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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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schcn Theorie entwickelten Erklärungsgrund damit ver-bindet.

Im Sommer geht der Mond zur Zeit des^ Neu-monds um Mittag mit der Sonne durch unsern Mit-tagskrcis, mit nördlicher Abweichun-. Die lange Achseder Eiform, welche er dem Wasser ertheilt, muß dem-nach von ihm aus durch die nördliche Halbkugel nachder südlichen gehen, und daher haben die ihm zuge-kehrten nördlichen, und die ihm abgekehrten süd-lichen Länder hohe Fluchen. Da diese immer erst ihregrößte Höhe einige Zeit nach dem Durchgänge des Mon-des durch den Meridian des Ortes haben; so sind diehöchsten Fluchen im Sommer in den nördlichen LändernNachmittags, in den südlichen aber nach Mitternacht .

Der Vollmond geht im Sommer mit südlicher Ab-weichung durch die Mittagskreise der nördlichen Länder.Die lange Achse der Eiform geht dann von ihm ausdurch die südliche nach der nördlichen Halbkugel; daherhaben die ihm zugekehrten südlichen und die von ihmabgekehrten nördlichen Länder hohe Fluth; die süd-lichen demnach nach Mitternacht , die nördlichen Nach-mittags.

Da im Winter der Neumond südliche, der Voll-mond aber nördliche Abweichung hat, so kehrt sich nundas Verhältniß um, und die Morgenfluthen werdenhöher als die Abendfluthen *).

Manche andere Erscheinung, wie z. B. das späte

*) Vergleiche Eassini über Ebbe und Fluth in den Me-moiren der Pariser Akademie vom I. 1713 . (deutsche Uebers.S. 314. ff.)