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o aber höher stand, als bei a und d, so steht es bei ckam niedrigsten, und es muß bei ä Ebbe, aber nichtFluth sein, wenn bei c Fluch ist.
Wir sehen, daß wir bei consequentcr Anwendungder in der bisherigen Theorie der Ebbe und Fluth gel-tenden Principien für den Punkt s gerade das Gegen-theil von dem finden, was man eigentlich beweisenwollte. Man umging unser gefundenes Resultat dadurch,Haß man die Neigung des Wassers, sich demMittelpunkte der Erde zu nähern, das heißt,die Anziehung des Erdmittelpunktes auf die an der Ober-fläche befindlichen Körper, ganz vernachlässigte, und ein-zig auf die Anziehung des Mondes Rücksicht nahm, alsob das Wasser während dieser Zeit alle Schwere verlo-ren hätte. Man begnügte sich um so lieber mit jenerErklärung, als die Erfahrung damit im Einklänge war,und beschwigtigte die etwanigen Zweifel damit: daß siewohl unstatthaft sein müßten, weil sich die Sache inder Natur doch wirklich so, wie sie durch jene Erklä-rung herauskommt, verhalte, der Schluß also nicht un-richtig sein könne, weil man durch einen falschen Schlußunmöglich etwas mit der Wahrheit übereinstimmendeserhalten würde, wie hier geschehen.
Es kommt hinzu, daß jene Erklärung, wo auf dieAnziehung des Erdmittelpunktes gegen das Wasser garnicht Rücksicht genommen ist, die Sache dennoch nurerklärt, wenn sich die Erde wirklich dem Monde nä-hert. — Denn weil der Erdmittelpunkt, stärker von demMonde gezogen, sich schneller gegen denselbenhinbewegt, und die bei ä gelegenen festen Theile derKugel mit seiner Geschwindigkeit fortreißt, bleibt das
Was-