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[Erster Band.]
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mittel zusammengebacken ist, überdeckt: meistens findet sieh unter diesem Sande auf der Kohlenoch ein schmaler, kalkartiger Bestrich. Die Kohle und auch der Letten enthalte noft blättri-gen Gyps eingeschlossen, der in kleinen Drüsen linsenförmig krystallisirt erscheint.

Auf den grossen Flächen des Berges 1Ans, auf dem rechten Ufer der Romansche, aufeiner Höhe von 2i45 Metres, wo dermalen keine Bäume mehr wachsen, deren Gränze 58oMetres tiefer liegt, findet man in ausgetrockneten Mooren fossiles Holz, dessen Textur nochgut erhalten ist, das man für Birken-, Erlen- und Lerchenholz hält. Es ist schwarzbraun vonFarbe, halb verkohlt, und verbreitet bei dem Verbrennen einen bituminösen Geruch.

Der fossile Wald, den Hr. de la Fruglaye auf den Küsten von Bretagne bei Morlaix entdeckte, war bloss von Meeressand überdeckt, und lag auf einer Thonschichte. Eichen, Er-len, Birken, Piotlieiben waren leicht zu erkennen, die weisse Rinde der Birken wohl erhalten;ein Eibenbaum halte noch seine rothe Farbe, und -War ganz weich, verlor aber an der Luftnach wenigen Tagen seine Farbe, und wurde hart. In tiefem Lagen war das Holz schon inbraune Erde zerfallen; Blätter, Gräser, Schilfpflanzen fanden sich lagenweis überfdem Holze.

Der fossile Wald hei Soriano enthält Bäume, in welchen bloss das Mark ganz in Bitu-men verwandelt ist. Die Bäume, welche in den Hügeln nahe bei den fossilen Knochen gefun-den werden, bestehen, die Rinde ausgenommen, ganz aus glänzendem Bitumen, doch sieht manmit Bestimmtheit, dass sie den Nadelhölzern angehören. 32 )

Die Umbererde bei Brühl und in Liblar bei Kölln gehöret unstreitig geognostisch undbotanisch zu der Braunkohle. Die Umbererde selbst ist nichts als aufgelöstes verwestes Holz.In einer Tiefe von 3o Fuss werden beträchtliche Stücke von Palmenstämmen und Palmfrüchtengefunden, wie uns Hr. Faujas de St. Fond und Fischer berichten.) Die Holzstämme, dieman als solche erkennet, sind nach Hm. Fischer sehr verschieden. Man findet Stücke von2 4 Schuh lang, 7 8 Zoll breit und 4 5 Zoll dick, (also elliptisch, wie bei der Schwarz-und Braunkohle und dem versteinerten Holze,) zuweilen sogar Baumstämme, die etwas mehr alszwei Zoll im Durchmesser, und 12 1 5 Schuh Länge haben. Wenn sie aus der Grube her-auskommen, lassen sie sich mit der Säge und dem Beil behandeln. In der Luft blättern sie sichallmählig ab, wie man es in der Abbildung T. I. £ d. bei Fischer nachsehen kann. 34 ) Wur-zeln und Aeste wurden noch nie gefunden. Diess könnte auf die Vermuthung führen, dass dieseBäume zu jener Abtheilung der Palmen gehören, die durch die Dünne ihrer Stämme sich denArundinaceen nähern, wie die Kunthia montana, Aphanes praga, Oreodoxa fri-gida, die Humboldt und Bonpland beschrieben haben. 3S ) Die Meinung des Hin. Hüpsch,dass hier ein solcher Wald an Ort und Stelle verschlungen worden sey, dünkt uns nicht sounwahrscheinlich, als Hrn. Fischer. Die abgerundeten Steine, die in der Folge der Zeit dieUmbererde, so wie die Steinkohle überdeckten, haben eben so wenig Zusammenhang mit diesenbeiden Formationen, als die spätem neptünischen Aufschwemmungen über der Asche von Pom­ peji mit dem Aschenregen, der diese Stadt verschüttet hat.

Die botanischen Bemerkungen, die wir den Naturforschern über die Formation der Schwarz-und Braunkohle vorgelegt haben, stimmen mit den von Hrn. v. Vogt schon vorlängst gemach-ten geognostischen Bemerkungen, mit denen wir im Allgemeinen einverstanden sind, ganz über-ein: dass nemlich die beiden genannten Formationen zwei ganz verschiedenen Epochen der Um-bildung unseres Erdballs angehören, die dieser im Laufe der Zeiten erlitten hat.

Die Versteinerungen und Abdrücke in den Steinbrüchen von Oeningen, wenn andersden Nachrichten des D. Karg ganz zu trauen ist, 3S ) scheinen beide Epochen zu verbinden.Nach ihm findet sich daselbst unter 12 abwechselnden Schichten» von Stmkstein mit Abdruckenvon Pflanzen, Schaalthieren, Vögeln, Fischen und Amphibien, eine Lage von Schieferkohle.

Die Beschreibung der Pflanzen, die der Verfasser nach dem Vorbild von Scheuchzer unterden heimischen Vorbildern zu erkennen glaubt, gewähret kein sicheres Urtheil. Es wäre sehrzu wünschen,dass diese Steinbrüche sowohl als jene von Solenhowen bei Manheim durchGeognosten und Botaniker genau erforscht und beschrieben würden.

32) Nova scelta cTopusculi inieressanti nelle seiende e le arti 2 . p. 5j.

55) Faujas de St. Fond Ann. du Mus. T. 1. p. 445. t. XXIX. Journ. des Mines no. 3 .XXXFI.anV- p- 8 9 3_ 91 4.

34) Gotthelf Fischer , naturhistorische Fragmente. 4°. Frankf. 1801 .

35) Humb. et Bonpl. Nov. gen. plant, ed. Kunth. T. I. p. 243.

36) Karg , über den Steinbruch bei Stein am Rhein .

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