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2 (1832) Zur Erkenntniss der Organisation in der Richtung des kleinsten Raumes / von C. G. Ehrenberg
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in der Richtung des kleinsten Raumes.

einen meteorischen Ursprung zuschrieb, hat eine genauere Untersuchung fa-serig und körnig, also zusammengesetzt (fruchttragend) gefunden, weshalbsie, den Regeln der systematischen Naturgeschichte gemäfs, in die Reihe derselbstständigen vegetabilischen Organismen aufgenommen worden sind,so dafs keine bekannte und zu bezeichnende, in der Natur vorkommendeund von glaubwürdigen und unterrichteten Augenzeugen untersuchte gröfsereSubstanz unbestimmbar übrig geblieben ist, der man den Namen einer Massevon organischer Urmaterie beilegen könnte. Hiermit ist also die Idee vonorganischer Urmaterie durch Beobachtung allmälig aus dem Kreise der leichtwahrnehmbaren Gröfsen in den der kleineren, dem blofsen Augenicht mehr erreichbaren Körper verdrängt worden, deren Existenz man erstseit der Erfindung der Mikroskope kennen lernte.

Sind wir demnach darauf beschränkt, nur diejenigen Körper, welchedem gewöhnlichen Gesichtskreise des Menschen entgehen, die aber das Mi-kroskop erkennen läfst, darauf zu prüfen, ob es unter ihnen solche struc-turlose Körper giebt, denen man den Namen einer selbstständigen, thierischorganischen Urmaterie beilegen könnte, so lassen sich diese, der Übersichthalber, bequem in unbewegliche oder nur passiv bewegte und selbstbe-wegte eintheilen. Wollte man die selbstständige, einfache, thierische Sub-stanz in der Abtheilung der unbeweglichen suchen, so müfste man irgendein Kennzeichen für dieselbe feststellen, um sie mit Bestimmtheit von denFragmenten todter, organischer Körper und von anorganischen Körpern zuunterscheiden; denn die ersteren sind keine selbstständige Substanzen, son-dern im Zerfallen begriffene Theile ehemaliger selbstständiger Organismen,und die letzteren oder unorganischen Körper, welche den neuesten chemi-schen Principien zufolge einen ganz andern Aggregatzustand der Theile oderAtome haben und, auch jenen Beobachtern der organischen Urmaterie zu-folge, zur Bildung der Organismen nicht concurriren, sind von diesen Be-trachtungen ausgeschlossen. Die regelmäfsigen, crystallinischen, geometri-schen Formen einerseits und die scharfen, unregelmäfsigen Umrisse ihrerFragmente, Undurchsichtigkeit, Härte und Sprödigkeit andrerseits, lassenanorganische Substanzen durch ein oder das andere dieser Merkmale, oftdurch alle, gewöhnlich leicht erkennen. Die letzteren Eigenschaften dersteinigen und erdigen Körper erkennt man ziemlich leicht und sicher, auchin sehr feinem Zustande, durch Druck zwischen geschliffenen Glasplatten.

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