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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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Aus breitung

des Chriſtli-chen Gla

4 Bericht von Iapan umd von der Vrſache

Der Glaube wuchſe auch ziemlich in Ia-pan nach deſſen abſterben und erzeigten ſich

ubes dieſe Leute anfangs ſehr gelehrſam in der Un-

terweiſung ſo ihnen gegeben wurde; nachdem aber das verhalten der Portugielen denvornembſten Cubernatorn und den jenigenwelche bey Hoffe in groſſem credit waren/misfallen/ haben ſie de dem Keyſer einenUnwillen erweckt/ und weilen die Bon-zier/ als Prieſter des landes einen ſtarckenEyfer wieder dieſe newe Religion bekamen/erregten ſie von zeit zu zeit Verfolgungenwider die newglaubigen lapaner un-ter dem Vorwand/ als wenn ſie der gehei-men Anſchlaͤge der Portugitſen theilhafftig we-

Der Glaube nahm richts deſtowenigertaͤglich zu/ und vielleicht hatte dieſe gantze

Veſche die Nation endlich denſelben angenommen/3 wan der Geitz und die Boßheit der Ehriſtenern., ſelpſten/ nicht die vornembſte hindernus der

Bekehrung geweſen. Die Holländer habenzwar ihr euſſerſtes gethan/ umb die ſchuld die-ſes Ubels der Portugieſen Hochmuth und Un-gebühr beyzumeſſen/ aber aus dem jenigen/ kan

ue, man von der rechten warheit urtheilen; waswntlicgn ang ein Hollander ſelbſt nahmens Leonhard

wortliS

Campen, hiervon geſchrieben/ daß nem-lich wann in ſelbigem Land/ die ſeiner Na-

tion befragt worden/ welcher Religion ſie

zugethan weren/ haben ſie pflegen zu antwor-ten. Ich bin kein Chriſt/ Ich bin ein

Hollander. Mein vorhaben iſt hier nicht zu

ſtraffen das die gantze Nation dieſe ver-dambte That gut geheiſſen/ aber wohl dar-zuthun wie weit die Gewinſucht in der See-len eines der von der Hollaͤndiſchen Compa-gnie zu dieſer neuen Beſtetigung inſonder-heit angewendet worden/ ſteigen koͤnne/ umb-zuzeigen wie ſchaͤdlich es ſey boͤſe Amptleute zuerwehlen/ wen man eine Handlung in entle-

Beſchretbung genen Landern auffrichten wil. 5einer erſchroͤck⸗ Nach deme die Hollaͤndiſche Compagni

ichen that

eines Hollaͤn-

der Oriemaliſchen Indien ein Schiff/ nach

dischen Prgli- Batavia zugehen/ ausgeruͤſtet hatte; wurſ-denten in la- den nach gewohnheit 12. Juͤngling und ſo

pan.

Sein Bat-terland.

viel Junge Maͤgdlein/ ſo man auß denHoſpitaͤlen zu Amſterd am oder andern

Stadten/ da die abfahrt geſchicht/ zunehmen

pflegt/ Zu ſchiſſe bracht; Unter der zahldieſer Knaben befande ſich einer welcher be-ſtellet war in der Kuchen zudienen/ aber dasUnglück wolte von der zeit an/ daß er eins-mahls ein Anſtiffter/ eines des groſtenUnglücks ſo in unſerm Seculo ſich zugetragen/ſein ſolte/ man ſagt er ſey von Bruͤſſel gebür-tig geweſen/ welches ich nicht wohl Glaubenkan/ ſintemal ich weiß das die Niederlaͤnderaufrichtige und gute deute ſeind. In waͤhren-

Sutter Vero der Reiſe beobachtete der Kauffman daß die,

band.

ſer Jüngling von gutem Verſtand ſo eineanzeigung daß er kuͤnſſtiger zeit der Com-agnie in anderm wurde bedient ſein konnen/ derowegen lies er denſelben im leſen undſchreiben unterweiſen/ der Jungling profttir-te hierinnen der maſſen/ daß er nach an-

kunfft zu Batavia, tüchtig beſunden wur Seme alde/ eine hohere ſtell zubedienen. Nachdem kunft 1nun das Schiff daſelbſten angelangt; Barrawurde von dem Generalen und deſſen Nathbeſchloſſen daſſelbe mit einem theil der La-dung ſo aus Europa kommen/ nach lapan zu leſchicken. Der Kauſſman wurde neben etli-chen Officierern beordret dieſe Reiſe zuthun;Das goͤttliche Verhaͤngnüß aber wolte dasder Unterſchreiber ſtarb/ als ſie kaum vonBattavia abgefahren waren/ und der Kauff⸗ amann warff ſein abſehen auff bemeldten webtJüngling ihme dieſe ſtelle zuvertrauen/ daß an Ambter dan ſehr tüchtig war/ ſinemal der Kaußß nauemann ſonderbahren Fleis angewendet ihn inder Indianiſchen Handlung zu unterrichten/und weil er von Natur mit einem guten Ver-ſtand begabt/ hat er dieſe geſchickligkeit ohnemuͤhe erlangen konnen.

Nach Ankunfft der Schiffes zu Fierando;befande dieſer newe Unterſchreiber daß er kei-

ch lapal

nen bequemern Ort erwehlen konte ſeine

Wolfarth zubefoͤrdern/ als dieſen; machtedemnach den anſchlag ſeinen Gutthaͤter zuver-laſſen und daſelbſt zudſeiben/ Als der Kauff-man bereit ware wiederumb abzuſeglen/ nndnach Battavia zu kehren/ verbarge ſich der 90Unterſchreiber/ und merckte man deſſen ab. Sen uhweſenheit nicht eher als da das Schiff bereite muweit in der See; wie er ſich nun in Sicherheit unwuſte/ kam er wiederumb in das Concosaldaer mit einem beampten Freund ſchafft ge-macht/ und erlernete in kurzer zeit desLandes Sprach ſo wohl/ daß er derCompagnſehr nuͤtzlich ſein koͤnte/ und bey den Inwoh-nern/ mit denen er faſt allein die gantzhandlung fur die Hollander in lapan führte fhochgeachtet wurde/ wegen ſeiner Dienſte 11d zi,und Geschicklichkeit ward er endlich zu einem ErgenPræſidenten des Contors erhoben/ das al. vac,ſehen ſo er durch dieſes Ambt bekommenmachte ihme groͤſſere Hoffnung; und waldemſelben nicht genug/ die handlung in dies

ſem Koͤnigreich fur ſeine lation fort zuführen/ 5 bochondern er nahm ſich für alle andere dapor Fee deauszuſchlieſſen. Die Portugieſen(wie hie⸗ am acevor gemeldt) hatten am erſſen darin nach makgehandelt/ und ihre Contor waren bereits/ gehaluber hundert Jahr daſelbſten geſtaude

Die Chriſtlich- Religion wurde mit Ihle, 1angeführt; ſintemahl dieſe Volcker d, Het,ſortpffanzung des glaubens deſto feind e. uhfriger ſind/ leweniger Eyfer die Hollander de hhaben: Wie der Prelident ſahe daß die rn 0paniſche Chriſten nur allein mit den eren

gieſen wolten zuthun haben /als die deer

fänger bekant/ und in der Handlung getkenſe

und aufrichtiger befunden wurden ihre 90gedachte er dieselben bey Hofe durch uad Bie l.

u. R

eigene Religion verdaͤchtig zumachen un chlag dach,verleitete durch groſe en die Statl⸗ 1 validenhalter der Provintzen und groſſe Herzen pordas ſie enen vorhaben beyſtunden. Den antugieſen hingegen manglete es au uch eenguten Freunden die auff ihrer ſeite ge demweren/ und ob ſelbige zwar nicht Stand

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