Band 
Erster Theil.
Seite
653
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S u t e r m a tt.

lichkeit und großer Stärke, und die Köpfe, allerBildnisse, sind mit einer herzhaften, leichten undverständigen Manier gemalt und wohl characterjsirt.

I. Worin, F. Spierre, C. Mogalli u s. w. habennach ihm gestochen. Gandrarr meldet (I. ZiZ.)Justus habe einen Bruder gehabt, der als Bild-nißmaler um i66u. mit vielem Ruhm an dem kai-serlichen Hofe zu Wien gearbeitet. Er wird inson-derheit in dem Puze des Frauenzimmers gerühmt.Vielleicht ist es Ferdinand Lombards. T-eLcamvL

II. 44.

Surer man (Lambert), genannt Lombarr,übersetzte auch seinen Familiennamen in die latei-nische Spräche und nannte sich auf seinen Kupfer-stichen Suavi'us. Maler, Baumeister, Bild-hauer und Kupferstecher, geb. zu Lüttich 1606.,lernte er bey Arnold de Beer, und bey Johann Mo-duls. Er war in der Optik und in der Kenntnißvon antiken Bildhauerarbette» und Malereyen sehrerfahren. Auf seinen lange dauernden Reisen, lernteGurerman die beßten Manieren der geschicktestenMeister, als Titian , A. del Sarto u. s. f. Ridotfizählt ihn (I. unter Titians Schüler, dem er,sowohl als Tintoret, Landschaften in ihre Werkemalte. Man stehet auch zu Padua in der KircheSt. Maria in Vanzo von ihm ein Gemäld, worinverschiedene Heilige vorgestellt sind. Da er wiederin sein Vaterland zurück kam, führte er daselbst denguten Geschmack in der Zeichenkunst, und, anstattder gothischen Bauart, die antike ein, und lehrtesolches in der von ihm errichteten Schule, worausseine beßten Schüler, als Franz Floris , WilhelmKay und Hubert Golzius denselben hernach in vieleProvinzen ausbreiteten. Sucerman war auch inder Philosophie und in der Dichtkunst geübt; daherman in seinen Werken besondere und wohl überlegteErfindungen nebst schönen Composttionen bemerkt.Guarientl führt diesen Maler in dreyen gleich auf-einander folgenden Artikeln, als ob es so viel ver-schiedene Männer waren, an : In dem ersten nennter ihn Lombards , im zweyten Güster, und imDritten Tedeseo. Hubert Golzius hat das Lebenseines Lehrmeisters i 665 . herausgegeben. Der Abtvon Marolles besaß dieses Künstlers und seiner Ko-pisten Stiche in 76. Blätter». Christ bemerkt seinMonogramm S. 290. u. 294. Ein Bildniß, wel-ches diesen Maler vorstellt, nennt ihn: LKuronen-8>8, d. i. Olmüzer. S. den Artik. Suavius.Sandrarr I. 248. und ll. 6g.

Surmann. S. Soukmann.

Suyderhoef (Jonas), geschickter holländi-scher Kupferstecher, lernte bey Peter Soutmann,den er weit übertraf. Er befliß sich mehr, dasMalerische und Reizende, als das Nette und Zartemit seiner Nadirnadel und Grabstichel auszudrücken.Supderhoef pflegte seine Bildnisse mit dem Etz-ivasscr weit zu treiben, ehe er sie mit dem Grabsti-chel vollends ausarbeitete, und hak es in dieserArt sehr hoch gebracht. Er arbeitete nach Rem-drand, Rubens , Vandyk, F. Hals u. s. f., wor-unter man die Bildnisse nach Hals vorzüglich be-wundert. Eines seiner schönsten Blatter ist die Be-schwörung des Münsterischen Friedens, worin erden Geschmack des Malers Gerard Terburgh tref-lich nachahmte; es besteht aus 60. Bildnissen derBevollmächtigten, die der Unterschrift dieses Frie-dens beygewohnt. Er arbeitete um 1640. zu Ley-dcn. Manerre besaß sein Werk in 1 n. Blattern.

Suzan, genannt Rey. S. Rey.

Srvaine (Franz), malte trefliche Seestücke,vornehmlich bey Mondschein. Er arbeitete um1770. zu London , wo er Mitglied der königlichenAcademie war. bst. Bibliothek schön. Wissen-schaften XlV. 66.

Swanefeld. S. Schrvanevelr.

Swanenburg. S- Suaneburg.

Srvart vielleicht Schwarz (I.), Kupfer-stecher, der in i? 4 s. zu Rom arbeitete. Man hat

Symachus. 6zz

von ihm, neben Anderm, Moses der den Felsenschlagt, nach Raphaels Zeichnung u s. f.

Grvart. S. Schwarz und Sruart.

Srveiinck (I.), Kupferstecher zu Amsterdam um 1640. Man hat von ihm sehr schöne Sinnbil-der. Christ giebt sein Zeichen S. 276.

Swersi 0 (Emanuel). Unter diesem Namenfindet man ein Blumenbuch von no. Blättern,welches zu Frankfurt edirt ist..

Gwidde (Wilhelm), geschickter holländischerKupferetzer, lebte um das Ende des X VII. Jahr-hunderts. In Puffendorfs Leben Carl Gustav,Königs in Schweden , und in einem Buche betitelt:8uecia antigns ör moäerna steht man von seinenStichen, die mit einer leichten und geistreichen Na-del geetzt sind. Man hat auch von ihm sechs Land-schaften nach Theodor Dalens: Die Städte vonFrießland auf zwölf Blättern u. s. f. AaZeeio,-»p. 266. (i.)

Gwirser. Beyname von I. Heinz.

Srvyndregr (A. van), holländischer Land-schaftsmaler, wird in Aeymans Cabiner an-gezogen. Man hat von ihm Land- und See-Aus-sichten.

Gyadras, Bildhauer zu Sparta , ist durchseinen Schüler Euchir bekannt. h. VI.

Syb e s ( ), niederländischer Kupferstecher,

arbeitete nach W. van Geest u. s. w.

Spbrechrs. S. Albrechts.

Gpder (Daniel), in Italien il Cavalier Da*niete genannt; die niederländische Schilderbent zuRom gab ihm den Beynamen Avonrster. Erward zu Wien , (a. s. an den Gränzen des Schwci-zerlandes) geb. 1647. In früher Jugend kam ernach Venedig, und lernte bey I. Carl Loth , stu-diere auch nach den größten Meistern dieser Schule.Zu Rom machte er sich die Unterweisung des Rit-ters Maratti zu Nutze, der ihn dem Turiner-Hofempfahl. Der dortige Herzog erhob ihn in denAdelstand, und gab ihm den St. Mauritiusorden.Für den Hof sowohl als für die dastge Kirchen ver-fertigte er große und trefliche Gemälde. Zuweilenmalte er auch zur Abwechslung Bildnisse. Da erauf eine Zeit an demjenigen des Herzogs arbeitete,nnd keinen Malerstock bey sich hatte, gab ihm derFürst seinen Stock, dessen Knopf reich mit Dia-manten besetzt war, um sich desselben zu bedienen;nach vollbrachter Arbeit wollte er ihn zurückgeben,allein der Herzog überließ ihm denselben zum Ge-schenke. Gpder gieng nach Rom zurück, und starbdaselbst 1706. — Anfangs ahmte er Loths Maniernach; hernach fügte er zu einer geistreichen Compo-sikion eine richtigere Zeichnung, und ein kräftigeresEolorit. Aus seinen Werken siehet man, baß erdie Eharactere sehr gründlich studirt habe, indemer sie vollkommen wohl auszudrücken wußte. Manbewundert in seinen Deckenstücken die richtige Stel-lung der Gebäude und stehenden Figuren, guteFärbung, und Abweichung der Tinten. In derSammlung von Crozar findet man ein Blatt »achihm. — Sein Sohn, Perer, übte die bürgerlicheund Kriegsbaukunst zu Rom , wo er sich hauühab-lich niederließ. III. 216.

Gplvestro. S. Sckvestre.

Sylvius. S- G. pilo, seinen Schüler.

— — Buscen sis, vulgo Bo lduc (Wil-helm), Kupferstecher, wird von Christ S.angeführt.

Symachus, Baumeister, arbeitete um 0 . 6 .62c,. unter Thcodoricus König in Italien , und be-faß eine ausnehmende Geschicklichkeit in dieser Kunst,die er sonderbar in Ausbesserung der vornehmstenGebäude zu Rom sehen ließ. Dessen ungeachtetließ ihn dieser König Ao. 626. unschuldiger Weisehinrichten, ^r/rbre», V. 162.

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