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Über die Gestalt und die Urgeschichte der Erde : nebst davon abhängenden Erscheinungen in astronomischer, geognostischer, geographischer und physikalischer Hinsicht / von Karl Friedrich Klöden
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112
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erklärt. Darüber weiter unten das Nähere. Auch dermexikanische Golf paßt nicht in die Hypothese. Da hierjedoch Vulkane große Umbildungen veranlaßt habe»/ somögen diese wohl die Schuld tragen. Das Dasein vonGrönland und Labrador läßt sich jedoch aus unserer Hy-pothese, wie es scheint, nicht erklären.

Auf der Westseite ist das Land eingetaucht, daher hierWasser. Doch ist auf derSüdseite etwas mehr eingetaucht,als der Annahme nach sollte. Auf der Nordseite ist dasLand tief unter Wasser gesetzt, so daß nur wenige Bergeaus demselben hervorragen können. Daher die Armuthdes nördlichen amerikanischen Oceans an Inseln.

Auf der Ostscite Asiens wird ebenfalls etwas Landeintauchen, aber bei weitem weniger, als auf der West-seite Amerikas . Das Meer ist daher hier auch nicht sotief, und von dem versunkenen Lande müssen viele undbedeutende Höhen, Berge und Hochebenen aus dem Was-ser hervorragen. Daher ist die Ostküste Asiens so reichan großen und kleinen Inseln. Merkwürdig ist es, daßdie Ostküste Asiens, wie die Westküste Nordamerikas sichfast gan; in der Richtung eines alten Meridans der Erdeerstreckt (S. Fig. 23). Eben so liegen auf der Süd-hälfte die Küsten Süd-Afrikas und Arabiens ebenfalls ineiner solchen Richtung (S. Fig. 24).

Warum die Südspitze Amerikas weiter nach Südenreicht, als die von Afrika , wird aus dem, was S. 58gesagt worden, klar sein. Wir haben durch unsereTheorie aber zugleich eine Erscheinung erklärt, welcheschon seit langer Zeit die Aufmerksamkeit der Forscherauf sich gezogen hat, nämlich: warum die Continentesich gegen Süden in Spitzen endigen.

Unsere