Band 
[Erster Teil.]
Seite
XIII
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wie das grosse in 2 mannichfach scharf getrennte Reihen, die auch für Geologie sehr wichtig sind; einer-seits in Formen des süssen Wassers und Festlandes über dem Meere, und andererseits in Formen desMeerwassers und deren Producte. Zuweilen deutet die Mischung beider Formen auf halbsüsse, brakischcVerhältnisse, nicht selten auf jetzige oder längst verwischte, urwcltliche Mündungen von Flüssen ins Meer.Diese Erkenntniss greift ordnend in die geologischen Fragen ein und entscheidet nicht selten wesentlich.

Ein anderes Resultat ist die festgestellte Erkenntniss, dass hei den jetzigen Sehmitteln die Erdeüberall in derAtmosphäre und an ihrer Oberfläche, über und unter dem Meere, von den Alpenspitzen bis zuihren tiefsten Gebirgsmassen nur immer dieselben wiederkehrenden, häufig höchst massenhaften 0 Klassenvon mikroskopischen Formen zeigt, welche seit 1841 und 1846 von mir in Uebersicht gebracht worden sind.Die Gesammtmasse der mikroskopischen organischen Formen, oder alles .was das Mikroskop hei bis 300maliger,ja bis lOOOmaliger Vergrösserung bis jetzt deutlich zeigt, theilt sich rücksichtlich der erd- und steinbildendenFormen die weichen nämlich ordnen sich diesen und dem sonst Gekannten unter in:

A. KIESELTHEILE.

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Klasse I. Polygastern; Kl. II. Polycystinen; Kl. III. Phytolitharien; Kl. IV. Geolithien.

B. KALKTIIE1LE.

Kl. V. Polythalamien; Kl. VI. Zoolitharien.

Es giebt keine andersartigen, festen, organischen Theile, keine Thonorganismen, keine reinenEisenorganismen u. s. w. Von diesen 6 von mir festgestellten und benannten Klassen, welche dasMikroskop anzeigt, gehören 3 dem selbstständigen Leben an, 3 sind die oft massenhaften Bruchstücke desSkeletes oder der Schalen von unbekannten oder auch bekannten Formen derselben und andern bekanntenOrganismen-Klassen. Möglicherweise können besonders die Geolithien allmälig noch zu einer besonderenThierklassc hinleiten, da ihre Kieselformen oft sehr abweichend sind. Die Phytolitharien sind Kiescltheile vonLandpflanzen oder Schwämmen; die Zoolitharien sind Theile vorherrschend von Muscheln oder Slrahlthieren.Beides giebt geologisch interessante Charactere für Gebirgsmassen, die ohne specielle Beachtung dieserFormen verloren gehen. Polythalamien, Polycystinen und Geolithien sind reine Mceresbildungen, keineeinzige Form ist aus dem Süsswasser bekannt. Polygastern, Phytolitharien und Zoolitharien kommen imSüsswasser und im Meere vor, aber viele Formen derselben sind bald für das eine oder das andereVerhältnis scharf bezeichnend, sie enthalten rein marine und reine Süsswasser-Genera und-Arten nebenanderen, die in beiden Verhältnissen gleichartig leben und wirken. %

Auf diese Verhältnisse gründet sich der Plan des Werkes:

I. Abth. SÜSSWASSERGEBILDE.

Südpol, Australien, Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika (Nordpol), Europa , a) Jetziges Lehen,b) vorweltliches Lehen, c) vulkanisch-bewegtes Lehen.

II. Abth. MEERESGEBILDE.

Süd-Ocean, Tropischer Ocean, Nord-Ocean. a) Jetziges Lehen, b) vorweltliches Lehen, c) vulka-nisch-bewegtes Lehen.

III. Abth. DAS VON DER ATMOSPHÄRE GETRAGENE LEBEN.

Der zur Erläuterung dienende Atlas von 41 Tafeln wird hiermit vollständig mit 24'/ 2 Bogen Erklärungder Abbildungen und 67* Bogen vergleichendem Namen-Register herausgegeben. In ihm sollte die Beziehungzum vorweltlichen Leben vorherrschen und das jetzige Lehen nur als Vergleichungspunct enthaltensein. Er gliedert sich daher im Wesentlichen auf dieselbe Weise wie der Text, giebt aber das volleabseitige Bild des kleinsten Lebens, so weit es erkannt ist, in über 4000 von mir selbst nach aufhewahrtenPräparaten gezeichneten Abbildungen, von denen aber 3600 namentlich bezeichnet sind. Die Zeichnungensind überall mit geringen angezeigten Ausnahmen nach 300maliger Vergrösserung, daher unter einander undmit dem Werke von 1838 direct vergleichbar. Auch sind sie nirgends für willkührlich schatlirte Skizzenzn halfen, sie sind vielmehr in Maass und Zahl aller auch ihrer kleinen und kleinsten Theile sorgfältig

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