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1171 3 . Filtrum des Mississippi -Wassers bei Fori Ripley. 9. Mai 1852. Von 8 Unzen Wasser wog das, vordem Filtriren dort 1^2 Grains schwere, Filter in Berlin beim Trocknen in 100° G. und Nachwägen 7 4 /s Grains. Auch sab man nureine geringfe bellbräunliche Färbung des weissen Papiers. Unter reinem Wasser ausgedrückt gab es einen geringen Bodensatz, der auf5 Analysen vertheilt doch 24 Formen erkennen Hess: 18 Polygastern, 3 Phytolitharien, Pflanzenreste, Glimmer und Quarzsand.
1172 4 . Filtrum des Mississippi -Wassers bei Fort Ripley. 15. Juni 1852. Von 16 Unzen (1 Pint) Wasser istdas in Berlin gewogene Filter von 8 Grains Gewicht auf 8 2 /s Grains erhöht worden. Ein bräunlicher Absatz batte das Papier deutlichgefärbt. In 5 Analysen desselben waren 33 Formen: 23 Polygastern, 6 Phytolitharien, Pflanzenreste, 3 unorganische. — Grund- undUferproben äusserlich ganz wie im Mai.
1173 5 . Filtrum des Mississippi-Wassers bei Fort Ripley. 15. Juli 1852. Von 1 Pint Wasser V° Grain Rück-stand. Rlasse schmutzige Färbung nur im Gentrum des weissen Filters. Von 5 Analysen der geringen Spur wurden dennoch 26 For-men festgestellt: 19 Polygastern, 5 Phytolitharien, Pflanzenreste und feiner Sand. — Die Grundprobe äusserlich wie im Mai, die Ufer-probe eine feine schwarzbraune Erde.
1174°. Filtrum des Mississippi-Wassers bei Fort Ripley. 30. Aug. 1852. Von 1 Pint Wasser ist das weisse
Filter für das blosse Auge nicht gefärbt. Es hat in Amerika 8 Grains gewogen und wog bei 100° C. in Berlin 7 */s Grains. Mithinist es dort nicht bei gleicher Trockenheit gewogen. Es ist darauf bemerkt: niederster Wasserstand seit der Occupation des Postens.Unter Wasser sorgfältig ausgedrückt ergab sich doch ein geringer Bodensatz mit 9 bestimmbaren Formen: 6 Polygastern, 1 Phytolitharie,
Pflanzenreste und Sand. — Der Grundsand des Flusses äusserlich wie im Mai, die Ufererde wie im Juni.
1175 7 . Filtrum des Mississippi-Wassers bei Fort Ripley. 30. Sept. 1852. Von 16 Unzen Wasser eine nichtsichtbare Färbung des weissen Filters, das nicht nachgewogen worden. Danach gab ein in 5 Analysen verlheiltcr Bodensatz des Wassersvom ausgedrückten Filter 48 Formen: 12 Polygastern, 4 Phytolitharien, Pflanzenresle und feinen Quarzsand. Grundprobe etwas mulmig,Uferprobe wie im August, durch Pflanzenhumus schwärzlich.
1176 8 . Filtrum des M i s si s si pp i - Wa s s er s bei Fort Ripley. 20. Oct. 1852. Von 16 Unzen Wasser eine wenig
sichtbare Spur der Ablagerung. In 5 Analysen der Wassertrübung davon erschienen dennoch 34 Formen: 29 Polygastern, 3 Phytoli-tharien, Pflanzenreste und Sand. — Die Grundprobe gleicht dem feinerdigen Ufersandc der vorigen und die Uferprobe ist noch fein-erdiger und gelblicher. Vergl. Nr. 1184.
II 779 . Filtrum des Mi s si s si pp i-Wa s s e r s bei Fort Ripley. 15 Nov. 1852. Färbung des weissen Filters von 16Unzen Wasser kaum merklich. In 5 Analysen seiner Wasserlrübung 25 Formen: 21 Polygastern, 2 Phytolitharien, Pflanzentheilchen,Sand. — Die Grundprobe gleicht der vom Mai, die Uferprobe der vom Juli.
11781 °. Filtrum des Mississippi-Wassers bei Fort Ripley. 15. Dec. 1852. Von 16 Unzen Wasser ein wenig
sichtbarer Rückstand, der in 5 Analysen verthcilt doch 12 Formen ergab: 6 Polygastern, 3 Phytolitharien, 2 Pflanzenlheile und Sand. —Grund- und Uferprobe, jene dunkler diese heller, verhalten sich umgekehrt wie im Mai.
1179 11 . Filtrum des Mississippi-Wassers bei Fort Ripley. 15 Januar 1853. Von 16 Unzen kein sichtbarer
Rückstand, aber die Wassertrübung vom ausgedrücklen Filter ergab in 5 Analysen 12 Formen: 5 Polygastern, 4 Phytolitharien, 2 Pflan-zentheile, Sand. — Grundprohe und Uferland gröber sandig, ähnlich wie im Mai 1852, aber dunkler.
1180 12 . Filtrum des Mississ ip pi-Was sers hei Fort Ripley. 15. Fehr. 1853. Von 6 Unzen Wasser ein kaum
bemerkbarer Rückstand. Dennoch in 5 Analysen der Wassertrübuug davon 14 Formen: 10 Polygastern, 1 Phytolitharie, Pflanzentheil-chen, 2 unorganische Formen. —■ Die Grundprobe ist ein reiner gelblicher Sand wie im Mai 1852 und die Ulerprobe ein erdiger dun-
kelbrauner Sand.
1181 13 . Filtrum des Mississippi-Wassers hei Fort Ripley. 17. März 1853. Von 16 Unzen Wasser eine kaumbemerkbare Färbung. In 5 Analysen davon 17 Formen: 12 Polygastern, 2 Phytolitharien, Pflanzenresle, Glimmer, Sand. — Grund- undUferprobe erdiger, gleichartiger, gröberer Sand wie früher.
1182 14 . Filtrum des Mississippi-Wassers hei Fort Ripley. 15. April 1853. Wassermenge 16 Unzen. Davon
ein deutlicher brauner, anhängender, ungewogener Rückstand, von vielleicht 1 */-—2 Grains. In 5 Analysen desselben waren 33 Formen:20 Polygastern, 8 Phytolitharien, Pflanzenreste, Glimmer und Rhombencryslalle (Kalk) mit Sand. — Grundprohe brauner Rollsand, gröberals Streusand, von Quarz, Feldspath und Magneteisen, die Farbe von braunem Mulm. Uferprobe ebenso, reicher an Mulm.
1183 15 . Filtrum des Mississippi-Wassers hei F.ort Ripley, 26. Mai 1853. Von 16 Unzen hatte das Filler einesehr geringe bräunliche Färbung. Aus 5 Analysen derselben sind 23 Formen ' ermittelt: 16 Polygastern, 5 Phytolitharien, Pflanzenresleund Quarzsand. — Die Grundfarbe ist ein fast mulmloser grober Sand von brauner Farbe, wie der vorige, . welcher wie alle übrigenheim Abwaschen ohne Zweifel auch anhängende mikroskopische Formen zeigt, wie der vom Mai 1852.
1184 16 . Gelblichbraune Uferprobe, Culturland, vom Mississippi hei Fort Ripley. 20. Oct. 1852. Es isteine sehr feinsandige Erde wie Triebsand, eisenhaltig, stark verkoldbar, ohne Kalk. Die braune Farbe ist durch schwarzbraun verrottetePflanzentheilchen bedingt, welche sich abschlemmen und verbrennen lassen. Der Sand ist crystallhell, quarzig, mit sehr feinen schwar-zen Magneteisentheilchen, Glimmer und gelblichem Mulm. In 5 Analysen des Feinsten fand sich ein grosser Reichthum von 44 mikrosko-pischen Formen: 26 Polygastern, 11 Phytolitharien, 1 Polythalamien-Grünsand?, Pflanzenreste und 5 unorganische Formen. Es sind etwa9 /io Sand, x /i° Organisches. Vergl. Nr. 1176.
Die Gesammtzahl der im Quellenlande des Mississippi beobachteten Formen beträgt 115: Polygastern 73, Phytolitharien 30,Polythalamien- Steinkerne 2, weiche Pflanzentheile 3 Sorten, unorganische Formen 7. Auch hier schon ist die Flusstrübung überallreich und in allen Monaten des Jahres mit mikroskopischem Lehen erfüllt. Die feinere schwebende Trübung enthält in allen Monatenfast die Hälfte des Volumens, 50 pC. an Leben. Dieses Leben lagert sich weniger im sandigen Grunde, mehr am Uferlande und heiUeberschwemmungen im Flachlande ab. Der Sand ist ohne Kalkgehalt, ein Rollsand von granitischen Felstrümmern mit vielen Maguel-eisenkörnern. Eine Spur von Grünsand ist fraglich, Spongolithen sind wenig. Polygastern zeigen nicht selten grünen Organ-Inhalt.