Band 
[Erster Band.]
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der

Erklärung

Kupfertafeln.

T. XXVII. ist ein Bruchstück eines gröfsern Baumstammes, der wie gewöhnlich sichnach den Ablösungen des sandigen Schieferthons abgegliedert hat, von 11 £ Zoll Länge und 4*

Zoll Durchmesser , da wo er am stärksten ist.

In der Umgegend von Ohrenburg, an Asiens Vorsaum, werden ähnliche versteinerteBäume nicht selten gefunden. Die nahe zusammenstehenden, hier und da etwas verschobe-nen, schuppenförmigen Blattansätze sind nicht bestimmt genug angegeben, um eine genaueBestimmung zu gestatten ; doch kann man erkennen, dafs es eine in der Familie der Lepi-dodendron verschiedene Form ist, die wir Lepidolepis nennen. Sie gehört ebenfalls zuder ersten Vegetation.

Zu Kathrinen bürg in Perinien werden in einem bituminösen Schieferthon Abdrückevon Farrenkräutern gefunden, die mit einer glänzenden Kohlenhaut bedeckt sind. Die Zeich-nungen davon waren zu keiner Abbildung geeignet; wir führen sie blos an, um zu zeigen,dafs unter allen Zonen in denselben Formationen ähnliche Abdrücke Vorkommen, die aufeine gleichnamige Vegetation der Vorzeit hindeuten. Die Mitheilung dieser beiden Zeich-nungen verdanken wir dem Herrn Garten-Direktor Fiscker in Gorrenky.

T. XXVIII. aus den Sammlungen des Herrn Grofsherzogs von Hessen, in Darm-stadt, initgctheilt von Herrn Akademiker Nau in München . Dieser Abdruck hat Aehnlicli-keit mit verschiedenen Abdrücken der schlesischen und böhmischen Steinkohle, die wir T. X.

F. 2. und Rhode T. IV. F. 4- 5. 6. abgebildet haben, von denen er sich jedoch durch dieverschiedene Form der schuppenartigen Blattansätze und des ablangen Schildes unterscheidet.Wir nennen ihn L epid o dendro n app endiculatum.

T. XXIX. F. 1. 2. Abdruck erster und zweiter Klasse nach Rhode, ohne eigentlicherKohlenhaut aus dein Kohlenwerke hei Swina .

Bei der ersten Ansicht des Blumenahdrucks wäre man versucht, ihn für den Abdruckeiner unbekannten Cuctusblüthe anzuselien; allein die zahlreichen Staubfäden der Cactusar-ten, besonders das ihnen eigenthümliche sehr dicke Pistill, sollten diese bei dem Abdruckeiner, frischen Blume nicht einen tiefem Eindruck zurückgelassen haben, als die flachenBlumenblätter? Wir finden auf den Abdrücken der Pflanzen der Jetztwelt aus der XII. undXIII. Uhmeischen Klasse im Plänerkalk die Staubfäden und Staubbeutel auf das deutlichsteausgedrückt, warum sollte diefs nicht in dem Schieferthon der altern Kohlenformation auchder Fall scyn, wenn sie vorhanden gewesen wären?

Die schuppenartigen Blättei des Blumenstiels gehen allmählich in Kelchschuppen,über, wie dieses bei Syngenesisten öfter der Fall ist, sie schliessen die Blumenblätter ein-,die einzelnen in den Blumenblättern eingeschlossenen Staubfäden, wenn welche in denStrahl vorhanden waren, sind im Profilabdruck nicht sichtbar. Eine Lychnophora Mar-ti us scheint es nicht zu scyn, aber wahrscheinlich ein baumartiger Syngenesist; indefs ge-trauen wil uns nicht mehr als eine Vermuthung zu äussern. Dieser Abdruck war t) Linientief unter Abdrücken von nadelförmigen Blättern verborgen, und mufste behutsam ausgemeis-selt. werden. Möge es uns glücken, einen ähnlichen an einem Stamm oder Zweig zu ent-decken. F. 3. aus dem Kohlenwerk von Boulton in Somersetshire , zu der tiefern ooliti-ächen Formation von Buckland gerechnet, auf grauem Schieferthon, zum Theil mit einerglänzenden Kohlenhaut bedeckt, mitgetheilt vom Herrn Grafen Joseph Breuner, gehört eben-falls zu den Schuppenabdrücken mit runden Schilden, die in der Folge eine Veranlassung zueiner Unterabtheilung darbieten werden; dermalen sind einzelne Definitionen noch hinreichend.

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