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[Zweiter Band.]
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sich sehr ausgezeichnet da; es muss aber auch, wie schon oben gesagt worden, dasLepidodendron punctatum als eine besondere und zu den Farren gehörige Gattung be-trachtet werden, nachdem seine äussere und innere Organisation die Analogie mit denbaumartigen Farren beweist. Diese letztere Gattung ist von mehreren Schriftstellernmit der Caulopteris vermengt, gegenwärtig aber ausgeschieden und Protopteris genanntworden. . .

Es wiederholt sich hier die Beobachtung, die wir schon mehrmals zu machenGelegenheit gehabt haben, dass unter den Pflanzen der Vorwelt viele Zwischen-glieder sich finden, welche die Lücken der Reihen unserer jeztweltlichen ausfüllenund verbinden; so werden auch unter unseren Lepidodendron mehrere Individuen uudArten sich der Gattung Caulopteris, die wir als zu den Farrenkräutern gehörend aner-kennen, nähern, wenn gleich zwischen den Wedelpolstern der lebenden und der Vor-welt-Farren sich Organisationsunterschiede bemerken lassen. So lässt sich zwar Cau-lopteris im Sinne des Lindley mit lebenden Farren, als mit Alsophila dealbata äüsNeuseeland und mit Alsophila excelsa von der Norfolksinsel (siehe unsere Taf. 66fig. 16) vergleichen, nur müssen wir bemerken, dass in der Vertheilung der Gefäss-bündel auf den Anheftungsnarbeu der lebenden Farren eine Art Symmetrie herrscht,die man bei den fossilen Stämmen, welche Lindley abgebildet hat, vermisst, wovonman sich durch Vergleichung der beiden Tafeln 65 und 66 der vorliegenden Hefte mitjenen von Lindley leicht überzeugen kann. Es könnte aber das Unsymmetrische derAbdrücke und deren Narben wohl auch bloss von dem schon zum Theil verwesten Zu-stande abzuleiten seyn, in welchem sie sich befanden, als sie in den Schieferthon ein-gehüllt wurden.

Dass Brongniarts Sigillaria (Caulopteris) peltigera ein mit Luftwurzeln überklei-deter Farrenstamm gewesen seyn könne, wollen wir nicht bestreiten; wir haben selbstin der wiener Naturaliensammluug einen solchen, mit Luftwurzeln überstrickten Farrender Jeztwelt gesehen, von welchem nichts ais dieses Nest von Luftwurzeln und geringeReste von den inneren Theileu nebst den Insertionsnarben übrig blieben, indem dasInnere des Stammes ausgefault ist. Das Lepidodendron ornatissimum unseres Tentamenist nunmehr eine Art der Gattung Ulodendron; ihre Astnarbeu befinden sich auf demStamme in zwei einander gegenüber-stehenden Reihen und haben eine gewisse Aehn-lichkeit mit den Blattstielnarben bei der Alsophila dealbata, noch ähnlicher sind sie aberdenjenigen, welche Blume bei Antiaris toxicaria (Rumphia tab. 23. fig. 1.) abge-bildet hat.

Nachdem wir den gegenwärtigen Zustand der Flora der Vorwelt, wie er sichdurch die Bemühungen der Naturforscher gestaltet, in der gedrängtesten Kürze dar-gestellt haben, müssen wir noch einige Worte über diese zwei vorliegenden Hefte unseresVersuches sagen und im Voraus eine Erklärung geben, welche Ansichten darin herr-schen und welche Ideen als leitendes Princip gedient haben.

Da sich seit einigen Jahren durch zahlreiche Entdeckungen das Materiale dervorweltlichen Flora vermehrt hat, so suchten wir zuerst alle Zusätze zu dem fünftenund sechsten Hefte unseres Versuches in der dort angenommenen systematischen Folgeaufzuzählen, und begannen mit den Algaciten, welche durch neue Arten vermehrt wurden.Auch die Equisetiten erhielten zuvörderst aus der Formation des Keupers eine bedeu-tende Zahl neuer Arten, wovon einzelne ein besonderes Interesse gewähren. Die Far-renkräuter im weiteren Sinne erhielten aber eine gänzliche Umarbeitung und eine andereAnordnung. Bei diesen Pflanzen der Vorwelt erheischten die Zahlreichen neuen Ent-deckungen die Begründung einer besseren Methode der Anordnung und Eintheilung.Die glücklichen Funde fruchtbarer oder wenigstens die Spuren der ehemaligen Früchtetragenden Farreukräuter bracthen Licht und Aufklärung über die Natur dieser Pflanzender Vorwelt und zeigen die Analogien mit denen der Jeztwelt. Diese fruchttragendenFarrenkräuter der Vorwelt sind aber noch nicht über allen Zweifel erhaben, da man nochincht imStande ist und es vielleicht niemals seyn wird, bei allen zu classificirenden Artendie Organisation der Sporaugien oder Capsein zu beobachten und hiedurch eine auf sicherem

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