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Ehkenberg: Beitrag zur Erkenntnis großer Organisation
den Coluren die Augen lange Zeit übersehen habe, so glaube ich vorläufig nicht, dafsdie augenlosen ausländischen Monuren von der Berliner augenführenden als Art verschieden sind, jedoch ist der Umstand im Gedächtnifs zu erhalten.
10. Cyphonautes Nov. Genus , Buckelthierchen, Familie der Blumenthier-chen f Floscularia.
Cbaracter Generis: Ocelli nulli (?). Corpus testa loricatum, libere natans,latere antico ciliato, obsolete bilobo, os et anum discreta continente; caudaverruciformi, brevissima, in medio dorso posita, per testae fundum parumperexserenda (corpus mire gibbum).
Cyphonautes compressus N. sp. Dreieckiges Buckelthierchen.
C. corpore compresso, triangulari.
Ich beobachtete diefs Thierchen zuerst am 25. November 1832 im Wasser der Ost see , welches Herr Doctor Michaelis mir aus Kiel nach Berlin gesendet hatte, nebenvielen Leucht-Infusorien, in 2 Exemplaren. Im folgenden Jahre meldete mir HerrMichaelis die eigne Beobachtung desselben Thierchens mit sehr umständlichem, vondem meinen zwar etwas abweichenden, aber vielfach bestätigenden, sorgfältigen Detail.
Die Form dieses Thierchens ist höchst eigenthümlich und sonderbar, auch scheintdie Structurbeobachtung noch einer Revision zu bedürfen. Meiner Ansicht nach hat esfolgende Bildung: Es wird von einer kurz kegelförmigen, von den Seiten zusammen-gedrückten, daher dreieckigen Schaale (testa) umhüllt, die vorn eine sehr breite Öff-nung hat, hinten aber auch eine kleinere. Der Rand der vorderen Öffnung hat in derMitte jcderseits 2 kurze stumpfe Zähne. Der zweiten Öffnung im Grunde wegen undweil das Thier in ihm nicht frei, sondern überall angewachsen ist, ist dieser Panzereine testa, kein urceolus u.s.w. Der Umkreis der gröfseren, vorderen Öffnung ist miteiner einfachen Reihe von wirbelnden Wimpern dicht besetzt und bildet ein sehr grofsesRäderorgan, welches aber nicht über den Rand der Schaale hervorgeschoben werdenkann. In der Mitte, an den beiden gröfseren Randzähnen, biegt sich ein Theil des Räder-organs nach innen und steigt gegen den After hinab. Es ist demnach weder ein vielrä-driges, noch ein ganzrandiges einrädriges Räderorgan, sondern ein einrädriges gebuch-tetes, oder schlitzrandiges. Eine Ecke des Räderorgans ist ganz erfüllt von einem gro-fsen dunkeln Körper, den ich für den Schlundkopf halte. An ihm sah ich 2 Stärkereund 2 feinere Griffel in schiefer Richtung nach innen sehend und in einer greifendenBewegung, wie freie Zähne, ohne deren Härte zu besitzen. An der Aufsenseite diesesSchlundkopfs liegt in seiner Mitte ein rundlicher Knoten, und dieser mag das augenloscHirnganglion sein. An beiden Seiten des Schlundkopfes geht ein langer Muskel nachdem Schwänze; zwischen beiden liegt jenes Hirnganglion. Beide Muskeln gehen vomRäderorgane nach der Schwanzbasis. Dicht unter den Wimpern des Räderorgans, inihrem ganzen Verlaufe, liegt ein breiter trüber Streifen, den ich für die Muskelsubstanzdes Räderorgans selbst ansehe. Die eigentliche Mundöffnung liegt zwischen dem Schlund-