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Anleitung vielerley Lebensgefahren, welchen die Menschen zu Lande und zu Wasser ausgesetzt sind, vorzubeugen, und sie aus den Unausweichlichen zu retten : zusammengetragen aus zwey gekrönten Preisschriften
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116
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Das Füllen des Luftfackes gefchiebt miteinem wenig veränderten gemeinen Blafebalge ,der nur ein Ventil iiat, und da eingeßeckt wird,wo der Schlauch in den Luftfack eingemündetjft. Zu einer halben Stunde bedürfte man einesLuftfackes von i 2~ Kubikfufs, oder einerGrund-fläche von 4,166 Quadratfufs bey 3 Fufs Höhe.Nun aber werden in den meifien Fällen 12 bis18 Minuten hinlänglich feyn, um die tödtlicheLuftfchicht zu durchfahren, und dann kann manden Luftfack in einem blechernen Kalten entwe-der auf dem Rücken tragen, oder ihn unbedecktüber die Schultern auf Bruft und Rücken ver-theilen, ihn auch wohl in dem blechernen Ge-fäfse an einer Schnur auf der Sohle nachziehen.Bindet man lieh den Luftfack auf die Bruft undden Rücken , fo mufs man ihn erlt anziehen,ehe er mit dem Blafebalge aufgeblafen wird.

Wenn nun ein Bergmann oder Mineur mitdiefer Refpirationsmafchine vor Ort arbeitenfoll,fo lieh]; der Luftkalten in Geltalt eines Fallesneben ihm. Für £ Stunden mufs derfelbe iS*-Kubikfufs Luft fallen. Auch hier braucht man,den Luftfack in keinem gefchloflenen Falle anzu-bringen , fondern man kann ihn in ein Geltellevon einigen Säulchen legen, die unten in einenBoden eingefetzt find, und oben einen bewegli-chen Deckel einfchliefsen. Hat der Boden fünf

Qua-