Subissati.
von Lambert Suterman genannt Lombart. Zumbeweis dessen, zeigt man ein Blatt, bezeichnet:lambert 7.o»rün,ti»5 Inv. h. 8. so. — Man findetauch einen Stecher Namens Johann Suave, dernach G. Reni u. s. f. etzte. Nachricht v. Rünst-lern 3 Zo.
Subissati (Sempronius) S. den Art. Do-minien« Sani. Man findet seinen Namen alsZeichner auf dem Blatte des Grabmals GregorXIII . von Jacob Frey.
Subisso. S. Gobisso.
Subleo. S. Sobleau.
Subleyras (Peter) geb. zu Usez 1699. lerntebey seinem Vater Matthäus, einem mittelmäßi-gen Maler, und zu Toulouse bey Anton Rivalz,unter welchem er in kurzer Zeit z»m Erstaunen seinesLehrmeisters zunahm. In der königlichen Akademiezu Paris erlangte erden ersten Preis, worauf er
1728. als königl. Pensionair gen Rom gieng, woer seine übrige Lebenszeit zubrachte. Er heyrathete
1729. Maria Felicitas Tibaldi, eine berühmteMiniaturmalerin. Sublepras setzte sich durch seineGeschicklichkeit in solches Ansetzn, daß ihm der Car-dinal Valenti Gonzaga ein großes Gemäld zu ver-fertigen auftrug, worinn er eine Meße vorstellte,die der H. Basilius in Gegenwart Kaiser Valensgehalten. Dieses Bild ward sogleich in Musiv ge-arbeitet, welches zu einem Altarblatt der St. Pe-terskirche dienet; das Urbild aber findet sich in derKirche Gt. Maria degli Angioli alle Terme. S"-blepras st 1749. 5 o. I. alt. Man bemerkt in seinenArbeiten eine zierliche Färbung, zarten Pinsel undschone Composition. In der Theorie seiner Kunsthatte er wenige seines gleichen. Er etzte auch einigeBlätter nach seinen eigenen Erfindungen. Barbaut,H. Frezza, N. Pozzo, Parrocel, Galimart, u. s. f.haben nach ihm gestochen. Li'^»-§e»Lvr'//e.
Subregondi. S- Gebregundi.
Gubtecmann (Iustus). S. Sustermans.
Sudenri (Christoph, Thomas und Peter)Gieffer von Modena, verfertigten zu Ende des
XVI. Jahrhunderts viclerley künstliche Arbeit vonErzt, als Statuen, Geschütze, Gloken, u. s. f.
p. 97.
Suelt (Hamcr). Unter diesem vermuthlichunrichtigen Namen beschreibt Gandellini einenKupferstecher, der verschiedene Städte und schöneLandschaften geetzk habe.
Suerts (Michel), niederländischer Maler des
XVII. Jahrhunderts, hat verschiedene Blatter vonseiner Erfindung gectzt; neben andern einen Leich-nam Christi auf dem Schooße seiner Mutter, mitSt. Johann und M. Magdalena. Sar««. DieserKünstler scheint mit M.Schoevaerrs Einer zu seyn.
Sueur (Eustachius le), geb. zu Paris 1617.lernte bey Simon Vouet , den er gar bald durch seineTalente übertraf. Dieser Künstler kam niemals aus-ser sein Vaterland; dem ungeachtet findet man einengroßen Geschmack in seiner Zeichnung, welchen ernach den Antiken und nach den größten italienischenMalern bildete. Ein wohl überlegter Fleiß, den erdurch sein schönes Genie unterstützte, brachten ihnauf den höchsten Stafel der Kuust. Man vermißtin seinen Gemälden allein die venetianische Schule,und würde sonst in seinem Colorit mehr Kraft undWahrheit, und in dem Helldunkel mehrere Kunstantreffen. Indessen wußte er in seinen Werken eineedle Einfalt und die majestätische Anmuth, die denHauptcharackter Raphaels ausmachen, anzubrin-gen. Seine Ideen sind erhaben, die Ausdrücke vor-treflich und die Stellungen von gutem Contraste.Er arbeitete mit einer »»gemeinen Fertigkeit, undman bemerkt in seinen Pinselzügen eine besondereFreyheil und Lebhaftigkeit; auch sind seine Gewän-der sehr künstlich behandelt. Das Merkwürdigstevon le Sueur, ist, daß man in seinen Werkennichts Gcmanirirtes wahrnimmt. Es ist die schöneNatur, die er aus so vielen verschiedenen Formen
Sueur. 651
bildete, als die Verschiedenheit seiner Gegenständesolches erfoderte, indem er keine besondere Manie-ren in Gruppen, Gewändern oder Färbungen ge-brauchte : Eine unzweifelhafte Probe von der Stärkeund Leichtigkeit eines Genie, welches sich an nichts,weder was er gesehen, noch selbst schon verfertigt,hält, sondern sich die Gegenstände nach Erfordernisdes Wahrscheinlichen in seiner Geschichte vorbildet,und dasjenige malt, was er in seiner Idee stehet,wann er aus Erfindung arbeitet, so wie er auchdasjenige darstellt, was er ausser sich siehet, wanner nach der Natur arbeitet. So viele und selteneTalente konnten nicht anders als seinen Nebenbuh-ler le Drun eifersüchtig machen; wogegen le Sueurin seiner Aufführung den Charackter eines redlichenund aufrichtigen Mannes behauptete. Er st. zuParis i 65 b. und ward in der Kirche St. Etiennedu Mont begraben. Man zählt unter seine vor-nehmsten Werke: Das Leben des H. Bruno in demkleinen Kreuzgange des Carthäuserklosters auf 22.Tafeln; einige Gemälde in dem Hotel von Lambert,einige andere in den Kirchen zu Paris , u. s. f. Dieöffentlichen Zeitungen von 1776. melden, der Könighabe die letzgedachten Bilder gekauft, worauf dieCarthäuser in ihrem Capitel beschlossen, dem Königauch die ihrigen zum Geschenk anzubieten. Er selbstradirte eine H. Familie. Sein Werk wird auf 66.Blätter gerechnet. — Eustachius hatte drey Prü-der: perer, Philipp und Anron, die er in derMalerey unterwies, und bey seinen Arbeiten ge-brauchte.
Sueur (Niclaus Blastus le), Geschichts- undLandschaftsmaler aus Frankreich , arbeitete um 1760.zu Berlin . Er war Director der dastgen königlichenAcademie. Man rühmt seinen ausnehmenden Ta-lent in der Zeichnung. M. Aubcrt hak nach ihm dieBildnisse Ludwig X V. und des Dauphins zu Pferdegestochen. LIachricht. von Rünstlern I. 61.
-(Peter le), geb. zu Nouen i 636 . lernte
bey du Bellay, einem mittelmäßigen Formschneider.Nichts ist schöner und beherzter als seine Holz-schnitte; ob er gleich eine Menge bewundernswür-Blätter verfertigt, so ist doch das einzige, der Tod-tenzettnl, würdig genug, seinen Ruhm zu bestätigen.Man hat auch von ihm eine schöne Judith von1670. nach Golzius. Er starb zu Nouen 1716. —Derer le Sueur, genannt der altere, PetersSohn, ward - 663 . zu Rouen gebohren. Er warebenfalls ei» treflicher Formschneider, welcher sehrfein in Holz schnitt und ziemlich sauber zeichnete.Eines seiner schönsten Blätter ist gleichfalls ein Tod-tenzettel, wozu F. Chauveau die Zeichnung machte.Er st. 1698. — Sein Bruder, vincenz, verbes-serte seine Kunst bey Johann Papillon, den er her-nach in verschiedenen Stücken übertraf. Er arbeitetemit dem beßten Erfolge nach den Zeichnungen vonF. Chauveau, S. le Clerc, St. Picart, Gillot, u. s. f.Was er aber nach eigener Erfindung verfertigt, istschlecht und ohne Geschmack, weil er wenig Uebungin der Zeichenkunst hatte. Er st. i/gb- 7b. I. alt. —perer le Sueur, Peters des ältern Bruder, ar-beitete gleichfalls ziemlich gut in Holzschnitten; esmangelte ihm aber wie vielen andern Formschnei-dern an gutem Geschmacke, einer richtigen Kennt-niß des Helldunkels und der Zeichnung in Figuren,welche nur durch eine beständige Uebung erlangtwird. Derselbe st zu Rouen um -7bo. — SeineTochter Elisabeth verfertigte nicht minder einigefeine Holzschnitte; sie genoß von der Stadt Rouen ein Gehalt von 200 Pf, um die Stempel undZeichen zu den Tüchern in Holz zu formen. Sielebte daselbst 176b. damals 40 I. alt. — Mclausle Sueur, ihr Bruder, zeichnete Figuren in Aca-demiegröße und einer Hand hoch. Die schönenHolzschnitte, die er nach Zeichnungen von Raphael,Parmesan, Paul Farinali, S. Conca u. a. berühm-ten Meistern für Crozat, Mariette Vater undSohn, den Grafen von Caylus, u a. verfertigte,sind in Ansehung der Correctheit und genauen Ein-richtung der verschiedenen Theile von Schattenund Licht, so viele Meisterstücke zu seinem Ruhm,Oooo