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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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können, wenn wir so weit von der Erde entfernt wären,daß wir die ganze Erde als eine Scheibe, und folglichdas Licht concentrirt sähen. So aber übersehen wir im«mer nur einen sehr kleinen Theil ihrer Oberfläche, unddamit zugleich das sehr schwache Licht, doch auf eine sogroße Fläche vertheilt, daß unsere Sehnerven wohl nichtdadurch gereizt werben können. Vielleicht sind die Au»gen der Nachtthiere empfänglicher dafür. Wenigstensmöchte dies wohl die einzige Erklärung für die Art ih-res Sehens sein.

Aber was ist es denn, was da leuchtet, wenn dieErde eigenes Licht hat? An dem Lichte, das siegiebt, müssen ja auch die auf ihrer Oberfläche befindli-chen Körper Theil haben. Welche sind es, die nun leuch-ten und nicht leuchten? Ist vielleicht die kichtentwicke-lung eine eben so allgemeine Eigenschaft der Materie,als die Schwere? Kann sie durch Umstände, wie wirsie beim Brennen, Glühen und Phosphoresciern derKörper wahrnehmen, erhöht werden? Dann sind diesogenannten Lichtmagnete keine besondere Klasse von Kör-pern, sondern nur solche, deren eigene Lichtentwickelungdadurch besonders erhöht wird, daß man sie der Einwir-kung eines viel Licht entwickelnden Körpers aussetzt.

Fällt nun damit der eine von den Unterschieben,welche die Planeten, Monde und Kometen, von einan-der und von den Fixsternen, oder den übrigen Himmels-körpern trennen; so sind die anderen noch weniger halt-bar. Die eigene Bewegung der sogenannten Fixsternewird nach gerade, wenigstens für viele, selbst durch Be-obachtungen beweisbar, und es sind im Vorigen sogareinige mitgetheilt. Daß die zu einander gehörigen Kör-