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in der Richtung des kleinsten Raumes.
habe ich regelmäfsig jeden Winter unterm Eise gefunden, aber auch noch viele andereArten, besonders Bacillarienformen.
X. Desmidium Agardh. Kettenstäbchen. Familie der Stabthierchen, Bacillaria.
Charact er Generis: Polygastricum, Anenterum, Pseudopodium?, loricatum.Lorica prismatica, triangularis, divisione spontanea aut perfecte divisa, aut, illaimperfecta, in taeniam longam, simplicem, catenatam aucta, filum Confervaesimile demum referens.
67. Desmidium Swarlzii Agardh. Swartzens Kettenstäbchen.
D. corpusculis rectis, latere utrinque plano longe concatenatis, intus viridibus,liberis, a dorso ventreque visis oblongis, quadratis, utroque fine aut leviteremarginatis, aut obtuse bifidis, a latere visis argute triangularibus, angulisobtusis.
Bei Berlin schon längst beobachtet, aber erst am 20. Juni 1832 für ein Stabthier-eben erkannt.
Die eigentliche Bildung der Kettenstäbchen hatte der geistvolle und phantasiereicheGründer der Gattung nicht erkannt, sondern dieselbe ist erst von dem treu und fleifsigbeobachtenden Lyngbye entdeckt worden. Aber auch diese Beobachtungen blieben nochungenügend. Einiges hoffe ich hiermit zur weiteren Erläuterung beizutragen.
Das Desmidium Swartzii, welches Lyngbye abbildet und Turpin von ihm imDict. des sc. nat. copirt hat, sind keineswegs Fila plana, arliculis post copulatio-nem triangulatis, wie es Lyngbye defmirt, noch auch Fila plana, striata, pinna-tifida, wie es Agardh später von Neuem beschreibt ( Syslema Alg. XV.). Es sind viel-mehr prismatische, kettenartige Bänder, ganz wie die Fragilarien uud Bacillarien, abernicht flach wie diese, sondern dreiseitig, wie ein dreischneidiger Degen. Diese dreiseitigprismatischen Ketten erscheinen unter dem Mikroskop, sie mögen auf jeder beliebigenFläche liegen, wie flache, queer gestreifte Bänder, weil die mittlere Leiste, von obengesehen, unsichtbar wird. So hat man sie bisher beschrieben und es sonderbar gefun-den, dafs ihre Glieder unter gewissen Verhältnissen plötzlich dreieckig erscheinen, wassehr natürlich so sein mufs, sobald sie einzeln getrennt von jener Seite gesehen werden,welche sie bei der bandförmigen Gesellschaftsform einander zukehren und die man da-her dann nicht sehen kann.
Eine andere Schwierigkeit ist bisher die gewesen, dafs man die einzelnen Stäbchen,welche in der Bandform die Queerstreifen bilden, bald an den Enden einfach abgerun-det, wie bei Lyngbye und Turpin die zweite Figur von oben, bald zweizahnig odergar zweitheilig sah, wie in den übrigen Figuren. Eine Erklärung dieser Erscheinunggab mir die Beobachtung ihrer Selbsttheilung. Im jungen Zustande theilen sie sich, wiees mir schien, eben so unvollkommen, ohne zu klaffen, wie die Fragilarien, und dabeibleiben ihre Enden fast einfach abgerundet, wenn sie aber gröfser geworden und durchfortgesetzte Theilung schon zu langen Ketten herangewachsen sind, dann tritt allmälig
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