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Erster Theil.
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652
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652 Suffitius.

welcher vollkommen gewesen wäre, wenn er in dengewöhnlichen Holzschnitten von Vignetten, Final-siöcken u. s. f. sich beflissen hätte, mehr Feuer, Ge-schmack und Austheilung des Helldunkels anzubrin-gen. Mclaus arbeitete mit I. B. M. Papillonan den Finalstöcken der prächtige» Ausgabe in Foliovon la Fontaine's Fabeln, nach I. I. Bachelier'sZeichnungen. Er starb zu Paris 1764. 75. I. alt.

Suffitius. G. FußlNUS.

Sugger; Abt von St. Denis, unweit Paris ,kann für einen der verständigsten Baumeister desXII. Jahrhunderts angesehen werden. Er ließ dieKirche seines Klosters wieder aufbauen und erwei-tern , übernahm auch die vornehmste Aufsicht überdiesen Bau, den er n/,«. anfing und inner zehnJahren mit außerordentlicher Pracht ausführte, wieman solches umständlich aus seiner eigenhändigenBeschreibung ersehen kann. Sugger war zu glei-cher Zeit der vornehmste Staatsminister Carl VI.(des Dicken). Er st. Ii5i. 70. I. alt. /e/rbr'e»V. 220.

Gu intus (Cornelius). S. den Art. L.Bennini.

Guizer ( ), Bildhauer und Verzierer in

königl. preußischen Diensten, verfertigte einigeschöne Kamine in den Schlössern Sanssoucy, Char-lottenburg und Potsdam . M Oesterreich.

Gullivan (Lucas), Kupferstecher zu London um 1720. Man hat von ihm eine Versuchung desH. Antonius nach Teniers ; einige Aussichten vonGärten, Landschaften u. s. f.

Sumbiga (Bartholome), Bauvorsteher derCathedralkirche zu Toledo , verfertigte die Verzie-rung des Hauptaltars von Bronze in der Nonnen-kirche, genannt Gaitanas, in gedachter Stadt. p.A> de la prieme I. i 53 .

Sünders (Lucas). S. Müller.

Sunrach (Anton), Kupferstecher zu Bassano ,lernte bey Johann Volpato. Er arbeitete für Jo-seph Remondini, einen berühmten Kunstvcrlegerdieser Stadt. Man zählt unter seine Blätter sechsstehende Figuren, welche die Künste vorstellen, nachF. Maggiotti; sechse von malerischen Einfällen nachSchenau, die auch von R. Gaillard radirt sind;einige Bildnisse u. s. w. p- Zu.

Superti (Franz), Geschichtsmaler zu Cre-men«, blühete um 1600. und arbeitete für die da-sigeu Kirchen St. Abbondonio, und des H. AbtsAntonius. rstarto/r II.

Suquer ( ), DominicanermSch von Ant-

werpen , malte sehr schöne Bildnisse und Geschich-ten in Miniatur. Er lebte um r 7»0.

III. 278.

Surch, (Joh. Franz), genannt Diclai, Ma-ler zu Ferrara , lernte bey den Doßi. Derselbearbeitete in seinem Vaterland, und malte nach derManier seiner Lehrmeister Figuren, Landschaften,Perspective und Architekturen in Del, und auf fri-schen und trocknen Kalk. Er war eingeschickter,verständiger und berühmter Künstler; man siehetaber wenig mehr von seiner Arbeit, weil die Zeitsie meist verzehrt hat. Er starb um 1260. äu-oerbrp. 12b.

Surlin. S. Syrlin.

Surugue (Ludwig), französischer Kupferste-cher, lernte bey Bernhard Picart. Derselbe warMitglied der königl. Academie und derselben Rath,wie auch Controlleur-General des Rentes. DieserKünstler arbeitete sehr reinlich mit dem Grabstichelund fein mit der Radirnadel. Man siehet von ihmBlätter in den Sammlungen von Crozat und derDresdnergallerie; dann nach le Sueur, le Brun,Coypel, Watcau, Rembrand u. s. f Er st. 1762.76. I. alt. Man hat 17(19. sein Kupferstich-Kabi-net verkauft. Da»cheAaräo» II. p. 227. — SeinSohn, Derer Ludwig, geb. zu Paris 1716.,

Sustermans .

folgte seines Vaters Kunst und ward 1747. Mit-glied der Academie. Er arbeitete ebenfalls für dieDresdner -Galerie, nach C. Coypel u. s f. Lara».

Susali (Cajetan). S. den Art. B> Modolo.

Susenrer (Abraham), geschickter Maler vonDortrecht, war 164b. in die dastge Gesellschaft ein-geschrieben. Er malte meist leblose Gegenstände,silberne Gefässe u. s. f. III. 48.

Susini (Anton), von Florenz , lernte -die Bild-hauer- und Gießkünste bey Felix Traballesi undJohann da Bologna. Derselbe war einer der fleißig-sten und beßten Schüler dieses letzter», den er zuAuspolirung seiner Werke gebrauchte. Zu Rom verfertigte Ämon viele Modelle nach antiken Sta-tücn und goß die vornehmsten in Erzt, besondersden Farnesischen Hercules, den er verschiedeneMale nützlich anbrachte. Er st. 1624. in sehr ho-hem Alter, und hinterließ seinem Nefen ein baaresVermögen von 3 o,ooo. Thalern. La/cimriccr 8ec.IV. ?. 3 . x. 172.

— — (Joh. Franz), Nefe und Schüler desvorbemeldten Anton Susmi. Er gieng nach Rom und studirte mit ungemeinem Fleiß nach den dasigenStatüen und Basreliefs, wovon er einige, vor-nehmlich den so genannten Toro Farnese in Erztgoß. Nach seiner Heimkunft verfertigte er zu Flo-renz eine unzähliche Menge Arbeit und st. 1646.La/llmucci 8ec. iV. ?. 3 . p. 377.

Suster oder Sustris (Friedrich), dieserKünstler wird von vasari unter den verschiedenenNamen: di Lamberro, Frammgho und pa-doario angeführt. Er war von Amsterdam gebür-tig, und lernte bey seinem Vater, den vasari:Lamberr von Amsterdam nennet, und von ihmmeldet, er habe sich viele Jahre zu Venedig aufge-halten und die italienische Manier mit Geschicklich-keil nachgeahmt. Friedrich arbeitete mit Ruhmin einer sehr lieblichen Manier zu Florenz , wo erals Mitglied der Künstleracademie 1264. das Lei-chengerüst des Michelangelo auszieren half. Nach-her ward er churbayrscher Hofmaler, und starb zuMünchen . Die Sadeler und D. Custos habenzwölf Blätter nach ihm gestochen. Dieses ist, wasBottari (III. 480.) und Giunra (p. 22.) berich-tet. Sandrarr meldet (I. 235 ): Lambrechr,Friedrich und Johann Auster, Gebrüder undMaler zu München , lernten diese Kunst bey Chri-stoph Schwarz. Der erste malte wohl angeordneteund geistreiche Geschichten; Friedrich und Johannbrachten ihre eignen Erfindungen in Miniaturge-mälde. In Entgegenhaltung dieser beyden Nach-richten erhellet, daß Christoph Schwarz, der i 55 «.geboren ist, nicht Friedrichs Lehrmeister seynkönne, weil dieser letztere, wie oben gemeldet, schoni 504 - iu Florenz arbeitete. t?!<arre»tr.

Sustermans (Justus), geb. zu Antwerpen 1297., lernte bey Wilhelm de Vos und ist in seinemVaterlande ziemlich unbekannt. Er gieng nochjung in Italien , und seine Manier zu malen erwarbihm einen »«gemeinen Ruhm. Der Großherzogvon Florenz ernannte ihn mit einem beträchtlichenGehalte zu seinem ersten Maler. Dieser Prinz be-suchte ihn sehr oft in seiner Werkstätte, worüber ersich die Feindschaft der Hofleute zuzog, welcher eraber durch alle ersinnliche Höflichkeit ei» Ziel zu se-tzen wußte. Man versichert, daß die Anlage seinerGemälde geistreich, seine Färbung schön, und dieZeichnung richtig sey. Seine Gewänder habenzierliche Falken, und sein Helldunkel ist verständig.Er malte auch schöne Bildnisse. Ferdinand II. des-sen Bildniß Sustermans verfertigte, bezeugte ihmseine Zufriedenheit durch reiche Geschenke und Er-hebung in den Adelstand. Man findet seine mei-sten Gemälde in Italien, besonders zu Florenz , woer iböi. starb. In dem großherzoglichen Pallastesiehet man von ihm eine große Tafel, welche dieUnterwerfung der Florentiner an das Haus Medicis abbildet: Es ist eine große uno schöne Composition.Das Colorit ist von bewundernswürdiger Natur-