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Mahlerische Reise in die italienische Schweiz / mit geäzten Blättern von J. H. Meyer
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Wie auf schnellem Strome glitt das Schiff mit den rauschenden Wogen fort, sicher indess, weildie Schiffleute ihr Amt verstanden. Wie in einer Zauberlaterne schwanden im Regensturm dieUfer neben uns vorbey. In weniger Zeit verloren sich Dervio , Curenno, Dongo, Grava-donna und das in der Geschichte bekannte Schloss Jdusso aus dem Gesichtskreis. Endlich legtesich der Wind; wir landeten zu Domaso.

Wenn sich der Menschenforscher einen Begriff von der tiefsten Versunkenheit seiner Mitgeschöpsemachen will, so eröffnet dazu das Ufer von Domaso einen Schauplaz, dessen Scenen bald Mitleid,bald Abibheu erweken. Die niedrigste Armuth mit der schändlichsten Unthä'tigkeit! Auf fonnigterStrasse oder am Schatten offener Gewölbe liegen Kerls umher, denen eine zerrissene Jake kaumdie Blosse bedekt. In trägem Schlummer wälzten sie sich am hellen Mittag im Kothe. In einemalten Schiffe hatte sich eine ganze Familie dieses Gesindels haushäblich genistet. HungerndeKinder heulten zu ihnen herein um ein wenig rohe Speise, aber mit zurükgestossener Hosnung,Diese Barbaren schienen unter fluchendem Gelerme, womit sie ihre karge Mahlzeit zerrissen, ausdas Geschrey dieser elenden Kleinen nicht zu achten. Hier steht der denkende Mensch eine Weilewehmüthig still und forscht den Quellen dieses Elendes nach, das unser Vaterland nur selten kennt.Bald glaubt er sie in vernachlässigter Volkserziehung zu finden, bald in dem Druke mancherleyErpressungen, bald in dem Stolze der Vornehmen, der diese arme Menschenklasse zu Hundenherabwürdigt. Woher wohl, wehn diese Hofnungslosen, versteifen aus den Hallen der Reichen ä

vor-.