Band 
Erster Theil.
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656
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656 Tanteri.

Valzasna in dem Herzogthum Mailand , verfertigtedas Grabmal des Cardinals vonTournon, welchesin der Augustinerkirche zu Turin zu sehen ist. Va,--to/r I. 3 . Er ist vermuthlich eben der, den TiriTendarmi nennt. S. den Art. M. Anaftafio.

Tatireori (Valer), Maler zu Florenz , lerntebey Christpph Allori. Er malte fast nichts aus eig-ner Erfindung, covirte aber seines Meisters Ge-mälde sehr gut. valer war einer von des Groß-Herzogs Kleiderbewahrern. La/ärnucci.

Tanrio; Beyname von Anton d'Enrico.

Tanns (Peter), geschickter Bildhauer, arbei-tete zu Rom , wo er 1657. starb, und in der KircheSt. Maria della Scala begraben liegt, wo ihmsein Sohn eine Grabschrift setzen ließ, die vonReMer und Vsemeiz angezogen wird.

Tanzio (Anton), von Novara , malte für diedasige Kirche St. Gaudentius und einige Kapellenzu Varallo, in Oel und Fresco. Er biühete um164»- ^crrto/r II.

Tanzo; Deyname von p. da verallo.

Taraboei (Catherina), Schülerin von Ale-xander Varorari zu Venedig . Dieselbe machte derMalerey mit ihrer fleißigen Arbeit Ehre, und ver-mehrte hiedurch die Anzahl der Venetianischen Künst-lerinnen. Sie lebte um i 65 o. Vonüüu p. 527.

Taraschi, drey Brüder zu Modena , warenin Frescogemälden sehr berühmt. Mit diesen zier-ten sie das Auswendige vieler Häuser ihrer Vater-stadt, die aber meist durch derselben Erneuerung zuGrunde giengen. Verschiedene stehet man in denKirchen dieser Stadt, die von der Geschicklichkeitdieser Künstler zeugen. Sie blüheken um die Mittedes XVI. Jahrhunderts, p. 85 .

Taraval (Gustav), einer der beßken Architek-tur Kupferstecher zu Paris um 1776. Man hat vonihm den Entwnrs eines Denkmals, welches Lud-wig XV. zu Ehren im Gesichte von der RitterstatüeHeinrich IV. sollte errichtet werden.

— — — — ein schwedischer Geschichtsma-ler, arbeitete zu Paris , wo er um 1785. Mitgliedder königl. Academie war. I. M. Moreau hatnach ihm gestochen. äe5 beann

Tarchesius, antiker Baumeister, hatte mitpyrheus und Hermogenes gleiche Gedanken überdie Dorische Bauordnung. S- den Art. Pprheus.

1^. IV. L. 3 .

Tarchiani (Philipp), Maler zu Florenz ,lernte bey Augustin Cianipelli. - Sein DruderAn-tsn schnitt in Stahl, und erhielt die Stelle einesgroßherzogl. Müuzgraviercrs, in welcher ihm seinSohn folgte. S. A. del Bell».

Tarco (Alonsv). S. Arco.

Tardieu (Niclaus Heinrich), geschickter fran-zösischer Kupferstecher, lernte bey Anton le Pautreund bey Johann Audran. Derselbe wußte durcheine geschickte Mischung freyer Schrafierungen mitder Nadel und regelmäßiger Erabstichelzüge, dieverschiedenen Character seiner Gegenstände wohlauszudrücken, und hat durch die Abwechslung imGebrauchs dieser beyden Werkzeuge seinen Blätterneinen großen Geschmack und Wirkung gegeben.Anton Coypel ließ ihn die vornehmsten Stücke derDecke in der Galerie des Palais Royal etzen. Erarbeitete in die beßten Werke seiner Zeit; als in dieGalerie von Versailles , in die Sammlung vonErozat u. s. f. Tardieu war Mitglied der königl.Academie zu Paris und starb daselbst 1749. 7 v. I.alt. Oarrch'i! Varäo» II. 222. — Sein Sohn,Jacob Viiclaus, arbeitete ebenfalls in die Galerie;» Versailles , und verfertigte Bildnisse und histo-rische Blatter nach verschiedenen Meistern. Er warMitglied der Academie und Hofkupfcrstecher desChurfürsten von Colln. — Seine Ehefrau, Louisedu vivier, des vortreflichen Medailleurs Tochter,hat ebenfalls einige Blatter geetzt Dren-c ck« /fa-

Tasi.

aH VI. perer Franz Tardieu, Nefe und ver-muthlicher Schüler Niclaus Heinrichs, arbeitetefür die Galerie des Grafen von Drühl, an denFabeln des la Fontaine nach Oudry , in BuffonsNaturgeschichte u. s. f.

Targa (Johann Carregari), Maler, geb. zuVerona 1690., lernte bey dem Ritter Rossetti, beyI. Anton Simbenati, und bey Anton Dalestra Ergab zeitliche Hoffnung eines glücklichen Erfolges inseiner Kunst. />oL,ro ^äöir. x. 35 .

Targherra (Miliano). S. A. Amerighi.

Targone (Pompejus ), ein Römer, lerntebey seinem Vater die Goldschmieds- und studirtedaneben die bürgerliche und Kriegsbaukünste, woriner sich vornehmlich auf Erfindung von allerhandMaschinen zu Hebung großer Lasten und zu Wasser-leitungen legte. Er verfertigte das schöne Sacra-menksgehause in der Kirche St. Johann de Lateranund den prächtigen Altar der Paulinischen Kapellein der Kirche St. Maria maggiore . Targonediente als Kricgsbaumeisier in Flandern und inFrankreich , wo er aber mit Anlegung eines Dam-mes bey der Belagerung von Rochelles wenig Ehreeinlegte, indem dieses Werk durch Clemens Me-rezeau unverweilt erneuert werden mußte. Nach-her begab sich Targone nach Mailand , wo er umibZ 5 . starb. S. den Art. Dominicus Ferrerio.y. 216.

Taricco (Sebastian), Maler von Cherasco.Man siehet von ihm viele Alkarblättcr in den Kir-chen zu Turin und in andern Städten des Herzog-thums Piemont. Larto/r I.

Ta rill 10 (Joh.Baptist), malte 1576. in demOratorio der Schuster zu Mailand , St. Martingenannt, die Bilder der H. Maria und anderer Hei-ligen.

Tarlay (du), ein Marmorieret zu Paris umden Anfang des XVIII. Jahrhunderts. Er machtedas Heiligthum des Hauptaltars in der -daflgenCakhedrale, der auf sieben Stafcln erhöhet und mitzweyen Geländern umgeben ist: Alles ist ausMarmor sehr fein zusammengesetzt. Beschreib,dieser Rieche.

Tarroni (Tertulian), Zierathen-Maler zuBologna , arbeitete in den dastgen Kirchen St.Matthias und St. Mammolo. ^rcvLo.

Tarsia (Bartholome), ein Venetianer, maltein der Kirche St. Giovanni decollato, seiner Ge-burtsstadt, die Anbetung der Weisen. LannZcha.

Tartif. S. den Art. l)irrou.

Taruffi (Emilius), Maler von Bologna ,lernte bey Franz Albani. Er war ein hurtiger Zeich-ner und malte schöne und wohlausgearbeitete Land-schaften nach der Manier seines Lehrmeisters, ver-fertigte auch sehr gefällige Werke für öffentliche undPrivatgebäube. Man siehet von ihm in der KircheGt. Andreas della Volle zu Rom , die Geschichtedieses Heiligen. Nachdem er feinen Geschmack indieser Stadt gebessert hatte, kam er in sein Vater-land zurück, öffnete eine Schule und machte sichdurch seine Talente berühmt. Er st 1696. 62. I.alt an einer Verwundung, die er verratherischerWeise empfieng, und ward in der Kirche St.Dene-dict begraben. Regina III. i 5 o.

Tarviso (DariusK S. Trevigi.

Tasca (Christoph), Maler von Bergamo , ar-beitete zu Venedig , wo man in der Kirche St.Marlha die Geburt und die Taufe Christi nebst demAltarbkatt St. Laurenkius siehet.

Taf» (Andreas). S. Tafi.

— — (Joseph), Piemontesischer Maler, lernt«zu Rom in der Schule des Ritters Maratti undarbeitete um -720. in,t seinem Mitschüler AndreasProcaccino, an dem königl. Hofe jn Spanien .-^nLco/i I. iHä.