LXVIII
Wegnahme der Schuppen abgebildet, und wir gestehen solche mondföri»^Narben nie bei einer Ljcopodium - Rhachis gesehen zu haben. Es ist schade»dass weder Herr Brongniart noch Herr Lindley einen Querschnitt der Rhachisder Lepidostrobi abgebildet haben, indem dann aus der Stellung der GefäsS'bündel gleich zu ersehen wäre, welcher Stammform und Familie diese zapf® 11 'ähnlichen Organe angehören. Wörden sie zu Lycopodium gehören, wogeg el1.schon ihr Habitus und Bau spricht, dann würde ihre Rhachis auch denselbenBau der Holzaxe, wie die Stämme der Lycopodia zeigen, und wer sich v ° nder Wahrheit dieses Ausspruches unparteiisch überzeugen will, der vergleich 6nur den Querschnitt der Rhachis einer Lycopodium-Aehre, z. B. des Lycop 0 'dium clavatum mit jenen des Stammes derselben Pflanze, Wohl zeigen einig 6Stachygynandra mit flachem Gefässbündel auch flache Narben an der Rh»'ehis, aber.
d. die Anheftung der Schuppen ist eine ganz verschiedene von jener bei de 11Lepidostrobi vorkommenden. Schon oben haben wir gesagt, dass die Anhefl uD ^der Schuppen der Aehre bei den ährentragenden Lycopodien eine fast schilt"förmige sey, indem der von der Axe der Rhachis entspringende Gefässbünd^über die Oberfläche der lezteren stielchenartig hervortritt. Bei den von He rrl1Brongniart abgebildeten Lepidostrobi (Taf. 23.) finden wir aber keine solch 6Anheftung der Schuppen. Uiberhaupt sehen wir an den Axen der Lepid 0 'strobi gar keine wahren Schuppen, in deren Aeliseln Früchte oder Blumen sit* 66 ’und können keine Aehnlichkeit mit den Schuppen der Lycopodiaceen find 611 ’Wir werden die von Hm. Brongniart so trefflich dargestellten „Schuppen“ ^sollenden Organe (Taf. 23. fig. 1. 2. 5. 6.) mit dem Blüthenorganen ei» 6fanderen Familie weiter unten vergleichen, und wollen nun nach Betrachtetder Jnflorescens zur Untersuchung der
i'p
B. Fructificationsorgane der Lycopodiaceen übergehen, da Herr BrongniartLepidostrobi für Früchte der Lepidodendra, und diese selbst für Lycopodiaceen hält.wir aber zur speciellen Vergleichung der Organe übergehen, erinnern wir, dass wirnierenförmigen, ein gelbes Pulver umschliessenden Organe für Antheren , und ihren Ißtfür Pollen ansehen, und die vierklappigen Raspeln (Sporocarpia tetraspora BischoffCapsulae Spreng. — Kugelkapseln Kaulf. — Corpuscula Hedw. Th, fr. — Fruchtkno* 6 "ßeichenb.) für die Früchte und ihre tetraedrischen Kugeln für wahre Ovula erkenn 611 'Weder die Anthere noch die Kapsel sind epiphyll, sondern sie sind stets achselstän^’und haben ihren eigenen Gefässbündelast, welcher gleich an der Oberfläche sich vonzur Schuppe laufenden trennt.
;; ;
Die Antheren sowohl der ährentragepden als auch der achselbTüthigen Ly c ^podia sind immer oberhalb der jeder einzelnen zugehörigen Schuppe befind* 1und nie mit derselben verflossen. Sie sind stets niereuförmig, und bei Ly 6podium der Quere nach sich zweiklappig öffnend. In Längsschnitten der A e *‘ ^sieht man sie bei allen uns bekannten Arten immer ausserordentlich kurzge^jjzwischen der Rhachis und der Schuppe stehen, und wenn der Schnittdieselben selbst läuft, ihren Hohlraum und das rudimentäre grundständigeeben, in welches der Gefässbündel übergeht, zeigen. Von allen diesen al1Lycopodien-Blütheuähre beobachteten Thatsacheu sehen wir nichts au den k® 1 *®schnitten der Lepidostrobi. Bei