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Ehrenberg
Nach Untersuchung fast aller Gattungen der Räderthierchen und vielerArten der einzelnen, hat sich mir nun überdiefs ergeben, dafs jede der soeben genannten Hauptgruppen wieder in zwei Reihen einer eigenthümlichenBildung zerfalle, so dafs sämtliche Gattungen und Arten der Räderthierchen,so weit ich sie bis jetzt nachuntersucht habe, und das sind bei weitem dieMehrzahl aller von mir unterschiedenen Formen, in Rücksicht auf Zahnbil-dung in nicht mehr als vier Gruppen zertheilt werden können, was auf einegrofse Bestimmtheit in der Entwickelung dieser Theile hindeutet. Die Gruppeder nacktzahnigen Räderthiere, deren Zähne nur mit der Basis am Kieferfestsitzen, nicht aber vorn an ihn angeheftet sind, sondert sich in zwei gleichgrofse Theile, wenn man die Zahl der Zähne berücksichtigt und beide Theileunterscheiden sich üherdiefs durch ihre Lebensweise. Ein Theil dieser Gy-mnogomphien - Gruppe hat in jedem Kiefer nur einen langen, meist spitzen,zuweilen aber auch keulenförmig abgerundeten Zahn, den sie weit hervor-schieben können und beide hervorgeschobene Zähne erscheinen in Formeiner Kneipzange. Schon Müller und ältere Beobachter der Infusorienhaben diese Zange am Vordertheile einiger solcher Thierformen deutlichbeobachtet und abgebildet, nur ihre Eigenthümlichkeit nicht zu würdigengewufst. Meist alle so gebildeten Thiere sind sehr raubsüchtig und mörde-risch für andere Räderthiere. Sie sind die w r ahren Raubthiere und Carni-voren der Infusorien. Ihre Bewegungen sind viel lebhafter und behenderals die der übrigen Räderthiere und es ist mir nur eine augenlose Formunter ihnen bekannt worden. Bei mehreren der hierhergehörigen Räder-thiere sieht man am hinteren Fortsatze des Kiefers ein Queerband durch dieMuskelsubstanz nach dem inneren Schlunde hin verlaufen, wie bei JVotorn-mata aurita, Diglena catellina, Notommata gilba } Furcularia gibba. DieseAbtheilung bezeichne ich mit dem Namen Monogomphia } einzahnige Rä-derthiere. Die andere Abtheilung der nacktzahnigen Räderthiereoder der Gymnogomphien-Gruppe hat in jedem ihrer beiden Kiefer mehrals einen Zahn, einige 2, andere 3, 4 bis 6. Die Zähne dieser Abtheilungsind weniger lang und stark, aber die Thiere bedienen sich derselben nichtweniger kräftig. Diese Zähne sind immer an ihrer Basis etwas enger bei-sammenstehend als vorn, daher bilden sie in Mehrzahl immer die Form einermi t. Fingern versehenen Hand, was man in solcher Regelmäfsigkeit nichterwartet. Meist sind auch dieselben, wo es deren mehrere giebt, nach