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Versucht inan diese Formation durch die Verhältnisse der angrenzenden Gebirgs-Scmchten zu bestimmen, so geräth man in eine nicht geringere Verlegenheit, indem sie sichauf verschiedenen Seiten anders gestalten.
Veiläfst man die Urgehirge des Tatra in den Karpathen, um nach Wieliczhä herab-zusteigen, so begegnet man einer ausgedehnten Sandformation, die alles verdeckt, und selbstnicht genau bestimmt ist : ein Kalklager von angeblichem Muschelkalk trennt sie von dei?Salzfoimation. Kömmt man von der entgegengesetzten Seite von dem Üehergangsgebn'g beiKielic in Pohlen, so schreitet inan über Jurakalk, der in der Nähe von Krakau über die Stein-kohlenformation wegstreicht, und sieht auch diesen am Krakowhügel, eine Stunde von Wie-hczka, ziemlich prallich unter -das aufgeschwemmte Land und die Sanddünen etnschiessen.
Tiitt man weiter zurück nach Ost-Schlesien bis zu der Steinkohleriförmation, folgetsodann dieser, Und jener des Eisen und Galmei führenden Flötzkalksteins , an beiden Ufern derPizeinissa, bis Zll ( j en Marmorbriichen von Debnik und Nova Zora, und endlich bis an daäUfer der Weichsel , die zwischen den beiden ehemaligen Klöstern Tynice und Biclani denKälkiels durchbrocben bat, so sieht man die höheren Kalkkuppen des Cosciusko - Und Venda-Hiigels, das Gebirge hei Podgärze und den Krakow aus dem aufgeschwemmten Lande hervor-,ragen, ohne eine Folgenreihe, noch eine Verbindung mit dem Salze Wahrnehmeri Zu können.
Geht man endlich nach Mähren zurück bis an die Steinkölilenformatiön hei Ostrau ander Qstrawicza, so findet man hei Tetschen einen Kalkstein, der zuweilen bituminös wird,auch mit Schieferthoii Wechselt. Dieser Kalkstein erleidet mehrere Veränderungen, wirdimmer mehr kieslig, je mehr er sich der Salzformation nähert, sowohl bei Böchnia als beiWieliczka , so däfs er am Stahle Funken giebt.
Alle diese Gebirge, die sich von verschiedenen Seiten der Salzformatiön nähern, be-'gifinden niigends, dafs sic nie Salzformation, die bei Boclinia 212 Lachter durehsunken ist,ohne den Salzthon durchgehrochen zu haben , irgendwo unterteilfen: es läfst sich daherauch aus diesen Verhältnissen kein beruhigendes Urtheil schöpfen. Eine genaue Bestimmungder Schaalthieie, die sowohl im Salzthon, als in den verschiedenen Kalkgebilden Vorkommen,wird in der Folge einen bestimmteren Aufschlufs gehen. Wir wollen uns begnügen, wenig-stens in Bezug auf die Braunkohle die Identität dieser mit andern bituminösen fossilen Bäu-men nachzuweisen.
Die ausführlichste ältere Nachricht über dieses fossile Holz findet sieh ln Ficht eisBeiträgen zur Mineral - Geschichte Siebenbürgens 51 ), die wir wörtlich hier einrücken Wollen.
„Nunmcliro folget unter denen im Salz eingeschlossenen heterogenen Körpern derje-nige, der mir der merkwürdigste zu seyn scheint : Ich meine die Holzkohlen, die sich vorungefähr 10 Jahren zu Deschakna in den dort schon aufgelassenen zwei Gruben am häufig-sten fanden, dermalen aber nur in Yisnaka sparsam, und sonst bei anderen Gruben kaumjemals gefunden werden . u
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„In der sogenannten kleinen Grube zu Visnaka fanden die Salzhauer vor einigen Jah-., nach losgebrochener Salzhank, einen noch mit seinen Aesten versehenen, dicken, bisft Schuh langen Holzklotz in der 5oten Klafter des Salzstocks liegen, der in das reine Salzgleichsam ciagewachsen schien. Er wurde in Stücken gehauen, da man Mühe gehabt habenwürde, ihn im Ganzen zu gewinnen. Das gröfste Stück verkohltes Holz, das ich gesehen,War andevthalben Schuh lang und bis fünf Zoll breit, und liegt halb gespalten in der Mitte
eines Salzsteins,
1,011 Fürst Georg von Waldeck Besitzer ist. Es müssen sich solche
Kohlen schon i u älteren Zeiten
..... nach dem Zeugnifs des Wernerus gefunden haben,
„Ich verwahre von Deschakna
fhons, an welchen beid
zwei kleine Stücke aus der 22 ten Klafter des Salz-en 'bc Rinde noch aufsitzt, an einem aber ein Astloch sichtbar ist.\cse tue w ren weiches Fichten- oder Tannenholz, und beweisen vor anderen, dafs sie\ein Feuer aus ö estanden haben, wie ich denn auch alle im Salz sich befindende Kohlen nur
31) J. E. Fichtel,
1 ”80. §. 6l.
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