N. 5„ 4„ 2 5Wiſſenſchaft genng hatte/ dieweil die Ver-
auffer verbunden ſeynd/ hne ſolches anzuzei-
115 wegen der zwey von hundert /o dem Ke-
und den„und der Kauffer zu bezahlen
92 ig iſt. Ich wieſe hme demnach was ich
auft/ und was es mich gekoſtet hatte/ wel-
ches dem Buch des Bamanen, welcher des Ko-
Für de Za echt einziehet/ gleich karne. Zu gleicher
w 92 bezahlte ich ſhme auch zwey von hundert/
957 es Konigs Hecht/ aachdeme er es empfan-
5 ſagte er zu mir/ er ſehe wol/ daß die Fran.
fen Sgewiſſenhafte Leute ſeyen. Er ware deſ-
5 beſſer verſichert/ als ich den Stein von
ich, carats herfür zoge. Gznadiger Herz/ ſagte
0 diefer iſt nicht in dem Buch der Banianen,
nd iſt auch niemand in dem Flecken/ der ge-
a0 hatte/ daß ich ihn gekaufft habe/ du
es deen hätteſt es nicht gewuſt/ wann ich
dir nicht geſagt hatte. Ich begehre dem
onig ſeine Rechte nicht ab zu betrie-
n hier iſt/ was jhme gehort, nach
am Preiß/ das mich der Stein gekoſtet hat.
er Befehlhaber ſchiene gantz beſtuͤrtzt/ und
Aagleich ſehr auferbauet/ wegen meines Ver-
ahrens; er lobte mich ſehr/ und ſagte/ dieſes
dare ehrlich gehandelt/ und ware kein Kauf-
. 0 0 im and/ es ſeye gleich ein Mahometaner
oder ein Abgottiſcher/ der auf gleiche Weiſe
andlen wurde/ wann er glaubete/ es ware je-
erman unbekant/ was er gekaufft habe. Uber
leſes lieſſe er die reicheſten Kauf⸗Leute des
ts kommen/ und nach deme er jhnen alles er-
ſehlet/ befahle er/ die ſchoͤnſten Stein/ ſo ſie
aten/ zu bringen/ welches drey oder vier tha-
ken; und auf dieſe Weiſe legte ich meine zwan-
ig tauſend Pagodes in ein oder zwey Stun-
5 Nach deme der Kauf gemacht/ und
dea elt erleget ware, ſagerer zu diesen Kauf-
uten/ daß/ weilen ſie mit einem wackeren
duch e zu thun gehabt hatten/ ſolten ſie mir
ſie pretwas zum Angedencken geben welches
aun hach n beſter Weiſe thaten/ gaben mir dem-
it.“ 0 einen Diamant/ welcher bey nahe hun-
8 Thaler werth ſeyn moͤgen. Was den
Hefehlhaber anbelangt/ verehrte er mir eineAppe und eine Schlinge.
ubAdar,anten
00
ten, Ich gebe hier etwas ſonderbares und ſel-
die g beobachten das et auf pas Weeb0 ndianer/ ſo wol die Abgoͤttiſche als Ma-metaner/ den Kauf von aller Gattunggroben machen. Es geſchiehet alles mitdeblſem Stillſchweigen/ und ohne daß jemandvor d Der Verkauffer und Kauffer/ ſiten einerna cüben andern uber/ wie zwey Schneider undden deme einer von beeden ſeine Leib⸗Bin-te Hand oel nümt der Verkauffer die rech-5 9 des Kauffers/ und bedecket ſolche mit0 and mit der Binden/ unter welcher inche ich art etlicher anderer Kauf Leute/ wel-den, manchmalen in gleichem Saglebefin-deſſen Kauf beuplich/ und ohne daß jemandda Wiſſenſchafft habe/ geſchiehet. Dann
aden.
85 Ah. 8 5 17wedealen redet der Berkaufßer und Kauffer/ geſt
anden dem Mund noch mit den Augen mitauf dee enden mu mit der Hand walchese Weiſe geſchicht. Wann der Ver-
127kauffer die gantze Hand des Kauffers nimt/
heilt es ſo viel als Tauſend/ und ſo offt er jhmeſelbige druckt/ bedeutet es ſo viel tauſend Pago-
des oder Koupies nach der Gattung Muntze/
des gehandelt wird. Wann er mi fünf Fin-
ger nimt/ bedeulet es funf Hundert/ und ſoes
nur ein Finger ware/ iſt es Hundert allein.
Nimt er dann nur den Halben/ biß auf das
Zeichen der Mitten/ bedeutet es Funfzig/ und
das Kleine gleich biß auf das Erſte biegen/ heiſ-
ſet es Zehen; und dieſes iſt das gantze Gehein⸗ Durch dienus/ welches die Indianer in ihren Marckten Sine uhaben/ und es geſchiehet offtmalen/ daß inei⸗ der Kaufnem einigen Ort/ wo viel Leute ſind/ eben die⸗ endeckt.ſelbe Waare ſieben oder acht mal verkaufftwurde/ ohne daß die Geſellſchafft wuͤſte/ wie
viel unter einmal ſie ware verkaufft worden.
Was das Gewicht der Steine betrifft/ dechtmaſſ-konte man nicht mit betrogen werden/ es ware ges Bewichtdann/ daß man ſte heimlich kauffte/ dann wann der Steinenman ſie offentlich kauffet/ hat es einen eigenenMann dazu/ von dem Koͤnige beſoldet/ undwelcher im geringſten keinen Genuß von demgemeinen Mann hat/ welches Amt iſt die Dia-manten zu wegen/ und wann er das Gewichtnimt/ halten ſich ſo wol der Verkauffer alsKauffer an ſein Wort/ weilen der Eigen⸗Nutzihne niemand abſonderlich begoͤnſtigen macht.Nachdeme ich meine Geſchaffte in der Grubenvollendet hatte/ gabe mir der Befehlhaber ſechsReuter zu/ um deſto ſicherer ſein Land durch,zu reiſen/ welches biß an einen Fluß/ ſo dasKönigreich von Vilapour, von dem von Golcondla abſondert/ gehet. Die Überfahrt dieſes SonderbarzFluſſes iſt gar ſchwer/ dieweilen er breit/ tief ound ſchnelle lauffend iſt/ und daß er wederBrucken noch Schiffe hat. Man bedienet ſichüber denſelben zu kommen gleicher Weiſe wieüber die andern Fluͤſſe in Indien/ wie ich deſſendann ſchon anderwerts gedacht habe/ ſo wolvor died Nenſchen/ hr Reiß⸗Gezeug/ Gut chen/Ochſen und Pferde/ ein rundes Schiff von ze-hen biß zwolf Werck⸗Schuh/ von Weydengeflochten/ wie unſere Koͤrbe/ von auſſen mitOchſen⸗Haut überzogen/ dienet vor einenNaachen; und ich habe eben auch im ſelbenOrt angezeiget/ auf was Weiſe ſich die Uber-ſetzende bekleiden. Man konte wol gute Kahnemachen/ oder aber ein Brücken uͤber den Fluß/aber die Koͤnige von Golconda und Vilapourwollen ſolches nicht/ weilen ſolcher die Abthei⸗ alung jhrer Koͤnigreiche machet. Alle Abend Der Beſehl-die Schiff⸗Leute/ ſo wol auf ein als anderer baberen geSeien/ ſeynd verbunden/ zweyen kleinen Be⸗ fhfehlhabern/ welche ohngefahr eine viertel SchifbeukeStunde jen⸗ und diſſeits deß Fluſſes woh-nen/ einen genauen Bericht von allem/ wasden Tag durch uͤber den Fluß geſetzet/ ſo wolvon Menſchen als Thieren/ als Waaren/ zuuͤberbringen.
Nachdeme ich zu Golconda ankame/ hattte es ſchon drey Tag/ daß Boete der Apotheckereſtorben ware/ und die Kammer/ worin ichhn gelaſſen hatte/ mit zweyen Sieglen ver-wahret/ das eine von dem Cad, welcher als derOber⸗Gerichts⸗Herꝛ iſt/ und das andere von
8 dem