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wurden, theils aufrecht stellend, tlieils verworren durch einander' liegend, in den Fluthenbegraben.
Die von der Vegetation entb'iöfste Oberfläche wurde aber, bis nach einem bedeu-tenden Zwischenräume neue Wälder sich bilden konnten, auch abgespült, und in der näm-lichen Richtung fortgeführt, und so bildeten sich Zwischen-Schichten mit Trümmern vonVegetabilien, oder das Dach der Kohle mit den Abdrücken der Bäume, deren Holzfaserbereits ganz aufgelöst, die Rinde aber, die der Auflösung länger widersteht, nöch erhaltenwar. Diese Periode mufs so lange gedauert haben, bis die Donau am südwestlichen Abhangedes Böhmerwaldes, und die Elbe am nördlichen Gebirge gegen Sachsen , die Dämme, die siegefesselt hielten, gesprengt hatten. So wie diese beiden Flüsse nur um 300 Fufs berabsanken,änderte sich die ganze Gestalt der Länder. Aus einem grofsen See entslanden deren mehrere;in Bayern der Inn-, der Iser-, der Ampersee, in Böhmen der Eger-, der Moldau -, -derAdlersee u. s. w. Aus Inseln wurden zusammenhängende Festländer; es bildete sich ein Bin-nenland. Die Verhältnisse der Atmosphäre wurden geändert, es trat eine reichere, eine mehrgemischte, Vegetation an die Stelle der frühem und einfachem. Die von den Gebirgen herab-fallenden kleineren Flüsse hatten durch einen langem', Lauf an Gewalt zugenommen, die durchdie kleineren Seen nicht abgestumpft werden konnte; sie suchten ihrerseits auch ihre Fesselnzu durchbrechen, um sich mit den Hauptströmen zu vereinigen, wozu ihnen zum Theil schonbei dem ersten Rückzug die Wasser den Weg gebahnt hatten. In dieser Periode wurdenaus der neuen Vegetation die Thonkohle gebildet, die in dem tiefsten Thale Böhmens , demEgerthale, abgelagert ist, das damals wahrscheinlich durch das Töplitzer Thal der Elbe ent-gegen gieng, welches mehr als 300 Fufs tiefer liegen dürfte, als die Sohle der Porphyrkohle"
Als endlich die Flüsse sich alle mit der Elbe und der Donau vereinigt hatten, unddiese nach und nach zu ihrem jetzigen Niveau herabsanken, so wurde Böhmen, Bayern undSachsen ein trocknes Land. Dort ist unermefslich tiefes Gerolle und Lehm; hier eine Deckevon Sandmergel und Plänerkalk mit Abdrücken von Pflanzen der Jetztwelt mit Blumen undStaubfäden von seltener Vollkommenheit, aus den meisten noch hier lebenden Gattungen,uebst zahlreichen Versteinerungen von Sehalthieren, über einen grofsen Theil des Landes ver-breitet, den augenscheinlichen Zeugen der letzten Wasserbedeckung. Was hier Beispiels hal-ber von zwei Ländern gesagt wurde, läfst sich mehr oder weniger deutlich in allen Lan-dern nacliweisen, wie denn auch irgend eine Art von Steinkohle fast in jedem Lande nichtnach der politischen, sondern nach der natürlichen Gränze betrachtet, vorkömmt. Ob min,während des Zeitraumes dieser Periode, noch ein- oder mehrmal gesalzene Wasser herein'ge-treten, und über Süfswassersclialthiere wieder Meerschalthiere abgesetzt haben, wie diefs inder Umgegend von Paris der Fall ist, wollen wir hier unberührt lassen, da in unserer Kohlegar kein Schalthier vorkömmt. Was aber für Pflanzen, unter den vorausgesetzten Verhält-nissen , damals vorhanden seyn könnten, wollen wir genauer erwägen. Eine höhere Tem-peratur haben wir mit vielen andern Naturforschern angenommen, doch möchten Wir sie fürdie Zeit nach der sekundären Gebirgsbildung nicht höher anschlagen, als nötkig war, Palmenhervorzuhringen, deren einige auch jetzt noch, wie Goreoxylon andicöla, in höherenRegionen und weniger hoher Temperatur angetroffen werden.
Bei dem dreimal gröfsern Wasserspiegel als der Kontinent, haben wir auch eine feuch-tere Atmosphäre annehmen müssen, so wie sich denn auch hei vielen Bfetn urtd Inseln vielemoorige' oder den Ucberschwemmungen mehr ausgesetzte Gegenden denken lassen. Die Ve-getation möchte daher zum grofsen Theil aus Gras und Rohrarten, aus Pflanzen, die in feuch-ter Atmosphäre gut gedeihen, bestanden haben, die höheren Bergspitzen ausgenommen, diewohl auch andere Pflanzen beherbergen konnten. Ob wir aber aus der Jetztwelf, die sichunter ganz andern. Verhältnissen befindet, die Vergleicbungsputtkte abziehen können, ist unsnicht ganz einleuchtend, da zwischen dem damaligen und dem gegenwärtigen Zustände desErdkörpers ein so grofser Unterschied obwaltet, dafs sieh eigentlich kein bestimmter BezugausiiiittelU läfst.
Die Formen der Pflanzen, welche uns die Bestimimingscharaktere darbieten, sind dochwohl durch das Mischungsverhältnifs ihrer Beständtheile, und die Verbindung mit Licht undWärme bedingt. Wenn daher, wie höchst wahrscheinlich, damals andere Verhältnisse in
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