Band 
Erster Theil.
Seite
661
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Termisano.

der Europa von dieses Künstlers Arbeit wird vongedachtem Schriftsteller bewundert. Teriee wareiner von Rembrandts Schülern, und blühete umr6/o. III. 42.

Termisano (Decius), blühete um 1080. zuNeapel . Er lernte bey I. Philipp und I. Ange-lus Criscuolo undbeyMarc Pino;von diesen allenbildete er sich eine zarte und starke Manier. Einesvon seinen letzte» Gemälden, welches das Abend-mahl Christi vorstellt, siehet man in der Kirche St,Maria genannt a Chiazza, mit der Jahrzahl 1697.bezeichnet. Domem'cr ll. 166.

Terrent (G. M.) etzte neben Anderm zweyBlatter zu einem Gedichte: Venere xlscsta, wel-ches 1760. zu Livorno gedruckt ist.

Terrinl, Maler, von Tochni (I. ) an-

geführt, ist ohne Zweifel Alexander Tiarini.

Tersia (Anton). S. p. Bararra.

Terrvesten (Augustin) genannt Sntp,geb.in Haag 1649. war anfangs ein geschickter Meisterin getriebner Arbeit, und trieb diese Kunst bis insein Zwanzigstes. Hernach bekam er besondere Lustzur Malerey, die er bey Wieling und bey WilhelmDvudyns lernte. Dann studirte er drey Jahre zuRom; von da gieng die Reise nach Frankreich undEngland, und kam er nach einer sechsjährigen Ab-wesenheit 1678. nach Hause, wo er seine Talentein historischen Gemälden für Plafonds, Gallertenund Zimmer zeigte. Der Churfürst von Branden-burg berief ihn 1690. gen Berlin , wo er eine neueKünstleracademie anlegte, und zum ersten Directorernannt wurde. Terrvesten st. daselbst 1711. Erhatte ein trcfliches Genie, und glich in der Ge-schichtsmalerey den größten Meistern seiner Zeit.Seine Zeichnung ist korrect, die Färbung natürlich,und die Ausarbeitung sehr leicht und hurtig. Manhat von ihm einige geetzte Blatter. Dt-Lcamxr III.2§5. — Der jüngere Augustin Terrvesten wirdin dem Art. seines Vaters Matthäus angeführt.

— — (Elias) genannt Paradiesvogel, geb.

in Haag i 65 r. lernte bey seinem Bruder ^lugustin.Sein Talent bestand im Früchte - und Blumenma-len ; sowohl sein Umgang wegen einer gefälligenAufführung, als auch seine Arbeit, ward an demHofe des Prinz Statthalters und von andern Stan-despersonen gesucht. Er gieng nach Rom , wo ersich verheyrathete. Auch hier waren seine Gemäldeangenehm, und würden ihn vermuthlich in glückli-che Umstände gesetzt haben, wenn seine Langsamkeitund Trägheit solches nicht verhindert hatten; aberso gerieth er in Dürftigkeit, worinn er nach 1724.sein Leben daselbst endigte. III. 294.

— — (Matthäus) genannt Arents, geb. inHaag um 1670. lernte bey Wilhelm Doudyns undbey Daniel Mytens. Die Reisen, so er nach Ita-lien und gen Berlin zu seinem Bruder Augustinthat, verbesserten seinen Geschmack im Colorit. Ermalte eine unzählige Menge sehr gute große undkleine Geschichten für Kirchen, Palläste und Pri-vathauser in verschiedenen holländischen Städten,und arbeitete noch um 17h«. in Haag. — SeinSohn Augustin, geb. im Haag 1711. malte Bild-niße und Geschichte. Er arbeitete einige Zeit zuDelft , gieng aber nach Haag zurück, va» 600/ l.309. u. II. 555 .

Ter; aghi (Carl Anton). S. den Art. F. pozrzo»i.

Terz, (Andreas). Von diesem Künstler flehetman in der Kirche S. S. Faustin und Jovita einGemäld, welches den H. Hieronymus vorstellt.

-(Christoph), Maler zu Bologna ; lernte bey

Aurelian Milani, Joseph Maria Crespi und FranzMonti. Aus den verschiedenen Manieren seinerLehrmeister setzte Terz» eine eigene, sehr gute Ma-nier zusammen, und ward einer der beßten Malerseiner Zeit, besonders im historischen Fache. Man

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stehet einige Gemälde von seiner Arbeit in den Kir-chen zu Bologna . Terzi sammelte ein schönes Ka-binet von Gemälden, Zeichnungen, auserlesenenKupferstichen, geschnittenen Steinen, u. s. f. hatteaber das Unglück, dasselbe durch eine Feuersbrunstzu verlieren. Er st. 174h. 53 . I. alt. /Ä-rsü T'.

II. ?. 1. p. Z7.

Terzio (Cosinus da). S. Trezzo.

Terzo (Franz), Maler und Kupferstecher vonBergamo , verfertigte mehr Zeichnungen als Ge-mälde; gleichwohl sieht man von ihm einige mitVerstand ausgearbeitet Bilder in der Kirche St.Francisc zu Bergamo , und in der Sala del Scru-tinio des St. Marcuspallastes zu Venedig . Wasihm aber den meisten Ruhm erwarb, sind die Bild-niße der Fürsten des Erzhauses Oesterreich, die erin prächtigen Kleidern, sonderbaren Harnischen undmit schönen aus der Baukunst entlehnten Einfassun-gen zeichnete, welche Caspar de Avibus um i 58 o.zu Venedig auf dd. Blätter in Kupfer stach. Terz»war Maximilian II . Hofmaler. I. tZ?.

Tesauro (Jacob oder Andreas), geb. zu Nea-pel um 1440. lernte bey dem ältern Silvester Buono,und suchte unter desselben Anweisung zu einer Voll-kommenheit zu gelangen, die noch kein Maler bisauf seine Zeit erreicht hatte. Diesen Vorsatz erlangteer so glücklich, daß der Prinz von Montcmiletto,aus Hochachtung für einige von seinen Bildern,um 1720. einem Schüler des ^olimena auftrug,dieselben zu erneuern. Oomeurcr I. 197.

-(Pippo d. i. Philipp), geb. zu Neapel um

1260. lernte bey Thomas de Stefani, und ward inder Malerey so geübt, daß er in den Kirchen dieserHauptstadt viele und schätzbare historische Werkeverfertigte, die theils noch zu sehen sind, theils aufBefehl unverständiger Aufseher ausgelöscht wurden.Er st. um 1320. I. 27.

-(Raimus Epiphanias), blühete um 1460.

und war Sohn oder Neffe von Jacob Tesauro. Erlernte bey Silvester Buono. Man siehet in denje-nigen von seinen Werken, welche die Länge der Zeitübrig gelassen hat, eine gute Zeichnung und einzartes Colorit. Do--re»-cr l. LH.

Te schier (Johann), Bildhauer von Nürn-berg , verfertigte Statüen und wohlgleichende Brust-bilder von Marmor; daher er bey vielen Fürsten ,besonders bey Erzherzog Maximilian von Oester-reich in gutem Ansehen stand. Er st. 1546. Dop-pelmapr S. 193.

Test (Maurus), von armen Eltern im Herzog-thum Modena geb. 173». lernte zu Bologna beyCarl Morettini, einem mittelmäßigen Ornament-und Wappenmaler. Er studirte mit »»gemeinemFleiß und Aufmerksamkeit die Zeichnungen undGemälde des Augustin Mctelli und A.M. Colonna,wodurch es ihm gelang, den verdorbenen Geschmackder zu seiner Zeit in der Ornament- und Architcctur-malerey herrschte, zu verbannen. Seine Werke inden Kirchen und Pallästen zu Bologna, Florenz ,Pistoja, u. s. f. sind sehr berühmt. Derselbe ver-fertigte auch trefliche Zeichnungen zu Grabmälern,Leichengerüsten, u. s. f. Dieser große Künstler st.176h. und ward von seinen Freunden mit einemBrustbild und einer zierlichen Grabschrift beehrt,die sie ihm in der Hauptkirche St. Petronius zuBologna setzen liessen. Er hat zu Algarotti's Werken das Titelkupfer samt dessen Bildniß radirt.Dieser berühmte Liebhaber besaß sehr viele vonTesi's Zeichnungen. — Sein Bruder Forrunarwar ihm in seiner Arbeit behülflich. Fe/n'-raxu'ttnce

III. 222.

Tesrouts ), Maler, der von Telltab an-geführt wird. Er ist vermuthlich Reftour.

Tessara (Chiesa). S. I. L. Guidorri.

Tessier ( ), französischer Kupferstecher, hatum 176». verschiedene Lagen von nach der Naturgezeicyneten einzelnen Blumen und Sträußen her-ausgegeben.

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