), geschickter Edelsteinschneider

und Bildhauer, arbeitete um 1710. zu Hamburg .Er wird von Ussenbach II. iZi. angeführt.

Srieler ( ). Stahlschneider, arbeitete um

1770. an dem churfürstlichen Hofe zu Dresden .

Sti emarr (Franz), Geschichts« und Bi'dniß-malcr von Douay gebürtig, arbeitete zu Paris .Von seinen öffentlichen Werken siebet man in denkönigl. Ballasten zu Marly und Fontainebleau .Sriemarr besaß einen ungemeinen Talent, dieGemälde großer Meister zu copiren. Er st-rb um1740. ungefähr 70. I. alt. cie SmrL.

Stilheid; Beyname von I. van Lm.

Grimmer (Oswald), deutscher Maler, vonwelchem Harsdorfer eine sehr apocryphische Ge-schichte und Erscheinung erzählt.

— — (Tobias), geb. zu Schafhause» in der

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