Aus breitung
des Chriſtli-chen Gla
4 Bericht von Iapan umd von der Vrſache
Der Glaube wuchſe auch ziemlich in Ia-pan nach deſſen abſterben und erzeigten ſich
ubes dieſe Leute anfangs ſehr gelehrſam in der Un-
terweiſung ſo ihnen gegeben wurde; nachdem aber das verhalten der Portugielen denvornembſten Cubernatorn und den jenigenwelche bey Hoffe in groſſem credit waren/misfallen/ haben ſie de dem Keyſer einenUnwillen erweckt/ und weilen die Bon-zier/ als Prieſter des landes einen ſtarckenEyfer wieder dieſe newe Religion bekamen/erregten ſie von zeit zu zeit Verfolgungenwider die newglaubigen lapaner un-ter dem Vorwand/ als wenn ſie der gehei-men Anſchlaͤge der Portugitſen theilhafftig we-
„Der Glaube nahm richts deſtowenigertaͤglich zu/ und vielleicht hatte dieſe gantze
Veſche die Nation endlich denſelben angenommen/3 wan der Geitz und die Boßheit der Ehriſtenern., ſelpſten/ nicht die vornembſte hindernus der
Bekehrung geweſen. Die Holländer habenzwar ihr euſſerſtes gethan/ umb die ſchuld die-ſes Ubels der Portugieſen Hochmuth und Un-gebühr beyzumeſſen/ aber aus dem jenigen/ kan
ue, man von der rechten warheit urtheilen; waswntlicgn ang ein Hollander ſelbſt nahmens Leonhard
wortliS
Campen, hiervon geſchrieben/ daß nem-lich wann in ſelbigem Land/ die ſeiner Na-
tion befragt worden/ welcher Religion ſie
zugethan weren/ haben ſie pflegen zu antwor-ten. Ich bin kein Chriſt/ Ich bin ein
Hollander. Mein vorhaben iſt hier nicht zu
ſtraffen das die gantze Nation dieſe ver-dambte That gut geheiſſen/ aber wohl dar-zuthun wie weit die Gewinſucht in der See-len eines der von der Hollaͤndiſchen Compa-gnie zu dieſer neuen Beſtetigung inſonder-heit angewendet worden/ ſteigen koͤnne/ umb-zuzeigen wie ſchaͤdlich es ſey boͤſe Amptleute zuerwehlen/ wen man eine Handlung in entle-
Beſchretbung genen Landern auffrichten wil. 5einer erſchroͤck⸗ Nach deme die Hollaͤndiſche Compagni
ichen that
eines Hollaͤn-
der Oriemaliſchen Indien ein Schiff/ nach
dischen Prgli- Batavia zugehen/ ausgeruͤſtet hatte; wurſ-denten in la- den nach gewohnheit 12. Juͤngling und ſo
pan.
Sein Bat-terland.
viel Junge Maͤgdlein/ ſo man auß denHoſpitaͤlen zu Amſterd am oder andern
Stadten/ da die abfahrt geſchicht/ zunehmen
pflegt/ Zu ſchiſſe bracht; Unter der zahldieſer Knaben befande ſich einer welcher be-ſtellet war in der Kuchen zudienen/ aber dasUnglück wolte von der zeit an/ daß er eins-mahls ein Anſtiffter/ eines des groſtenUnglücks ſo in unſerm Seculo ſich zugetragen/ſein ſolte/ man ſagt er ſey von Bruͤſſel gebür-tig geweſen/ welches ich nicht wohl Glaubenkan/ ſintemal ich weiß das die Niederlaͤnderaufrichtige und gute deute ſeind. In waͤhren-
Sutter Vero der Reiſe beobachtete der Kauffman daß die,
band.
ſer Jüngling von gutem Verſtand ſo eineanzeigung daß er kuͤnſſtiger zeit der Com-agnie in anderm wurde bedient ſein konnen/ derowegen lies er denſelben im leſen undſchreiben unterweiſen/ der Jungling profttir-te hierinnen der maſſen/ daß er nach an-
kunfft zu Batavia, tüchtig beſunden wur“ Seme alde/ eine hohere ſtell zubedienen. Nachdem kunft 1nun das Schiff daſelbſten angelangt; Barrawurde von dem Generalen und deſſen Nathbeſchloſſen daſſelbe mit einem theil der La-dung ſo aus Europa kommen/ nach lapan zu leſchicken. Der Kauſſman wurde neben etli-chen Officierern beordret dieſe Reiſe zuthun;Das goͤttliche Verhaͤngnüß aber wolte dasder Unterſchreiber ſtarb/ als ſie kaum vonBattavia abgefahren waren/ und der Kauff⸗ amann warff ſein abſehen auff bemeldten webtJüngling ihme dieſe ſtelle zuvertrauen/ daß an Ambter dan ſehr tüchtig war/ ſinemal der Kaußß nauemann ſonderbahren Fleis angewendet ihn inder Indianiſchen Handlung zu unterrichten/und weil er von Natur mit einem guten Ver-ſtand begabt/ hat er dieſe geſchickligkeit ohnemuͤhe erlangen konnen.
Nach Ankunfft der Schiffes zu Fierando;befande dieſer newe Unterſchreiber daß er kei-
ch lapal
nen bequemern Ort erwehlen konte ſeine
Wolfarth zubefoͤrdern/ als dieſen; machtedemnach den anſchlag ſeinen Gutthaͤter zuver-laſſen und daſelbſt zudſeiben/ Als der Kauff-man bereit ware wiederumb abzuſeglen/ nndnach Battavia zu kehren/ verbarge ſich der 90Unterſchreiber/ und merckte man deſſen ab. Sen uhweſenheit nicht eher als da das Schiff bereite muweit in der See; wie er ſich nun in Sicherheit unwuſte/ kam er wiederumb in das Concosaldaer mit einem beampten Freund ſchafft ge-macht/ und erlernete in kurzer zeit desLandes Sprach ſo wohl/ daß er derCompagnſehr nuͤtzlich ſein koͤnte/ und bey den Inwoh-nern/ mit denen er faſt allein die gantzhandlung fur die Hollander in lapan führte fhochgeachtet wurde/ wegen ſeiner Dienſte 11d zi,und Geschicklichkeit ward er endlich zu einem ErgenPræſidenten des Contors erhoben/ das al. vac,ſehen ſo er durch dieſes Ambt bekommen“machte ihme groͤſſere Hoffnung; und waldemſelben nicht genug/ die handlung in dies
ſem Koͤnigreich fur ſeine lation fort zuführen/ 5 bochondern er nahm ſich für alle andere dapor Fee deauszuſchlieſſen. Die Portugieſen(wie hie⸗ am acevor gemeldt) hatten am erſſen darin nach makgehandelt/ und ihre Contor waren bereits/ gehaluber hundert Jahr daſelbſten geſtaude
Die Chriſtlich- Religion wurde mit Ihle, 1angeführt; ſintemahl dieſe Volcker d, Het,ſortpffanzung des glaubens deſto feind e. uhfriger ſind/ leweniger Eyfer die Hollander de hhaben: Wie der Prelident ſahe daß die rn 0paniſche Chriſten nur allein mit den eren
gieſen wolten zuthun haben /als die deer
fänger bekant/ und in der Handlung getkenſe
und aufrichtiger befunden wurden ihre 90gedachte er dieselben bey Hofe durch uad Bie l.
u. R
eigene Religion verdaͤchtig zumachen un chlag dach,verleitete durch groſe en die Statl⸗ 1 validenhalter der Provintzen und groſſe Herzen pordas ſie enen vorhaben beyſtunden. Den antugieſen hingegen manglete es au uch eenguten Freunden die auff ihrer ſeite ge demweren/ und ob ſelbige zwar nicht Stand
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