Band 
[Erster Band.]
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26
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Rbytidolepis gemacht; der Verfasser glaubte diesen Namen: Lepidodendron, ganz unter-drücken zu müssen, indem keine eigentliche Schlippen vorhanden sind, sondern was sichlinier dieser Form darstellt, blofs der Eindruck ist, den der Blattstiel zurückgelassen hat.Diefs war uns nicht unbekannt, wie man aus den Beschreibungen im ersten Hefte sehen kann.Martius nennt diese Eindrücke Narben, Nees von Esenbeck Läubansätze. Dafs diese Laub-ansätze eine grofse Aehnlichkeit mit Fischschuppen haben, geht daraus hervor, dafs sie vonden Arbeitern iii England Und Teutschland für Fischabdrücke gehalten wurden, wie schonHill bemerkt hat:dafs die fälschlich für Fischsdhuppen gehaltenen Abdrücke Baumrindenunbekannter Gewächse seyen. 3 *) Auch Pltiinier in seiner Beschreibung der Filix arboreapinnulis dentatis (Cyathea arborea Willd.), spricht von der Aehnlichkeit dieser Blattan-sätze mit Schuppen. 3 2 ) Dafs man aber nach äussern Aehnlichkeiten Pflanzennamen gebildethabe, liefse sich durch hundert Beispiele in dem Systeme nachweisen.

Diese beiden Gattungen hält der Verfasser für baumartige Farren; als Analoge wirdein Stammstück Cyat'ma excelsa Willd. abgebildet, mit der Bemerkung, dafs bei den fossi-len Stämmen die Eindrücke der Laubansätze viel gedrängter zusammen stehen, als bei denuns bekannten baumartigen Farren der Jetztweit. Nebst der Cyathea werden noch mehrereFarrendurchschnitte datges teilt, um die Aehnlichkeit in der Bildung der Gefäfse, die bei denAbdrücken von uns Drüsen genannt wurden, zu zeigen.

8. Sagenaria. (Lepidodendron Sternb.) Stamm ohne Catmelirung und Abgliederungmit rhombisch-konischen Warzen (tubercula), mit einem scheibenförmigen abge-rundeten Eindruck.

Der ganze innere Raum des Laubansatzes, den wir squama genannt haben, keifst alsobei dem Verfasser tuberculum, und der eigentliche Anheftungspunht, den wir als Schild(scutum) bezeichneteri, heifst ihm Eindruck (Impression). Von den Drüsen, die zur Unter-scheidung der Arten nicht undienlich sind, geschieht in der zur Flälfte negativen Definitionkeine Meldung.

Diese Abdrück,e, zu denen unser Lepidodendron dichotömum, lycopodioides, phlegma-ria etc. gehören, rechnet der Verfasser zu den Lycopodien, was ganz mit unserer Ueberzeu-gung übereinstimmt. Er bat mehrere Lycopodien abbilden lassen, um die Aehnlichkeit desBaues bestimmter nachzuweisen.

Q. Stiginaria. (Variolaria Sternb.) Stämme ohne Cannelirung, noch Abgliederung,runde Eindrücke. T. I. F. 7.

Der Gattungsname, Variolaria, wurde von dem Verfasser vertilgt, weil er schon ver-griffen ist. Diefs war uns nicht unbekannt, wie wir es in der Note p. 22. des ersten Heftesausgesprochen haben. Da jedoch Moränd dreifsig Jahre früher als Acharius Und Bulliardder fossilen Pflanze diesen Namen ertheilt hatte, wodurch ihr nach den vorgeschriebe-nen Regeln das Prioritätsrecht gebührt; so glaubten wir, um konsequent zu seyn, ihn bei-behalten zu müssen. Diese Abdrücke ist Brongniärt geneigt für Dicotyledone zu halten,ohne sich bestimmt über die Gattung zu erklären.

III. Klasse. Stämme und Blätter vereint, oder getrennte Blätter.

Dieser Charakter einer Klasse scheint uns Unhaltbar. Stämme mit Blätter vereint zei-get unser Lepidodendron dichotomum T. II et Hl. und Variolaria ficoides T. XII. F. 2. DerStamm ohne Blätter T. I et XII. F. l. würde also zu der zweiten, jener mit Blättern zu der

3 1) Hill Natural Ilistory. London 1748. T. I. p. 640 .

32) Fihoc arborea pmnuhs dentatiSy caudxcexn a 7 adice exxnttit unietnn rectum 10 12

pedes altum , s aepissUne scjuamulis membranaceis leucophaeisque oxnnino contectuxn,quibus decidentibus superficies caudicis exterior appciret dura et lignosa, totaforammibus perfossa, vestigiisque costarum pro vetustate cadentium reticulatim,aut veluti squamatim insculpta.

Plum. Filices p. 2. T. 1. 2 . Amer. F. 1. 2.