Band 
Erster Theil.
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646
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646 Stivax,

Schweiz i 554 ., ward ein berühmter Künstler undverfertigte viele historische Gemälde an den vor,nehmsten Häusern zu Frankfurt am Mayn, Straß-bürg und Schafhausen. Grimmer malte auch in-Oel schöne Bilder für den Marggrafen von Badenund die Stadt Straßburg . Dann zeichnete er tref-liche Werke auf Holz, welche sein Bruder I. Chri-stoph schnitt; neben Andern eine Folge von bibli-schen Figuren, welche einen kleinen Quartband aus-mache»; dieses Werk ist hoch geschätzt und zeigteinen großen Meister in der Erfindung und der Zeich-nung an. Man zählt ihn auch selbst unter die Form-schneider. Er starb frühzeitig zu Straßburg . —Tobias hatte drey Bruder: Äbel, einen geschick-ten Glasmaler; s. den Art. Hage« ich. — Josias,Maler, und den schon bemeldten I. Christoph,geb. i 552 . Dieser erlangte großen Ruhm im Form-schneiden ; alle seine Blätter sind bewundernswür-dig; zwar nicht enge schrafirt, noch sehr fein aus-gearbeitet, aber markigt, herzhaft geschnitten, undverdienen das Lob aller Kenner. Er kam nach Paris ,wo er unter dem Name des Schweizers bekanntward. — I. Christoph hatte einen Sohn, der um1660. Vieles nach des Chauveau Zeichnungen inHolz schnitt. Füßli l. 36 . I. 296.

Stivax; antiker Bildhauer aus Cypern , machtesich durch die Statüe eines Menschen, genanntSplanchnopres, der aus allen Kräften ein Feueranbläst, berühmt. h. XXXIV. L. 8.

Stivens (Peter). S. Steevens.

Stnis; Name eines unbekannten Malers, vonwelchem man in der Fürstlich kichtcnsteinischen Ga-lerie zu Wien Nr. 352 . das Bildniß St. Johanndes Evangelisten in halber Figur findet. DiesesGemäld ist im Ausdruck und in der Färbung so vor-treflich, daß man es, ohne den Namen, für Van-dyks oder Rubens Arbeit halten würde. Inmtr

p. ri8.

Srocade. S. Helt.

Stocco (di), Beyname von I. Fancelli.

Stock (Andreas), Kupferstecher zu Antwerpen um 1620., arbeitete nach P. Brill, Rubens , Ban-dy! u. s. w.

— — (Johann van den), Kupferstecher, blü-hete im XVII. Jahrhundert.

— — (I. M.), Kupferstecher von Nürnberg ,arbeitete zu Leipzig , wo er um 1770. starb.

— — (Martin). S. Gchoen.

Stockamer od. Stokomer (Balthasar),Bildhauer von Nürnberg, lernte bey GeorgSchweigger. Er reiste in Italien , wo er sich mitelfenbeinern Bildern so berühmt machte, daß ihnder Großherzog von Toscana in seine Dienste nahmund nach Rom sandte, um seine Kunst weiter fort-zusetzen. Er kam nach einigen Jahren in Deutsch-land zurück, arbeitete an verschiedenen Höfen undstarb um 1700. Doppelmapr S. 255 .

Sr 0 eIzel ( ), Kupferstecher zu Dresden ,lernte bey Joseph Canale. Er arbeitete nach Diet-rich, Schönau, Holbein , Besler u. f. w. um 1770.

Sroelzlin. S. D- Hefchler.

Groer (Loren;), geschickter Maler und Form-schneider zu Augspurg. Man siehet von ihm schöneHolzschnitte, die um 1667. gedruckt sind. Christführt sein Zeichen S. 294. an. /Ä/Mo» I. 229.

Sroerklein (F. A.), Kupferstecher zu Basel um 1750., etzte Bildnisse.

— — (Johann), gab um 177h. schweizerischeBerg-Aussichten nach Caspar Wolf .

— — (Joh. Heinrich), Kupferstecher zu Aug-spurg um 1730., etzte Bildnisse u. s. w.

Sroerr (I. W.), Kupferstecher, arbeitete zuNürnberg .

Stoopendaal.

Stoeß (Franz), Kupferstecher, wird mit sei-nem Monogramm von Christ S. i 83 . angeführt.

Stoffe (I. V. D.), malte Feldschlachten vonziemlicher Größe. Man siehet eines von seinenGemälden in der Galerie zu Salzdahlum , welchesmit 1649. bezeichnet ist. Eberlein.

Stoffer (Joseph), Maler aus der Schweiz ,lernte bey Anton Claza. Er war Corporal in derWache des öffentlichen Pallastes zu Bologna , ^ei-rnra xitt^ice III. 189.

Srolker ( ), niederländischer Schwarz-

kunststecher, arbeitete nach Rembrand, Ostade ,Steen u. s. w.

Stolz oder Gto lzh i'rs, ein deutscher oderniederländischer Formschneider, wird von Oapil-lon I. i 55 . angeführt. Christ bringt sein ZeichenS. 297. an.

Srom od. Srom er (Mattheus), eines hol-ländischen Malers Sohn, lernte bey Julius Orlan-dino. Er malte in seines Lehrmeisters GeschmackeLandschaften und Feldschlachten, wodurch er sichberühmt machte. Arom arbeitete zu Verona , woer in seinem 55 . I. blind ward und sechs Jahre dar-nach 1702. starb. t?«ütt ie»tr. — Matham hat nacheinem D. Srom gestochen.

Sromer (Johann), deutscher Maler, arbei-tete lange zu Neapel . Er verfertigte für das Chorder dasigen Kapuzinerkirche zwey sehr schöne Ge-mälde mit starkem Colorit, großer Manier und sol-cher Leichtigkeit des Pinsels, daß man sie mit Ver-wunderung betrachtet. Man siehet auch viele an-dere Werke von seiner Hand, da er besonders inNachtstücken sich berühmt machte. Der Marchesedi Peralto zu Mailand besitzt von diesem Künstlerfünf Gemälde aus der Leidensgeschichte Jesu in sovielen Nachtstücken; sie sind von einer beherztenund großen Manier, aber das Colorit ist schlecht;einige Köpfe sind von sehr großem Charakter. Do-menici nennt ihn III. i 55 . Matthäus oder Bar-rholomö, aber Guarienti führt ihn unter demNamen Johann an. Es ist auch^ in der That zuvermuthen: Dieser und Matthäus seyen nichtdie gleiche Person.

Stomius, Bildhauer, der von j)aufanias1.. VI. angeführt wird, blühet« nach der 60. Olym-piade.

'Sron (Anton), von Venedig , malte in derSchule St. Theodor daselbst ein ovales Bild vonden Lebensgeschichten dieses Heiligen.

Groop (Rodriguez), portugiesischer Maler undKupferetzer, kam in dem Gefolge der Königin Ca-therina in England, wo seine Arbeit bewundert wur-de, bis Thomas Wyck , ein geschickter Maler, seinenRuhm etwas verdunkelte. Er etzte einige Aussich-ten von der Stadt Lissabon , und einen Theil vonden Fabeln, die F. Barlow 1678. herausgegeben.Man hat auch von ihm eine Sammlung von Pfer-den , die sehr geschätzt werden, weil sie überhauptrichtig gezeichnet, und mit vielem Feuer ausgeführtsind. — Der Name Sroop kömmt mit so vielenVeränderungen in den Taufnamen vor, daß manvermuthen kann, es seyen zwey oder vielleicht dreyMaler dieses Geschlechts. In dem LVinklerischenKabinette Nr. 5 ,6-;. B. findet man einen Batail-lenmaler I p. Sroop. Lara«.

Stoopendaal (Daniel), holländischer Ku-pferetzer, verfertigte eine Sammlung von Figurenund Thieren, die mit i 65 i. bezeichnet sind Erradirte auch nach eigner Zeichnung 60. Aussichten,betitelt: üelices üu Oiemermeer; dann einigeBlätter nach P. van Laer, genannt Bambocciou. s f. Eben den Namen Daniel Sroopendaelfindet man, als Kupferstecher, auf einem Werke,welches -719. zu Amsterdam in dem VischerschenVerlage in Folio erschien, und die Aussichten deran dem Vechtstrome gelegenen Lusthauser, Gärtenu. s. f. auf 49 halben Bogen und in g 8 . Prospectenvorstellt. Lara».