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2 (1832) Zur Erkenntniss der Organisation in der Richtung des kleinsten Raumes / von C. G. Ehrenberg
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Ehrenberg

Am 20 stcu Morgens. In

Nr. 1. finden sich 5 Individuen, welche durch Queertheilungentstanden sind; in

Nr. 4. sind 8 Individuen, ebenfalls offenbar durch Queer-theilung entstanden.

Am 2i tcn bis zum Abend ist nichts verändert.

Am 22 sten finden sich am Morgen im

Nr. 1. 6 Individuen, fast alle von gleicher Gröfse; inNr. 4. fand ich nach mehrmaligem Zählen bestimmt 18 In-dividuen.

Am 23 stcn war die Zahl der Individuen so stark vermehrt, dafs ich dasZählen mehreremal vergeblich versuchte, indem die Beweglichkeit der Thier-chen beständig Irrungen veranlafste.

Diese Beobachtung ergab, dafs 6 Tage lang diese vielmagigen Infu-sorien ohne alle Vermehrung in kräftigem Leben beharrten, dafs vom 19 tc "bis 20 sten ein einzelnes Individuum in Nr. 1. sich durch doppelte Queerthei-lung zweimal vollständig zertheilt hatte und dafs einer dieser Theile sichzum dritten Male wieder getheilt hatte.

In Nr. 2. war eine dreifache Theilung durchgängig binnen 24 Stundenvollständig abgeschlossen worden und am folgenden Tage liefs sich wiedereine doppelte Spaltung mehrerer dieser Theile erkennen. Alle Individuenzeigten fast die Gröfse der ursprünglichen Stammthiere.

Siebente Beobachtungsreihe.

Am 14 te November wurde ein Individuum von Stylonychia Mytilus }4g Linie grofs, in ein Gläschen abgesondert. Beim mehrfachen Aufnehmenmit dem Federpinsel verlor es durch den Druck ein Stück seines Leibes,bewegte sich aber munter fort.

Am I5 tcn und I6 ten wurde nicht beobachtet.

Am 17 tcn lebte es noch einzeln im Glase, war aber matt, weshalb ichin dasselbe Glas einen Tropfen mit reiner Monas Pulvisculus that. Die grü-nen Thierchen wurden hastig verschluckt und es zeigten sich bald einzelneMagen der Stylonychia grünlich erfüllt.

Am 18 tcn und 19 ,en war keine Veränderung vorgegangen, das Thierchenlebte munter und allein fort.