654 Symen.
Spmen (Peter), Maler zu Antwerpen , lebteum 1620. Er ist durch sein von Vandyk gemaltesBildniß bekannt.
Simpson ( ), Kupferstecher in England
um 17Ü0., arbeitete nach E. S. Cheron, I. Wool-ton u. s. w.
Spnoon, antiker Bildhauer von Aegis, undVater des polychus, lernte bey Aristocles vonSycion, und ward in dieser Kunst nicht wenigerberühmt als sein Lehrmeister. /hnram'aL 1..VI.
Sprl , n (Georg). S. den Art. D- Heschler.
Spropersa, Geistlicher und Maler, arbeitetein Diensten des Kayser Athanasius, und verfertigteauf dessen Befehl Gemälde, die nichts weniger alsseinem Stande gemäß waren, wodurch er sich denHaß des Volkes zuzog. Oe-irsE.
Sysang (I. C.), deutscher Kupferstecher, lerntebey Martin Bernigeroth , und etzte eine Menge mittel-mäßiger Bildnisse. — Seine Tochter I. D- ver-mählte Philipp, arbeitete in dieser Kunst umju Breßlau, ScmcieKm.
S;on (Michel), niederländischer Seemaler,dessen Arbeit in berühmten Sammlungen gefundenwird. Man hat auch Stiche nach seinen Gemäldenvon Peter van der Doort u. s. f.
r.
Tabaccherti (Joh. Baptist), niederländischerBildhauer. Von diesem Künstler siehet man zuCreo im Herzogthum Montferrat, in dem Heilig-thum U. L. F- in 40. kleinen Kapellen die Geschich-ten der H. Jungfrau, des Heilandes und einigerH. Einsiedler. Er arbeitete auch Vieles zuVarallo.-Varto/i 1. 2.
Tabacco (Bernhard), Bildhauer und Bau-meister von Bassano, studirte zu Rom . Er führtein den Kirchen seiner Geburtsstadt marmorne undsteinerne Altäre ein, die zuvor hölzern waren. Aucharbeitete er zu Padua und an vielen a. O. in denGegenden von Bassano. Tabacco st. 1729. Mangedenkt unter seinen Werken vorzüglich des Grab-mals der berühmten Gelehrtin Helena Lucretia Cor-naro Piscopia in der Kirche St. Anton zu Padua. /^erci p. 298.
Tabr (Andreas). S. Tast.
Tacca (Peter Jacob), Bildhauer vonCarrara,lernte zu Florenz in der Schule des Johann da Bo-logna, und behauptete nach dessen Tode den Ruhmseines Lehrmeisters. Er verfertigte mit ungemeincrKunst die Pferde der Ritterstatüen Philipp III. undHeinrich IV. von Erzt: Das letztere ist auf derneuen Brücke zu Paris aufgerichtet, perer goßauch die Statüe der Königin Johanna von Oester-reich , und st. Mo. — Sein Sohn, Ferdinand,vollendete die von seinem Vater angefangene Ar-beit in der königl. Kapelle St. Laurentius zu Flo-renz ; dann die colossalische Statüe GroßherzogFerdinand I. und viele andere Werke von halb undganz erhobner Arbeit in Erzt. Er verfertigte auchviele Zeichnungen zu den vornehmsten Gebäuden,und war in Erfindungen von Maschinen für dieSchaubühne und feyerliche Feste sehr erfahren;daher er auch tüchtig befunden wurde, seinem Va-ter in der Stelle eines großherzogl. Baumeisters zufolgen, öa/stimrcci 8ec. IV.
Taccherro (Camillus), Ordensmann desKlosters St. Leonhardus zu Verona , und seitherChorherr von St. Johann von Lateran, lernte beyFelix Ramelli, und verfertigte sehr schöne Minia-turgemälde. Er lebte noch 1748. />oLLo Häclit.x. 18.
Tacchinerti (Dominicus), gab die Zeich-nung zu der Architektur des Baldachins an demHauptaltare der Paulskirche zu Bologna , die sehrschön und von einem verständigen und großen Ge-schmacke ist. Ooc/ir» II. i-jö.
Tafi.
bettete um 1490. zu Venedig , wo man in der St.Marcuskirche ein schönes Gemäld von der GeburtChristi von seiner Hand und Unterschrift stehet,p. 28. b.
Tacc 0 ni (Jnnocentius), Maler von Bologna ,uud Anverwandter des Ludwig Tarraccio, lerntebey Hannibal Carraccio, und bediente ihn in sei-nen Werken zu Rom . Mit dessen Zeichnungen ver-fertigte Tacconi einige gute Frescogemälde, undaus eigner Erfindung etliche Tafeln in Oel. Sonstarbeitete er wenig, weil er der Einsamkeit undSchwermuth nachhängte, und selbst mit seinenKunstverwandten wenig Umgang hatte. Er begabsich von Rom hinweg, hielt sich in den Gegendenvon Tivoli auf und starb daselbst in frischem Alterzu Anfang des XVIl. Jahrhunderts. ^a/variaI. 572.
Ta cheron (Peter), Glasmaler, verfertigte
1662. für das Schützenhaus zu Soisson zehn Fen-stergemälde, welche ovidjsche Verwandlungen vor-stellen. Sie werden in Zeichnung und Colvritfür Meisterstücke gehalten. Ludwig XlV., der sie
1663. zu sehen bekam, begehrte davon vier Stücke,die er in sein Kabinet verwahren ließ. /^reii.
Taci. S. Tacca.
Tacuino (Johann), vonTridino, Buchdru-cker zu Venedig , gab ihr 1. des Vilruvs Werke ansLicht. Darin sind iZ8. Holzschnitte, welchen manden Anfang dieser Kunst anstehet; da die erstenBuchdrucker die Holzschnitte zu ihren Werken ge-wöhnlich selbst verfertigten, können diese wohl vonTacuino's eigner Arbeit seyn. /kpr'/io» I. 184.
Tadda (del), Beyname von F. Ferrucci.
Tadei (Taddeus de), Maler von Verona ,lernte bey Santo Prunati. Man siehet von ihmein Bild in dem Orakorio St. Alexius, u. a. inverschiedenen Kirchen dieser Stadt. Er blühete um1718. /'oLLo 4 r.
Tader (Niclaus), Baumeister zuNancy, standum 1730. in herzoglich-lothringischen Diensten. Erwar Ehrenmitglied der Academia Clementina zuBologna , ^cack. Oem. II. 352.
Tadolini (Franz), Baumeister zu Bologna ,blühete im XVlII. Jahrhundert. Man siehet vonihm getuschte Zeichnungen in den Sammlungen derLiebhaber.
Tafi (Andreas), ward für den beßten Meisterund als das Haupt der Musivarbetter in seinemVaterlande zu Florenz angesehen. Er gieng nachVenedig , wo er mit einigen griechischen Malern,die in der St. Marcuskirche arbeiteten, Bekannt-schaft machte, und bracht' es auch durch Vorstel-lungen und Geld dahin, daß Apollonius mit ihmnach Florenz kam, und ihn in vielen Theilen seinerKunst unterwies, da sie denn viele Jahre gemein-samlich arbeiteten, worunter man die biblischen Ge-schichten der Cathedralkirche zählt. Andreas ver-fertigte, neben Andern, ein 14^ hohes Christusbildvon dieser Arbeit in der St. Johannskirche daselbst,welches sehr bewundert wurde; und man kann ihnfür den Urheber einer Kunst betrachten, die heutzu Tage auf den höchsten Grad der Vollkommenheitgestiegen ist. Dieser u. a. Künstler seiner Zeit hat-ten es für ein großes Glück zu achten, daß sie ineinem Weltalter lebten, wo auch die schlechtestenWerke der Kunst nicht allein sehr hoch geachtet,sondern auch mit außerordentlicher Freygebigkeitbelohnt wurden. Tafi st 1294.81.1. alt. — An-ton Tafi war einer von seinen Schülern, und viel-leicht sein Sohn. — Der p. Richa giebt in seinerBeschreibung der St. Johannskirche zu Floren;eine Liste von allen Künstlern, die daselbst in Musivgearbeitet haben; sie sind: Apollonio, AndreasTafi, Jacob Turrira, Taddeus Gaddi, und des-sen Sohn Angelus, Alexius Baldovinerri, Do-minicus Grillandajo, Zacharias di Andrea,Donat di Donars, Grasso, pJibbio, Mariottodi Cristofano, Joh. Baptist da Torrona, Philipp