Band 
[Erster Teil.]
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augenblicklich verändert, entsteht ein Aufbrausen in dem Cäment, welches kohlensauren Kalk liehen dem Gypse anzeigt, und die grosseMasse des Cäments erscheint darauf als reine, sehr wohl erhaltene, zierliche Kieselschalen von grossen polvgaslrischen Infusorien, sämml-licli aus süssem Gewässer. Im Monatsbericht der Berliner Akademie der Wissenschaften vom Juni 1849 p. 193 ist die erste Nachrichtund Analyse dieser sehr merkwürdigen Gebirgsart von mir gegeben worden. Es wurden damals 45 Formen aus dieser Süsswasserhildungnamentlich verzeichnet, welche Zahl sich jetzt auf 58 vermehrt hat.

Folygastern; 48.

Pinnularia acuta.

Achnanthes?

?

aequalis ?

Amphora lybica.

affinis.

* paradoxa.

i

decurrens.

s hyalina ?

*

Fusus.

Campylodiscus Clypeus

*

inaequalis.

Ceratoneis laminaris.

*

nobilis.

Cocconeis Placentula.

ä

peregrina.

Cocconema lanceolatum.

*

rhenana.

Desmoneis laevigata.

*

Semen ?

« aspera.

*

viridis.

* fusiformis.

viridula.

Discoplea phrygia.Eunotia amphioxys.

= gibberula.

5 granulata.

s lougicornis.

5 plirygia.

* zebrina.Frugilaria paradoxa.

* ventralis.Gallionella ?Gomphonema gracile.Navicula amphioxys.

5 Amphirhynchus.

* Bacillum.

t fulvu.

* gracilis.

* lanceolata.

* Sigma.

Stauroptera?

Surirella Librile.

?

Sytiedra? macroptera.f splendida.

s Ulna.

Trachelomonas lacvis.

Phytolitharien : 9.Amphidiscus truncatns.Lithodontium rostratnm.Lithostylidium crenatnm.

5 clavatum.

* denticulatum.

5 rüde.

s Securis.

' unidentatum.

Spongolithis acicnlaris.

Wasserfloh - Schalen: 1.Entomostraci fragmentum.

Auch nach dem durch Beobachtung um 13 Arten wieder vermehrten Verzeichniss ist das Gypslager eine reine Süsswasserhildung.Der völlige Mangel wahrer Seethierchen und der Einschluss vieler Kieseltheile von plianerogamischen Pflanzen prägen diesen Charakter deutlich aus.

Unter den Formen ist eine charakteristische für die Braunkohlenformation, Pinnularia rhenana, welche hei Rott am Sieben-gebirge die Braunkohle auszeichnel. Ueberdiess sind Eunotia longir.ornis und phrygia auflullend häufige und ausgezeichnete Formen,deren erstere durch ihr Vorkommen im Passatstaube schon merkwürdig geworden, deren zweite eine ganz neue Art ist. Amphora para-doxa und Discoplea phrygia sind andere eigenLliümliche Arten. Die Frugilaria paradoxa des Jordans findet sich hier. Besondershemerkenswerlh ist das in drei Arten vorkommende neue Genus Desmoncis, von dem eine jetzllebende Form hei Aleppo angezeigt wurde. Es wäre somit dieses Gypsgestein eine Süsswasserhildung aus der Tertiär- oder Braunkohlenzeit.

Wie die schwefelsauren Kalkcrystalle sich im kolilensauren Kalke des Bindemittels bilden konnten, ist zweifelhaft; ebensozweifelhaft ist es, wie sich zwischen dem etwa früher vorhandenen Gyps der Süsswasser-Kalkmergel so cinlagern konnte, dass er dasBindemittel der Gypscrystalle bildet. Es mögen verschiedene Prozesse zu verschiedenen Zeilen auf dem vulkanischen Böden eigenlhüin-lich gewirkt haben.

LI.

ADRAMITIUM IM ALTEN MYSIEN .

Herr von Tschicuatsciief hat von Edremid in Mysien der Aufschrift zufolge einen lichthräunlichen Sand mitgebracht, welchereinem nicht ganz leinen Slreusande gleicht und grösstentheils aus Quarzkörnchen besteht, die oft deutlich abgerundet und malt sind.Durch Schlemmen erhielt ich aus diesem Sande folgende 25 organische Formen zur Ansicht:

Polygastern: 4.

Navicula gracilis ?

Pinnularia affinis.s borealis.

* ?

Phytolitharien: 13.Lithodontium furcatum.

5 platyodon.

* rostratum.

> Scorpius.

Lilhosphaeridium irreguläre.Lithostylidium angulatum.

f Clepsammidium.

t crenatum.

Lithostylidium enrvatum.

* denticulatum.

* laeve.

* quadratum.

* rüde.

> serpentinnm.

s spinnlosum.

s Taurus.

Spongolithis acicnlaris.

5 fistulosa.

Weiche Pflanzentheile : 3.Pilus ornithorhamphus.Pollen Pini laeve majus.Sporangium fungi.

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