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ganz eigenthümliche , schuppenartige Struktur; auch läuft sie, wenn sie einige Zeit an derLuft gelegen hat, bläulich grau, ja selbst indig- und schmaltblau an.“
„Bei den Fischabdrücken im Mansfeldischen ist die Körpermasse des Fisches in eineArt von Pechkohle. um gewandelt worden, so, dass diese jetzt als Abdruck die Stelle desKörpers ersetzt und einnimmt. Diese Pechkohle, die sich bisweilen wirklich* schon demschlackigten Erdpech nähert, ist nicht selten zugleich mit Kupferkies, Kupferglas und Bunt-kupfererz gemengt. “
Alle diese Kohlen sind wohl von unsren gewöhnlichen Schiefer - und Glanzkohlen zuunterscheiden, obgleich der vorhandene Schwefelkies, der wol auch die Ursache des Farben-spiels seyn mag, auf eine ähnliche Bildung hindeutet. ,
Ausführlicher, und mit unsren Ansichten übereinstimmend hat d’Aubuisson die Entste-hung der Steinkohlen abgehandelt. 12 ) Nöggerath hat die wichtigsten Stellen in seinem frü-her genannten Werk angeführt, um die Plypothese von Raumer zu bekämpfen, daher wirsie nicht wiederholen wollen; doch müssen wir auf den Antheil aufmerksam machen, dender Schwefel an der Steinkohlenbildung zu haben scheint. Die Versuche von Hattchet,die dort angeführt werden, beweisen, dass die Wirkung der Schwefelsäure auf die Vegetabi-lien einen viel gröfseren Theil ihrer Masse in Kohle verwandelt, als die Verkohlung durchFeuer. Hundert Theile Eichen - Sägespähne mit Schwefelsäure behandelt, gaben ihm 45Theile Kohle, während auf dem trocknen Wege nur 20 Theile erhalten wurden. Ferner istdie durch Schwefelsäure erzeugte Kohle hart und glänzend, sie brennt langsam, wie diemageren Steinkohlen, und ihre Asche giebt kein Alkali. Bitumen konnte Hattchet aus denvegetabilischen Substanzen durch die bekannten Prozesse nicht darstellen; auch Graf JoachimSternberg, der in dem Jahr 1807 ähnliche Versuche unternommen, hat aus Fichtenholzeine Kohle dargestellt, die dem Antrapit am ähnlichsten war, mit geringer Flamme, mehr glü-hend als brennend sich langsam verzehrte, ohne eine Spur von Bitumen zu zeigen. Wir er-innern uns, Fichtenspähne gesehen zu haben, die, so weit sie aus der Flüssigkeit hervorrag-ten, unverändert geblieben waren, indess der untere, in die Flüssigkeit versenkte Theil, sichganz in Kohle umgestaltet hatte. Es ist zu bedauern, dass diese Versuche durch den Todunsres Bruders unterbrochen, und keine weitere Notizen darüber vorgefunden worden sind,als ein angefangener Brief an Herrn Pictot. Durch die Versuche von Hattchet wirddem Einwurf von Proust begegnet, dass keine Pflanze so viel Kohlenstoff liefert, wie dieSteinkohle ; die Gegenrede von Proust und Kirwan, beseitigt Steffens in seiner jüngstenAufserung über diesen Gegenstand, indem er sagt: „zeigen uns nicht eben die vegetabili-schen Substanzen die überraschende Erscheinung, dass eine ganze Weit eigenthümlieherBildungen, Säuren, Fette, und ätherische Öle, Gummi, Harze, Gummiharze, Alkohol, Äther,Gasarten, aus den nämlichen Bestandteilen (Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff) sichentwickeln, so, dass kleine Schattirungen des Prozesses eine alte bestehende Eigenthümlich-keit zu verwischen, eine neue hervorzurufen im Stande sind? und wir sollten uns wundern,wenn die Natur, die mit grofsen Massen, in langen Zeiten, auf unbekannten Wegenoperirt, eine eigenthümliche Bildung hervorruft, die wir nicht darzustellen vermögen? 13 j“
Überhaupt scheint uns ein negativer ßeweis, der davon hergenommen wird, dass dieChemiker dasjenige nicht herzustellen vermögen, was die Natur mit ihrem grossen Apparaterzeugt hat, von keinem .besondern Belang, da sich die Verhältnisse der Kräfte dieser Werk-stätten nicht vergleichen lassen; man muss aber anderseits von der zu sinnlichen Vorstellungabstehen, in den Steinkohlen sonst nichts als mechanisch begrabene Wälder zu sehen. Selbstin den Pflanzenabdrücken, ja in den aufrecht stehend gefundenen Bäumen ist die innereStruktur des Holzes, jede Spur der Holzfaser, gewöhnlich so ganz verschwunden und ver-wischt, dass dem Botaniker die Möglichkeit benommen ist, hierauf irgend eine Bestimmungzu begründen. Dieses setzt doch wol eine vorangegangene Auflösung voraus, die iiber-
12) D'aubuisson de Voisin traite de geognosie. T. II. p. zg 3 — 3 00.
13) Nöggerathi etmt a. O. p. 2.2.
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