24 Ehren b erg: Beitrag zur Erkennlnifs grofser Organisation
lieh 7) füge ich noch eine Diagnostik aller von mir neuerlich unterschie-denen, selbst beobachteten Infusorienformen hinzu.
II.
Von einem Schlundkopfe und Zähnen bei Magenthierchen.
In meinen früheren Vorträgen hatte ich als unterscheidendes Merkmalder Klasse der Magenthiere von den Räderthieren auch den Mangel eines be-waffneten und eines überhaupt ausgezeichneten Schlundkopfes bei den erste-ren angezeigt, während in der Klasse der Räderthiere eine starke Bewaff-nung eines bestimmten Schlundkopfes bei weitem überwiegend sei. Durch
oder in welcher andern Verbindung jene weniger bestimmt geformten unorganischen Mate-rien-Anhäufungen mit den kugelförmigen Weltkörpern stehen, liegt noch eben so wenigklar vor und zeigt dieselben Schwierigkeiten der Begründung. Ein in einer concentrirtenAuflösung entstehender Crystall zeigt, wie ich mir oft deutlich gemacht habe, sei er farblosoder gefärbt (tief orangefarben wie saures chromsaüres Kali, blau wie Kupfervitriol) nicht dieKometenartige Gestalteines Kernes mit trüber Umhüllung, sondern, obschon sein Ent-stehen eine Verdichtung und Ansammlung der ihn bildenden farbigen Materie in seiner Nähea priori zu verlangen scheint, so sieht man ihn doch an seinen Rändern scharf begrenzt, ohneHof, und dabei wächst er sichtlich, so lange das wegen Feinheit oder Durchsichtigkeit un-bemerkbare Material, welches aber doch das Wasser färbt, dazu vorhanden sein mag. DasWachsthum der Crystalle geschieht dabei in solcher Progression, dafs ein grofser cubi-scher Crystall in 15 bis 20 Sekunden gewöhnlich seinen Durchmesser verdoppelt, undgrofs wird, was bei kleineren und spiefsigen viel rascher geschieht. Dieses Wachsthum zeigtsich allseitig, die Kanten und Flächen scheinen fortzukriechen. Es erinnert an die sichtbareAnschwellung einer Blase die man aufbläst. Weil man kein Zutreten der Materie von aufsenbemerkt, so erscheint dieses Wachsen ebenfalls wie ein Drängen von innen nach aufsen, ob-schon die Richtung der Crystalle und die allmälige Abänderung ihrer .Flächen das Ansetzender Materie von aufsen wahrscheinlich machen. Spiefsige Crystalle zeigen beim raschenWachsen eine Bewegung, die ganz der der Oscillatorien ähnlich ist. Besonders schien mirbei diesen Beobachtungen noch merkwürdig, dafs im Wasser an der Oberfläche keine be-deutende Strömung gegen den Crystall hin entsteht, indem kleine, durch die Verdunstungbewegliche Theilchen (Staub) durch den Crystallisationsact nicht heftig gegen den neuenCrystall, oft gar nicht bewegt werden. Es werden auch schon gebildete Crystalle von neuentstehenden Nachbarn durch gröfsere Anziehung der jene bildenden Theile vollständig! wiederaufgezehrt. Bei Chlornatrium zerstörte die Bildung eines cubischen Crystallsalle schon vorhandenen flacheren oder spiefsigen Crystallisationsanfängeseiner Nähe und er vergröfserte sich durch die ihnen entrifsne Substanzsichtlich In demMaafse, wie jene abnahmen. Andere Cohäsion, andere Crystallform?