Band 
Erster Theil.
Seite
648
JPEG-Download
 

643 Stranover.

zigsten Künstler, der blos für den Ruhm und denguten Geschmack arbeitete, und sich nicht durchden unedeln seiner Zeit verleite» ließ, sein Glückdurch Ausarbeitung verächtlicher und seiner Kunstunwürdiger Gegenstände zu befördern. Ergab 1769.ein Verzeichniß von 02. Zeichnungen, die er wäh-rend seinem Aufenthalt in Italien nach den erstenMeistern verfertigt, mit Anmerkungen von ihremLeben und Werken, u. s. f. heraus. Er war Mit-glied der Akademien zu Paris, Rom, Florenz ,und Bologna , auch Professor der Academie zuParma, und der antiquarischen Gesellschaft zu Lon-don einverleibt. Man sagt, er habe um 1774.wegen einigen Verdrießlichkeiten mit der Academiezu London, sich nach Paris begeben. LaEr .

Stranover ( ), Früchte - und Geflügel-maler aus Siebenbürgen , wo er um den Anfangdes XVIII. Jahrhunderts geboren ward, lerntebey Bogdani, einem ziemlich guten Maler. Erhielt sich eine geraume Zeit zu Dresden auf, undzog hernach in England. Die Haltung wird inseinen Gemälden fehlerhaft gefunden, indem erdas Vordere von dem Grunde seiner Gegenständenicht gehörig unterschied. II. 665 .

Strapp« (Peter), Baumeister von Perugia kam 1664. in die Academie St. Lucas zu Rom ,arbeitete zu Mayland, und st. daselbst um 1680.70.I. alt. /'«Lco/r p. 201.

Straß (Johann van der). S. Srradanus.

Straffer (Job. Rudolph), geschickter Glas-maler zu Zürch in der Schweiz . Man sieht vonihm hin und wieder einige schöne Stücke, beson-ders in dem Lazareth an der Spannweid, dasletzte Abendmahl. Er st. 1687. erst 26. I. alt. —Eine seiner Verwandtinncn, namens Begula,machte sich in dem XVIII. Jahrh, im Malen undSticken von Blumen und Jnscctcn berühmt. Mrc.

Straron, antiker Bildhauer, arbeitete mitLenophilus. Beyde verfertigten gemeinschaftlichdie Statüe des Aesculaps, der als eine Gottheitsitzend vorgestellt ist; neben ihm die Bilder der Ge-sundheit und der beyden Künstler. Ein Werk,welches zu Argos aufgerichtet und sehr gerühmtwurde. /'ariErE I>. II.

Srraronicus, antiker Silberarbeiter, bil-dete auf einer Flasche einen schlafenden Satyr ab.E. auch die Art. Tlesias und Jsigonus.

I.. XXXIII. 0 . 12.

Sträub (Gabriel), künstlicher Goldschmied zuZürch in der Schweiz , verfertigte viel schöne Werkevon getriebner Arbeit, wozu er sich gewöhnlich derZeichnungen des Matthias Füßli bediente. Erlebte um i 65 o. Sandra» II. 7a.

-- — (Johann) Job. Georg, eines Bild-hauers Sohn von Wiescnsteig, einem Churbayr-schcn Städtchen.— Dieser hatte noch vier Söhne,die er alle in seiner Kunst unterwies und in denStand setzte ihren guten Unterhalt zu finden. Phi-lipp kam nach Graz in Stcyermark; Joseph nachMarpurg ; Joh. Georg nach Rakersburg, undFranz »ach Agram in Kroatien . Johann geb.1704. kam nach seines Vaters Unterricht zu GabrielLuidel,-von Mähring in Bayern , Hofbildhauerzu München , wo er an Auszierung der churfürstli-chen Zimmer mitarbeitete. Sträub gieng daraufnach Wien ; hier studirte er fleißig in der Academie,und arbeitete daneben bey Jgna; Gunst und Chri-stoph Mader. Nach einiger Zeit berief ihn derHofbildhauer Andreas Feistenberger nach München zurück, bey welchem Sträub ein Jahr lang arbei-tete, worauf er selbst die Stelle eines Hofbildhau-ers erlangte. Man siehet von diesem Künstler sehrviele und schöne Arbeiten in Kirchen, Pallästenund Gärten dieser Residenzstadt und derselben Ge-genden. Er lebte noch 1772. Bunstzeirung 1772.E. 53.

Strauch (Georg), Maler von Nürnberg ,lernte bey Johann Hauer. Er malte in Del - Was-

Stringa.

ser- und Schmelzfarben, etzte auch in Kupfer.Seine Werke werden hoch gehalten. Die Kilia-ne, I. Sandrart, Melch. Küssel , A. Khol, u.s. f. haben nach ihm gestochen. Strauch st. 1675.62. I. alt. Doppelmayr S. 2ZZ.

— — (Lorenz), geb. zu Nürnberg i 554 . wareingeschickter Bildnissemaler, und verfertigte derervjele hundert. Redendem zeichnete er verschiedeneProspecte der Stadt Nürnberg , die in Kupfer ze-cht wurden. Er st. um i 63 o. Doppelmayr S.217.

Strauß (Bernhard), von Marchdorfan demBodensee gebürtig, verfertigte um 1670. zu Aug-spurg schöne Bilder in Elfenbein, Edelsteinen, Bux-baum und Silber. Sandra» I- 552.

— — (Gottfried). S. den Art. I. F. Hein-zel, seines Schülers.

— — (Johann), Kupferstecher zu Kiel , blü-hete um die Mitte des XVII. Jahrhunderts.

Strebe! (Johann), portugiesischer Maler,studirte zu Rom in der Schule des Ritters Benefiale.Er war im Zeichnen des Nackten besonders stark,und gieng in sein Vaterland zurück, wo er um 1760.mit vielem Ruhm arbeitete. Dieser Maler hat nachC. Maratti geetzt. /.eitere rn /Atr-rn V. Z2.

Street (Jurian, d. i. Georg van), geb. zuAmsterdam i 63 s. besaß ein besonderes Genie, leb-lose Gegenstände zu malen: Bücher, musikalischeInstrumente, Sinnbilder auf den Tod, u. s. f.Sie haben alle ein melancholisches Ansetzn, undzeigen die Beschaffenheit seines Gemüths an. Schat-ten und Licht wußte er unvergleichlich zu beobach-ten, und seine Gemälde werden sehr gesucht. Erst. in seiner Geburtssiadt 1678. — Sein SohnHeinrich, geb. 1659., lernte die Bildhauerkunstden Wilhelm van der Hoeve», die er zwar Lebens-lang übte, daneben aber jederzeit eine Neigung zurMalerey blicken ließ; dieser zufolge lernte er nachdes Vaters Tod diese Kunst bey Emanuel de Witte ,und malte nach seiner Manier schöne Perspektive.

II. 290.

Streng ( ), Bildnißmaler zu Stockholm

um 1740. Bergquist, Gering, u. s. w. haben nachihm gestochen.

Gtrefors ), geschickte Miniaturmalerin zuParis , ward 1677. als Mitglied der königl. Acade-mie aufgenommen. Der ältere Niclaus de l'Armes»sin hat nach ihm gestochen. Sr-erin p. 160.

Streren (Heinrich van der). S. Srraaren.

Strick (Peter). S. B. Beschey, seinenSchüler.

Srridbeck (Johann), geb. zu Frankfurt amMayn 1707. brachte die Palläste, Schlösser, Lust-häuser, u. s. f. des Königreichs Schweden undder Stadt Stockholm um 1740. in Kupfer.

Striep (Christian) niederländischer Maler,blühete um i 65 c>. und ahmte in der Kunst, Distelnund andere wilde Pflanzen zu mahlen, den OttoMarcellis nach. Hierin unterrichtete er auch denAbraham Hens in seiner Kunst. — Um gleicheZeit lebten Jacob van Hassei, verschöne Land-schaften mit römischen Ruinen malte; BernhardBisbink, ein Schüler von Johann Both; Theo-dor von Duivelanr; Abraham van Dyk, dermoderne Gegenstände malte, und seine meisteLebenszeit in England arbeitete, und CorneliusSlmgerlanr von Dortrecht. Dieser ward in derniederländischen Schilderbent zu Rom Seehahngenannt, weil er zweymahl Reisen in Italien zurSee gemacht hatte. Nach seiner Heimkunft war erzugleich lein Maler und ein Koch. II.

x. 545 .

Srringa (Alexander). S. Sbringa.

— — oder Strina (Ferdinand), Priester zuNeapel ; etzte in das Musco Ercolano. S. den Art.Joseph AÜoja. III. p. 408.