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[Erster Band.]
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migen Wirkungsart der Schwere, die im Anfang durch Aufstürze von bedeutenden Weltmas-sen in ihrer Wirkung nach nicht gestört wurde, im Anfang gehabt haben, und auf welcherdie halbe gemäfsigte Zone, in welcher die Länder Europas und Asiens liegen, in der heifsenZone gelegen hat, und solche mufs daselbst gelegen haben, wenn jene Menge von grofsenLandthieren in unsern Gegenden sollen gehaust haben, und jene grofse Menge von Pflanzen,die nur das heifse Klima leiden, hier sollen gewachsen seyn, deren Überreste wir theilsversteinert, theils als Abdrücke unter Felsenmassen hin und wieder verschüttet finden.

Ohne uns hier weiter darauf einzulassen, welche Femperatur nöthig war, die Pflan-zen der Vörwelt hervorzubringen, deren Abdrücke wir besitzen, wollen wir uns vorzüglich

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darum bemühen, das bereits Gefundene zu sammeln, aneinander zu reihen und seines Orts,so gut wir es vermögen, zu bestimmen.

Die meisten Nachrichten, die wir in früherer Zeit über Pflanzenabdrücke erhalten ha-ben, dienen uns hauptsächlich nur dazu, den Satz zu bestätigen, dafs bei jeder Steinkohlen-ablagerüng ungefähr dieselben Pflanzenabdrücke gefunden werden. Von den Abbildungen inden Werken älterer Schriftsteller können viele nur zweifelhaft angeführt werden. DurchFaujas de St. Fond und Herrn von Schlotheim geweckt, wurde die Aufmerksamkeit wie-der auf diesen Gegenstand zurückgewandt; man bemerkte und zeichnete die Pflanzenabdrük-ke sorgfältiger, charakterisirte sie jedoch noch nicht hinlänglich.

Frei sieben unterläfst in seinem mehrmals berührten Werke über die Kupferschiefer-formation, zwar nie, die Versteinerungen jeder Formation besonders anzuführen; aber ergiebt sie blofs im Allgemeinen an. In den Mannebacher Steinkohlenwerken werden vieleAbdrücke gefunden, vorzüglich Farrenkräuter. 38 ) Sie scheinen in früherer Zeit noch häufiger

gewesen zu seyn, da nach einem Grubenbericht vom Jahre 1695 39 ) ein Theil des Stollens

mit dem Namen Kräutergebirg belegt wurde, wo Über dreifsig Arten verschiedener Pflanzen,und in Menge gefunden worden seyn sollen. Auch in der Lettenkohle des Muschelkalkge-birges im weimarischen und gothaischen Gebiete , und in dem thonigen Sandstein der Ge-bend von Stuttgard, kommen Abdrücke von Pflanzen und Samen vor. 40 ) Blätter-Abdrückeverschiedener Art, worunter einige von 6 Zoll Länge und % Zoll Breite, besitzet der Ver-fasser in seiner Sammlung; sie sind aus den Mansfeldischen Revieren 6. 7. und 3 i. «) Die

Pflanze, die der Verfasser T. I. f. 1. hat abbilden lassen, ist schwer zu enträthseln.

Ausführlicher hat Steininger mehre Abdrücke aus verschiedenen KohlenwerkenDeutschlands beschrieben; jedoch ist, ohne beigefügte Abbildungen, auch hier schwer aufsKlare zu kommen. So wird z. B. ein Abdruck aus dem Friedrichsthaler Steinkohlenwerkefolgendermafsen charakterisirt:kleine dreieckige Knoteneindrücke in langen Reihen, mit et-was Kohle in ihrer Mitte so gegeneinandergestellt, dafs immer vier in einem Rhombus liegen,dessen Seiten zwei Linien lang sind. Am häufigsten' sind die Angaben von schilfarti-ven Pflanzen und Farrenkräutern. Die im Thoneisenstein über der Kohle vorkommenden

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jungen Baumstämme mit Abgliederungen und Streifen , scheinen Calamythen zu seyn. DasHexogonum carbonarium, das der Verfasser mit Palma caryotica, Kämpfer amoen. exot. p.770. T. III. F. 1., vergleicht, ist unsere Alveolaria hexagona Palmocithes hexogonus Sehlot-heim. Auch in einem spätem Werke desselben Verfasser werden Abdrücke von Dattelpalmenund baumartigen Rohrstämmen angegeben, aber nicht beschrieben 42 ).

38) Freisieben, L eit. T. IV. p. 183.

39 ) Bericht einer her liehen Bergsituation etc. Leipzig . i6c)5. in gto Freisiebenam. a. O. in der Note.

40 ) Fr ei sieben, a. a. Ö. p. 3z4,

41 ) Freisieben, T. Ul. p. 18 z .

42 ) Johann Steininger Geognosiische Studien am Mittelrhein. Maynz i8i<)p. 68 und folg -; desselben Erloschene Vulcane in der Eifel am Niederrhein .Maynz i8zo. p. 110 ,

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