Band 
[Erster Band.]
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V e r s u c h

einer geognostisch- botanischen Darstellung

der Flora der Vorwelt.

Die fortgesetzten Untersuchungen unserer Erdkruste haben uns, seit einem 3ahre, mitneuen und erneuten Hypothesen über die Urwelt und Jetztwelt, mit zahlreichen Beobach-tungen über die Petrefakten, die Steinkohlen und ihre Ablagerungen, und über die Ana-loge der fossilen Pflanzen bereichert.

Durch Erfahrung überzeugt, dafs die tief verborgenen, durch wiederholte Revoluzio*nen zum Theil überdeckten, oftmals veränderten Hieroglyphen der Vorzeit nur durch ein vor-urtheilfreyes, richtiges und besonnenes Betrachten und Beobachten der Natur selbst errathenoder entziffert zu werden vermögen, werden wir, gleich wie im vorigen Jahre, jene An-sichten und Nachrichten, nach ihren verschiedenen Abtheilungen, den Naturforschern zueiner wiederholten Prüfung vorlegen. Urwelten lassen sich, aus planetarischen und kosmi-schen Kräften, nach Belieben in Zeit und Raum wirkend, eingeschaltet, behaglich, zwischenvier Mauern erbauen, so wie wir deren nun jährlich erscheinen sehen; ob sich die Spurendieser häuslichen Gebäude auch in der freyen Natur nachweisen lassen, mufs der Naturfor-scher untersuchen, und der Wahrheit getreu aussprechen.

Über die S teinkoblenformati on im Allgemeinen.

Die von Ebel schon früher ausgesprochene Hypothese elektrochemischer Einwir-kungen hei der Bildung der Erdrinde scheinet für eine Zeit jene der herabstürzendenPlaneten, und Verwechslung der Pole verdrängt zu haben. Mehrere Schriftsteller habenhierauf ihre geognostischen Systeme gegründet, von denen wir einiges anführen wollen.Bergamtsdirektor Schmidt zu Siegen leitet hievon die Bildung der Gänge ab. *)

Wir wollen ihn seihst sprechen lassen :Die tief unter dem Granit verborgenenLager, welche die Veranlassung zur Senkung des Gebirgsgesteins und zur Entstehung derGangspalten gaben, mufsten, in Ansehung ihres Mischungsverhältnisses, in verschiedenenTiefen verschieden, in ein und derselben Tiefe aber gleichartig und überall von einer sol-

1) Darstellung mehrerer allgemeiner Verhältnisse der Gänge und der Beziehung der-selben zur Formation des Gebirgsgesteins. Im Archiv für Bergbau und Hütten-wesen von Karsten. Mer Band, ites Heft. Berlin X821.

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