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land, Frankreich und Deutschland nur höchst dürftige Nachrichten besitzen und in der Kohleselbst bei genauerer Untersuchung organische Pflanzentheile gefunden werden, die denBeweis liefern, dass viele Pflanzenfasern in die Kohlenbildung aufgenommen wordensind. Herr Hutton, hat neuerlich entdeckt, dass unter den verschiedenen Schiefer-lagen der Newkastle-Kohle sich zwei Kohlenlager befinden, die sich in sehr feineBlätter theilen lassen, in denen matt unter dein Microscöpe die Holzfasern sehr guterkennen kann. Zwischen der Reticulation der Holztextur unterscheidet man nochandere Zellen, welche mit einer weingelben Materie, wahrscheinlich bituminöser Natur,gefüllt sind, die so sehr flüchtig ist, dass sie bei geringer Erwärmung, lange bevor dieKohle die geringste Veränderung erlitten hat, verschwindet. Die Form der Zellen istin verschiedenen -Lagen der Kohle abweichend, grösser oder kleiner, mehr oder wenigerin die Länge gedehnt u. s, w., und sie scheinen von verschiedenen Holzarten zu stammen. ’'')Abdrücke Von Rinden der Lepidodendron mitten in der Glanzkohle, kleine Bruchstückeschilfartiger Pflanzenstengel im Anthraeit haben wir selbst schon melmnal gesehen.
Diese Flora auf sechs Familien zu beschränken und in Ziffern auszusprechen, dassin der Flora jener Zeit unter hundert Pflanzen sich 92 Cryptogamen, 6 Dicotyledonenund 2 Monocotyledonen befinden, wie Alexander Bertraud**) und sein englischerUibersetzer Horry gethan, muss einem jeden Naturforscherauffallen, der sieh nur einiger-massen mit dieser Wissenschaft abgegeben hat, da gerade in dieser Flora die meistenPflanzen Vorkommen, die wir in dem Zustande, in welchem wir sie finden, in gar keinejetztweltliche Familie einzureihen vermögen. So viel kann man aber aussprechen, dassdiese Flora, wie es auch naturgemäss ist, einfach, grossartig und in ihren Formen äusserstzierlich war; wir werden auch wahrscheinlich durch die dermal unternommenen micro-seopischen Untersuchungen zu noch wichtigeren Aufschlüssen über ihre Unterscheidungs-merkmale gelangen.
Die überwiegende Zahl der Farrenkräuter in dieser Flora hat Adolph Brong-niart bestimmt, sie für eine Inselflora zu erklären, nach dem Beispiele der Südsee-Inseln, wo dieselben ebenfalls die Mehrzahl äusmachen. Es ist uns auch schon durchAlexander von Humboldt 1 '”"') und neuerlich durch Meyea****) bekannt geworden, dassdie baumartigen Farren am besten in einem sehr feuchten Klima, wie es die Südsee-Inseln darbieten, in einer Temperatur, die sich zwischen 20° und 23° Gels mitt-lerer Wärme erhält, gedeihen. Lindley hat zwar durch einen direkten Versuch nach-gewiesen, dass Farrenkräuter unter Wasser mehr als ein Jahr aufbewahrt sich erhaltenhaben, während andere Pflanzen bei diesem Versuch in Fäuluiss übergegangen sind'J*),und hieraus den Schluss gefolgert, dass dieser Eigenschaft die Erhaltung ihrer Mehr-zahl zuzuschreiben sei. Wir wollen nicht in Abrede stellen, dass diese Pflanzen dieEigenschaft besitzen, der Fäulniss besser zu widerstehen als andere, was auch inneuester Zeit bei dein Schiff brache, den der zurückkelirende, Naturforscher Dumont d’ Urville erlitten bat, bestätigt worden ist, da von den geretteten durchnässten Pflan-zen die Farrenkräuter und Gräser sich durch Trocknen widerhersteilen liessen, wäh-rend andere zu Grunde gegangen sind, was übrigens nicht auffallend ist, da Grashalmeund Farreuwedel gewiss weniger Feuchtigkeit aufnehmen als dicotyledone Pflanzen.Diese individuelle Eigenschaft schliesst aber die Analogie des feuchten und warmenKlimas, in welchem die baumartigen Farren, die in der Steinkohle gefunden werden,
") Proceedinys of the Geological Society in Philos., Maguz. series 3. vol. Ii.p. 302.
.) Al’ Bertrand les Retolutions de Glohe , p. 17. iS. C. Horry the Revolution of
the Glohe , 17. p. 233 ,
: '” v ) Alex. Humboldt de distributione geographica plantarum, p. .97.
'•' ; ') Meyen Grundriss der Pßanzengeographie , p. 270.t) Bindley fossil Flora , fase. 17.
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