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dieses Namens, ist sehr gut gebaut. Auf einer Anhöhe ausser Baierna eröffnet sich dem Reisen-den der Standpunkt, auf dem er einen beträchtlichen Theil von Mendris übersieht. Dasangenehme Thalgelände, mit Bäumen verschiedener Art besezt, durchschlängelt die Breggia ;sie zieht sich durch Weidengebüsche herab, und nimmt einen Bach in sich aus, der zwischenFelsen herabrauscht. Die ringsum mit Laubengängen befezten Hügel, die beyden Dorsschaften
Jdorbio und Baierna, die waldichten Gebürge-Alles bildet zusammen ein Gemälde voll
Reiz und Interesse.
Gleich ausser Chiafso betrittet man wieder das Gebiet von Como ; und da muss es sich derReisende von neuem gefallen lassen, von dem Mauthbedienten durchsucht zu werden. EineUnbequemlichkeit, die man innert den Gränzen der Schweiz nicht zu besorgen hat. Beym Ein-tritt in die Stadt Como ist sogleich die Pracht der Gebäude auffallend. Kirchen und Ballaste ingutem Geschmak aufgeführt, und mit Säulengallerien geziert, verrathen eine grosse Verschie-denheit der Stände, wenn sie mit zerlumpten Menschen verglichen werden, die kein FlekgenEigenthum besizen, wo sie ihr Haupt hinlegen können. Unterm Gemenge von allerley Volk,das die Gassen belebte, kamen wir zum Gasthof all Angelo.
Das einzige Geschäft, welches wir in Como abzuthun hatten, war die Beendigung derTobakgeschichte von P orlezzo. Unterm Begleit eines wakern Mannes, an den wir empfohlenWaren, Herrn P. Jdazzi, gieng die Audienz bey dem Herrn Intendenten von Como ganz