in dev Richtung des kleinsten Raumes. 9
Streben zum Organismus oder der Lebenskraft, der Erfahrung gemäfs, gleich-mäfsig hervorgeht und nur in der organischen Natur hie und da als in sichund durch sich selbst bedingt erkannt wird, sonst überall vielmehr durchEinflufs fremder Kraft entsteht, da auch die Kugelform für das Ei nichtnothwendig erscheint, indem es viele cylindrische und fadenförmige Eier beiInsecten und Würmern giebt (Wenigen wohl sind die langen cylindrischenFliegeneier unbekannt geblieben), so ist offenbar die Bedeutung der Kugel-form in der Natur eine viel geringere, als sie oft symbolisch und poetischausgesprochen wird, und die Nothwendigkeit ihrer selbstständig beharrendenForm als erste Entwicklungsstufe des Thierreichs ist nicht begründet.
C. Über organlose, selbstständig beharrende Materie als organische Urmaterie.
Was den zweiten Hauptpunkt, die Idee von selbstständig beharren-den, organlosen oder einfachen Körpern im Thierreiche anlangt, so läfstsich ihre Möglichkeit philosophisch nicht läugnen, aber die Behauptung ihrerwahrnehmbaren Existenz, wie mir scheint, widerlegen.
Organlose, selbstständige, thierische Materie, für welche man langeZeit die Infusorien oder einen Theil derselben angesehen hat, bedarf nichteines gewissen Gröfsenverhältnisses zu den organischen Körpern, man magsich nun begnügen, sie blofs als selbstständige Bildungsform, ohne weiternEinflufs zu betrachten, oder man mag sie für das Material der bildendenNaturkraft ansehen, welche durch Generatio primitiva dieselbe zur Bildungbeliebiger Organismen verwende. Es liegt nichts Unmögliches in dem Ge-danken, dafs es wohl grofse Massen, Klumpen organischen Urstoffes gebenmöge, die ohne weitere Vorbereitung durch ein günstiges Verhältnifs gewisseräufserer Einflüsse sich organisiren. Ob aber gleich die Möglichkeit derExistenz solcher gröfserer Massen selbstständiger organischer Materie nichtwohl zu läugnen ist, so fehlt es doch an Beweisen für die Wirklichkeitihrer Erscheinung.
Alte Sagen und Poesieen der früheren Geschichtsepochen des Men-schengeschlechts sprechen viel von Verwandlungen. Ackerland und Fels-blöcke, oder Steine, wurden plötzlich zu Menschen umgewandelt und dieVölker wetteiferten, Autochthonen zu sein. Aus dem Meeresschaume ent-stand Aphrodite , die Frösche bildeten sich nach dem Regen aus Schlamm,so dafs man deren beschrieb, die vorn schon Frosch, hinten noch Schlamm
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