Tiessoniek.
Tiesson, er ( ), Geschichtsmaler zu Paris
um 1780. wird von Remy S. iiö. angeführt.
Tierland. S. Tbierland.
Tiger (Johann), Dildnißmaler von Falaise,ward 1678. Mitglied der königl. Academie zu Paris .Er arbeitete zu Troyes in Champagne , wo er1698. 76. I. alt starb. Lrtterm p. 174.
Tilborgh oder Tilburg (Egidius van),Maler zu Brüssel , blühete um i 858 . Er malteBauern- und Schweiger-Gesellschaften, Soldatcn-siücke u. f f. Seine Färbung war Brouwers sei-ner nicht ungleich, aber ein wenig schwarz ; alleinseine Pinselstriche sind nicht so geistreich als jenes.Seine Gemälde sind wegen ihrer Verschiedenheitsehr beliebt. Danzcl, Gaucher u. s. f. haben nachihm gestochen. II. 07b. — Dieser
Schriftsteller gedenkt (I. 278.) eines Tilborgh, derum 1600. eben dergleichen Gegenstände, wie Obigerzu Antwerpen , gemalt hat. Vielleicht ist er desEgidius Vater.
Tilius ( I. ), vermuthlich niederländischerGeschichtsmaler, der um 1680. blühete. Man fin-det eines von seinen Gemälden in der Galerie zuDresden . Er ist vielleicht derjenige, der in demArt. Amprmger unter dem Namen Johann Ti-lens angeführt ist.
Tillemans (Simon Peter), genannt Schenk,von Bremen gebürtig, hielt sich einige Jahre inItalien auf und ward daselbst durch seine Land-schaften berühmt. Ob er gleich diese Art Malereyungemein wohl verstand, so fand er dennoch mehrVortheile bey dem Bildnissemalen; auch hierin warer glücklich, man darf dieselben neben die Arbeitder berühmtesten Maler stellen. Er malte zu Wien des Kaysers und verschiedener StandespersonenBildnisse. Tilleinans lebte noch um 1868. Bc>-schini nennt ihn Tiliman vangemeren. — SeineTochter malte lrcfliche Blumen und Landschaften,die sie mir »»gemeinem Fleiße in Wasserfarbe ver-fertigte. ll. 89.
Tillgner (Gottfried), Kupferstecher, arbeiteteum 1600. zu Breßlau.
Tilliard (Joh. Baptist), junger Kupferstecherzu Paris um 1780. Man hat von ihm einige Vor-stellungen von Savoyards nach S. Aubin, und e. a.von Russen nach le Prince u. s. f. Er HeyralheteAngelique Bregeon, die gleiche Kunst übte.
Tilmann (Georg), radjrte eine genealogischeTabelle von den Königen von Neapel und Arragon.
Timaeneeus, antiker Maler, ist wegen desMusaeus Bildniß bekannt. 1 ^. 11 .
Tl Niagaras, Maler von Chalets, stritt mitPanaeus um den Vorzug und erhielt den Preis./AH I.. XXXV. 6. 8. u. 9.
Timanrhes, genannt Tythni'us, aus einerder Cycladischen Jnsuln Cytnus genannt, ober, wieAndere behaupten, von Sycion gebürtig. Er lebtezu Pamphilus Zeiten in der 9Z. Olympiade, undwar sehr geschickt in der Erfindung, die weder durchunabläßige Arbeit noch durch einiges anderes Kunst-mittel erworben werden kann. Das berühmte Ge-mäld derJphigenia, welches von so vielen Schrift-stellern gerühmt, und von den größten Künstlernfür ein Meisterstück gehalten wurde, war von feinerHand. Jphigenia war mit allen Annehmlichkeitenihres Geschlechtes, Alters und Standes, mit demCharacter einer edeln Seele, die sich dem gemeinenBeßten wiedmet, und mit derjenigen Unruhe,welche das nahe bevorstehende Opfer natürlicherWeise bey ihr erwecken mußte, vorgestellt. Deroberste Priester Calchas erschien mit einer majestäti-schen und seinem Berufe angemessenen Traurigkeit.Ulysses zeigte ein von sehr lebhaftem Schmerz be-wegtes Gemüth. Timanrhes erschöpfte endlichseine Kunst in Abbildung des Betrübnisses einesMenclaus, Ajax, und Anderer, die dieser trauri-
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gen Handlung beywohnten. Indessen sollte er nochden Schmerz ihres Vaters Agamemon vorstellen;hier mangelte ihm der gehörige Ausdruck. AlleinTimankhes wußte sich durch einen eben so sinnrei-chen als rührenden Einfall zu helfen; er überließder Einbildungskraft des Zuschauers, sich die Um-stände dieses unglücklichen Vaters vorzustellen, undbegnügte sich, dessen Angesicht zu verhüllen In ei-nem Wettstreite mitParrhasiue gewann er den auf-gesetzten Preis. /AH
Timarchldes, Bildhauer von Athen . S.den Art. Barron.
Timarchus, Bildhauer, blühete in der 120.Olympiade. /A-rmL h.. XXXIV. L. 8.
Timarere, Malerin, lernte bey ihrem Vater,dem jüugern Mycon. Von ihrer Arbeit stand dasBildniß der Diana in derselben Tempel zu Ephesus ./Amur 1.. XX X V. E. 9.
Tim 0 cles, des Timarchldes Bruder, Bild-hauer, blühete in der i55. Olympiade. /AmurU. XXXIV. E. 8.
Timomachus, antiker Maler von Bysanz,verfertigte neben Andern zwo Tafeln, Mevea undAjax, welche der Dictator Cesar um einen sehr ho-hen Preis erkaufte, und in einen Tempel zu Rom setzen ließ. Sie waren wegen ihren lebhaften Stel-lungen und starkem Ausdrucke berühmt, und wur-den mit vielen Sinngedichten beehrt. /Amur I,.XXXV. E. ii.
Timon. S. den Art. Barton.
Ttmorheus, berühmter antiker Bildhauer,arbeitete mit einigen andern Künstlern an dem west-lichen Grabmale Mausolus , Königs in Carlen.Man fand auch ehemals die Statue einer Dianavon diesem Künstler in dem kaiserlichen Pallaste zuRom . /Am'u§ U. XXXI V. L. 8.
— — S. den Art. Barron.
Tincana ( ), ein Künstler im XVIII.
Jahrhundert, hat die meisten Deckenstücke der Zim-mer. in dem Pallaste Terz! zu Bergamo in Wasser-farbe gemalt. Man findet darin vielen Geschmack,einen kecken und meisterhaften Pinsel; die Köpfesind schön und mit Geiste gezeichnet, übrigensaber ist seine Zeichnung unrichtig; die -Farbe ist gut,aber etwas rvthlich und allzuhell. Die Bilder glei-chen einer Nachahmung von Rubens . Lm/rr»III. 227.
Tinelli(Tibcrius), ein Venezianer, lernte beyJohann Contarino und bey Leander Bassano undward unter ihrer Anführung ein berühmter Maler,besonders in Bildnissen Als Ludwig XIII. inFrankreich von seinen Gemälden zu sehen bekam,gab er seinem Gesandten zu Venedig den Befehl,ihn nach Paris einzuladen und zum Ritter des St.Michael-Ordens zu schaffen, welches auch, dereingestreuten Hindernisse seiner Neider ungeachtet,geschah'. Uebrigens führte er ein mißvergnügtesLeben, indem er genöthigt war sich von seiner Ehe-frau zu scheide», welches zwischen beyderseits Ver-wandten ernsthafte Streitigkeiten erweckte, bis eri6Z8. 82. I. alt sein böses Eheweib durch den Todberuhigte. Er ward in der Kirche St. Canziano be-graben, wo ihm ein stattliches Grabmahl aufgerich-tet wurde. Seine Grabschrift wird von kJemeizS. 4 i> angeführt. Die Chorherren von St Jo-hann de Lateran zn Venedig stellen, nur an ihrenvornehmsten Festtagen, die von Tinelli gemaltenBildnisse der vier Evangelisten in ihrer Kirche dellaCarita zur Schau aus. N. Crasso hat diesem Künst-ler zu Ehren ein Gedicht verfertigt, welches 16Z7.4°. zu Venedig gedruckt ist. /?räoH 2 II. 287.
Tinghlus (A. Mei). S. Meiringh.
Tinnay (Johann), Schwarzkunsistecher, derum 174». blühete. Man hat von ihm neben Andern:Jupiter und Jo nach Correggio . t/amckeNm.
Tin r i (Camillus). S. Angelus Campanella.
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