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2 (1832) Zur Erkenntniss der Organisation in der Richtung des kleinsten Raumes / von C. G. Ehrenberg
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in der Richtung des kleinsten Raumes. 63

Längsmuskeln und 2 einzahnige (?) Kiefer im Schlundkopfe sind weitere Details, welcheich verfolgen konnte. Körperlänge bis Panzerlänge bis Eine andere Artder Gattung Euchlanis habe ich auf Tafel VIII, Fig. 3 abgehildet.

14. Floscularia proboscidea N. sp. Rilsselführendes Blumenthierchen.

F. maior, urceolo gelatinoso, pellucido, cylindrico, lobis rotatoriis brevius cilia-tis 6, proboscidem mediam ciliatam ambeuntibus.

Ich fand viele Exemplare dieser Form zuerst am 10. Juni 1832 auf Blättern derHoltonia palustris in Torfgräben bei Berlin , dann wieder am 15. August.

Eichhorn hatte bei seiner Abbildung der Floscularia ornata die Büchse und dielangen Wimpern ganz übersehen (Tab. III, Fig. G.H-L. der Fänger) und seine Zeich-nung ist unverändert öfter wiederholt worden. Beide Dinge sind schwer zu sehen,auch wenn man ihr Dasein weifs; Geduld überwindet jedoch diese Schwierigkeit, ver-bunden mit etwas starker Vergröfserung (200 - 300 im Durchmesser reicht hin) undTrübung des Wassers. Eine Abbildung dieses gewöhnlicheren Blumenthierchens findetsich auf Tafel VIII, Fig. 2. Die neue Art unterscheidet sich durch ansehnlichere Gröfse,kürzere Wimpern, ein rüsselförmiges Organ in der Mitte des Räderkreises und durcheinen doppelzahnigen Kieferbau.

Die gallertartige, cylindrische, vorn abgestutzte Hülle oder Büchse, worin das Thier-chen lebt und worein es seine Eier legt, ist ganz durchsichtig, daher schwer zu er-kennen, wenn man nicht das Wasser um sie herum durch eine Färbung trübt. Dannaber ist sie leicht sichtbar. Zuweilen verrathen anhängende fremde Körper sie auchim klarsten Wasser. Der Körper des Thieres ruht auf einem lang ausdehnbaren, stiel-förinigen Fufse oder Schwänze, welcher mitten im Grunde der Büchse sich anzusaugenscheint, da ihn das Thier lösen kann. Beim Verkürzen wird er queerfaltig. Ganz aus-gedehnt ragt er etwas über die Büchse hinaus, während er contrahirt weniger als \ derBüchsenlänge hat. Alle Theile des Thieres sind aufserordentlich durchsichtig. Der aus-gedehnte Körper ist walzenförmig, gegen den Schwanz hin abnehmend, vorn ahgestutzt.Das entwickelte Räderorgan zeigt 6, zuweilen nur 5 (?) tief abgetheilte, am Ende ver-dickte Lappen, aus deren gemeinsamer Mitte ein gröfseres, cylindrisches, vorn abgerun-detes Organ hervortritt, das vorn eine grofse runde Öffnung oder innere Blase zu füh-ren scheint. Sowohl dieses, als alle Theile des Räderorgans, sind am Ende mit langenWimpern besetzt, welche ihre Basaltheile um mehr als das Doppelte überragen. Ziehtsich das Thier ganz in die Büchse zurück, so stehen diese vereinten Wimpern nochwie ein Pinsel aus der Mitte hervor. Meist sieht man die langen Wimpern bewegungs-los ausgestreckt und nur in der Mitte, im Grunde des Räderorgans, bemerkt man einAnziehen und Abstofsen kleiner Theilchen. Bei völliger Ruhe und Entwicklung abertritt Wirbelbewegung ein, die ich jedoch selbst nur theilweise beobachtet habe.

Muskeln des Räderorgans, welche einen innigen Zusammenhang aller Theile dessel-selben, mithin kein mehrfaches Räderorgan anzeigen, ein deutlicher kugelförmiger Schlund-kopf mit doppelten zweizahnigen Kiefern ( Zygogomphia ), ein enger, sehr kurzer, schwer