Band 
Erster Theil.
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668
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668 Tinn.

Tinti (Joh. Baptist), Maler von Parma,lernte bey Horaz Samacchiui. Er malte i» einerKapelle der Domkirche seiner Geburtsstadt eine Ta-fel in Oel , und sein Lehrmeister verfertigte alle da-selbst befindliche Frescogemälde. Man bewundertin Trnti's Werken eine richtige Zeichnung, treflirches Ebenmaß und schöne Erfindungen. Er studirtefleißig nach Correggio , und blühet« um 1640. Ei-nige von seinen Gemälden in Oel und Fresco sindin der Kirche des Dorfes Vicomero zu sehen, wodieser Künstler ein Landgut besaß. Ma/van'al. 212.

— — (Lorenz), Maler und Kupferetzer zu Bo-logna , lernte bey I. Andreas Sirani. Derselbeverfertigte eine Geißlung Christi, die in der KircheMadonna del Piombo unter der Orgel zu sehen ist.Dieses Gemäld schenkte er hieher, weil er ein Mit-glied der dasigen Brüderschaft war. Tinri malteauch die Tafel des Hauptaltars in der Kirche St.Leela. Unter seinen Stichen bemerkt man vorzüg-lich^ das Titelblatt zu des D. Hiacynth AmbrosiniKräuterbuche, welches i6ö6. zu Bologna gedrucktist. Man siehet auch von ihm einige andere Blätternach Meistern der Bolognesischen Schule; nebenÄnderm nach E. Sirani, G. Reni u. s. f. Er ar-beitete an dem herzoglichen Hofe zu Modena .Manur p. 6Z2.

Tinrore (Franz del), von Lucca gebürtig,malte für die Kirche St. Croce de kucchesi zu Rom eine Tafel, die ein Wunderwerk deS H. Frediauusvorstellt. Ittr.

Tintorerro; Beyname von Jacob Robusti,seinen Kindern und seines Sohns Schwiegersöhne,Sebastian Caßieri.

Tintzel, vielleicht Tenyel ( ), deutscher

Maler und Pensionair von König August III. Chur-fürst von Sachsen, studirte zu Rom in der Schuledes Ritters Benefiale. Dettn-e /a V. 16.

Tiralli (Andreas), Baumeister zu Venedig ,verfertigte neben Anderm das Grabmal des DogeValieri in der Kirche St. St. Johann und Paulvon schöner Baukunst, die dem kaiferl. BaumeisterBaron Fischer so wohl gefiel, daß er dieses Monu-ment abzeichnen leiß, um es dem Kaiser zu zeigen.Tiralli st. 1727. zu Monfelice 80. 1 . alt. wetterer» / 5 'ttrn-a IV. 3 i 3 .

Tisagoras, antiker Bildhauer, von welchemein Hercules, der den Lernäischen Drachen erlegt,bekannt ist. Er arbeitete meist in Eisen.

1 ^. X.

Tisander, Bildhauer, dessen Werke von pau-sanias (I.. X.) angeführt werden. S. den Art.Batlon.

Tischbein (Joh. Heinrich), geb. 1722. zuHayna in Hessen , lernte bey Fries, einem Malerzu Cassel, und zu Paris bey Carl Vanloo. Der-selbe that eine Reise in Italien , hielt sich daselbstvon 1749—1751. auf, und erwarb sich unter Pia-zetta's Anführung viele Geschicklichkeit im Ge-schjchtsmalen. Er zeichnete sehr gut, und bedientesich eines frischen und lebhaften Colorits. Bey sei-ner Heimkunft ward er Hofmaler zu Cassel . DieAuferstehung Christi, eine Altartafel, die er 1764.für die St. Michaelskirche zu Hamburg gemalthatte, ward hernach von ihm selbst in Kupfergeetzt. I. I. Hayd, I. F. Charpentier , C. Fritschu s. w. haben nach ihm gestochen. Nachrichten vonseinen Gemälden findet man im Deutschen Muses1777. S. 362. — Sein Bruder Anron war mitihm in Italien , und malte mit gutem Erfolg Ge-sellschaftsstücke. Man hat von ihm eine gründlicheUnterweisung zur Malerey, die 1771. zu Hamburg gedruckt ist. Bibliothek d. schön. Wissenschaf-ten X. 027.

Tisi (Maurus). S. Tesi.

Tisias. S. den Art. Barron.

Tisicrares, des Eurhicrares Sohn, Bild-hauer von Sycion, folgte der Manier seines Groß-vaters Lysippus so glücklich, daß man Mühe halte,

Toccafondi.

ihre Werke zu unterscheiden. S. den Art. Arcestrlaus seines Sohns. ZÄH I,. XXXIV. L. 8.

Tisi o, Bcyname von B. Garofalo.

Tiri (Gherardo dal), Beyname von G.Hontshorst.

— — (Pandolph), Edelmann von Pisa , stu-^dirte die Malerey zu Bologna in der Schule desJoseph Maria Crcspi. Er schrieb: la 6uicls perii ? 388 a^ 8 ere Lc. für die Merkwürdigkeiten seinerGeburtsstadt, die 1761. gedruckt ist. Er wird an-derswo genannt: Der Ritter Sisti. FeLma-sittrics III. 222.

— — (Pompilius), Kupferstecher, arbeiteteum 1680. zu Rom . Christ führt sein MonogrammS. 343. an.

— — (Sanctus di Tito), Baumeister undMaler von Borgo St. Sepolcro, kam in seinerJugend nach Florenz , wo er bey Sebastian daMontecarlo, Angelus Bronzinv und Baccio Ban-dinelli lernte. Er arbeitete in vielen Städten undzu jedermanns Vergnügen an öffentlichen Werken;malte auch viele Bildnisse, worunter man der H.Maria Magdalena Pazzi vorzüglich gedenkt. DieGränzen seines Lebens schlössen sich inner die Jahre1538 —iho 5 . Tiri arbeitete in allerley Preisen,daher sind auch seine Gemälde in Ansehung desColorits einander sehr ungleich ; aber seine Zeich-nung war immer vollkommen gut. La/äÜMccr8ee. IV.

— — (Tiberius ), würdiger Sohn des vorge-meldten Santo, dem wegen einer genauen undfleis-sigen Nachahmung der treflichen Manier seinesVa-ters alles Lob gebührt. Unter seiner Aufsicht halfer an desselben Werken arbeiten, und vollendetedie von Santo angefangenen Gemälde. Tiberius malte auch gute Bildnisse, die wegen der Aehnlich-keit, Lebhaftigkeit, natürlichen Stellungen undAusdrucke in großer Achtung waren. Für seinenLandesherrn malte er auf kleine Tafeln Geschichtenund Fabeln. Dieser Künstler st. 1627. 54 -I. alt. C.Faucci, C. Mogalli u. s. w. haben nach ihm gesto-chen. — Sein jüngerer Bruder Horaz , der mitgleich gutem Erfolge diese Kunst zu Rom studirthatte, st. 1626. Museo F'roreirtMo II. 121.

Titian. S. Aspetti und vecelli.

— — (der französische ), Beyname von JacobBlanchard.

— — (der portugiesische), Beyn von AlonssSanchez Coello.

— — (der spanische), Beyname von F. L.(Javarerro.

Tirius, antiker Bildhauer, nach welchemBoissard (15 III. ?iA. 122.) eine Statüe samt derInschrift liefert.

Tivolese ( ), unbekannter Maler, von

welchem man in der Galerie Settala zu Mailanddrey historische Gemälde findet. S. die Beschrei-bung S. 262.

Trvoli, Beyname von Philipp Roos.

Tizianello, Beyname des jüngern Tina»vecelli, des Marcus Sohn.

Tizians (Caspar di), Titians Schüler, vonwelchem in der Galerie zu Dresden eines seiner Ge-mälde gezeigt wird. Dieses betriff vermuthlich denL. Nervesa.

Tizians (di), Beyname, den HieronymusDanri, Lorenz Sabbarini, und Marc vecellitrugen.

Tizzoni (Franz), etzte 1674. die Galerie Ve-rospi zu Rom nach F. Albani; sie ward hernachauch von I. Hieronymus Frezza gestochen.

Tlepolemus. S. den Art. Hiero, seinesBruders.

Toccafondi (Amerigo), Bildhauer zu Flo-renz , blühete um 17(15.