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2 (1832) Zur Erkenntniss der Organisation in der Richtung des kleinsten Raumes / von C. G. Ehrenberg
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in der Richtung des kleinsten Raumes.

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12. Bürsaria Vorticella N. sp. ! Glockenthier-ähnliches Börsenthierchen.

B. hyalina, subglobosa, campanulata, oris lateralis bursa antica maxima, longiusciliata.

Als ich mir etwas Wasser aus einem Feuerkübel der Strafse von Berlin holen liefs,fand ich darin diefs Thierchen am 28. September 1833.

An Form gleicht diese Art sehr der Bürsaria truncatella, bat aber nur den drit-ten Tbeil von deren Gröfse, ist mehr kuglig und hat den vorderen Rand länger ge-wimpert. Man glaubt eine sehr grofse stiellose Vorticelle zu sehen. Der fast kuglige,vvasserhelle, etwas milchfarbene Körper bat vorn eine grofse Aushölung von der gan-zen Körperbreite, welche auf der Bauchseite in einen schiefen Spalt übergeht, an des-sen Grunde, in der Körpermitte, die Mundöffnung liegt. Durch die schiefe Richtungder Mundspalte entsteht rechterseits ein dreieckiger Lappen, welcher auch in etwas an-derer Form bei B. truncatella vorhanden ist. Bei dieser letzteren ist jener Mundtheileben so stark als der andere Mundrand bewimpert, aber der obere Stirnrand nur mitschwachen Wimpern besetzt. Bei der neuen Art ist der obere Stirnrand mit sehr star-ken Wimpern, dem Munde gleich, behaart, aber jener rechte Unterlippentheil ganz wim-perlos. Yon der Ecke der letzteren nach dem Innern des Kessels hin geht noch einebewimperte Linie. Übrigens war der Körper ganz mit Magenblasen erfüllt und in meh-reren derselben waren Chlamidomonas Pulvisculus, in anderen Goniuni pectorale.Aus der, genau am hinteren Ende, in der Mitte befindlichen Analöffnung sah ich dasAuswerfen von Monaden. Veränderliche männliche Blasen habe ich nicht erkannt.Körperlänge

Die Bürsaria truncatella, Vorticella und spirigera haben aufser der Mundspaltenach vorn eine grofse, mit jener in Verbindung stehende Vertiefung mit besonderemWirbelrande, wie etwa Vorticellinen, und könnten daher von den übrigen Bursariengetrennt werden. Am richtigsten würden dann jene den Namen Bürsaria behalten unddie letzteren könnte man Frontoma nennen, jedoch halte ich diese nur für ein Sub-genus von Bürsaria.

13. Chilomonas destruens N. sp. Zerstörende Lippenmonade.

C. flavicans, corpore oblongo, molli, variabili.

Gefunden im August 1833 im Innern eines todten Brachionus Mülleri, aus demOstseewasser bei Wismar .

Die Charaktere der Gattung Chilomonas sind noch nicht physiologisch intensiv ge-nug festgestellt und es könnte selbst wohlgethan sein, späterhin die Gattung einzu-ziehen, allein ich meine doch, dafs es vorläufig besser ist, die grofse Masse der Mo-nadenformen durch Theilung übersichtlich zu machen, und der Charakter der vorde-ren geraden Mundfläche bei den Monaden, oder der schiefen Mundfläche bei den Lip-penmonaden, welcher im letzteren Falle eine Oberlippe bedingt, ist allerdings dazu brauch-bar, obschon ich später hie und da Rüssel bemerkt habe, welche jene Ansicht der Bil-