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die vormalige schnitt» Hier mußte seine Bewegung amwenigsten verheerend werden, und eine Art von ruhigerStrömung entstehen. Es war gewissermaßen das Hypo-mochlion der Schwankung. Das von Norden kommendeWasser wird sich hier in seiner Strömung gemäßigt ha-ben, und ließ zu Boden fallen, was es in seinen Strudelmit fortgerissen hatte. Ist dies etwa die südlichste Grenzeder Geschiebe-Ablagerungen?
Wenngleich nun das Gewässer überall nach Südentrieb, so ergicbt sich doch hieraus schon, warum man insüdlicheren Gegenden keine Geschiebe, wenigstens nicht imvorigen Sinne, finden kann. Da hier die Gebirge nichtin ein so strenges Klima versetzt wurden, so konnte dieEisbildung sie nicht zerstören; da hier das Wasser anstieg,während es im Norden fiel, so wurden die Gipfel mehrals vorher unter Wasser getaucht, während das fallendeGewässer im Norden die Trümmer hcrabriß, und mit sichfortführte. Da im Süden kein Eis vorhanden war, sokonnten die dort liegenden Trümmer auch nicht durch dasselbefernhin getragen werden, sondern die ganze Wirkung be-schränkte sich darauf, die schon während der Tertiär-For-mationen und auch nachher losgerissenen Gcbirgsbrocken,die durch die Achsenänderung und die damit verbundenen Zer-trümmerungen immer bedeutend sein konnten, an den Ab-hang deS Gebirges mit Hülfe des Wassers abzulagernund in die Thäler hinab zu reißen. Die plötzlich einge-tretene schnelle Drehung und Achsenänderung konnte vielleichtsogar einen Theil dieser losen Brocken mit Hülfe deSWassers ganz von den Bergen entfernen, auf denen siebisdahin gelegen hatten.