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Michael Scheffelts Unterricht vom Proportionalzirkel
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I. Vom Proportionalzirkel ûberhaupt. rr

ûberflûstige Zierrathen, mcnn fie auch nach dem neuesten Geschmack wâren, nicht zu schwevntachcn darf, vornehmlich aber z) die richtige Verbindung b-ci>îjcr Juste unb ber bequemeGcbrauch mis bem Reistbret nothwendig machen, dast a»f jeber Seite bcndc Oberflâchen derJuste zu einerley Ebene gehoren: s» kommt kcine brffere unb fcf)icflid)ere ©cftsllt (petdiig, alSdie angezeigke ist. Man lâstt eS aise geschehen, dast blost an de,n untern Thcile deyder Lineale,ws man sie anfastt, einige klcine Zierrathen angebracht werden.

§. 4. Das Gewinde.

Dièses ist dem Gewinde eines jeden Hand- oder Reistzirkels áhnlich. Es werden zweykleine gleiche Scheiben an ben einen Fnsi ìind eine eben so gioste an den andern Fust gclothct.Durch aile drey gehet eín Stift von gehartekcm Stable, de,ssn Mittelpunkt auf jà Seitedie gemeinschaftliehe Spihe allerWmke! ist, welche die Paare gleichnahmiger Linien auf einer-ley Seire cinschliesten. Es must sich alfo der Proportionalzirkel bis an dieftn Stift Sffnenlasse», nnd die Einrichtung des GewindeS in B-ons Makhem. Derkfchule S. 29 f. ist derLeupoldijWcn ÍIN 'l'No-nl. Aritlmi. Geom. §. 176 T ab. XVII Fig. I - IV unb unten aufTab. XVIII vorzuziehen.

§. 5. Em anderes sehr gutes Gewinde.

Ich besihe einen grosten mesfingenen Proportionalzirkel, welcher sehr fauber und genauvon Johann Eggerich Frtrsz zu Leyden verfertigt worden. Nach Pariser Maast ist er izZoll laug, jedes Lineal r ì Zoll breit und -f Zoll dicke, alfo ziemlích schwer. Sein schônesGewinde verdienct hier bcschrieben zu werden, wei! im Bion dcrgleichen nicht vorkommt,auch solches von einem andern bey,n Leupold §■ 17? Tab- XVII Fig. VI abmeichet, beydeDûcher aber die Handbûchcr Deutscher Knnsiler sind. Zch habe eS Fab. I I Fig. 4 nach bey»gefûgtem Maaststabe genau abgezcichnet. An dem einen Juste sind die Scheiben A, B in et»ner Wei te von A Lin. paraliel befestiget. Iede ist /0 Lin. dicke. ?(n dem andern Juste istdie Scheibe L von A Lin. Dicke, befestiget, die alfo zwifchen A und B genau einpastt. 7 tn-Je'àthet sind diefe Scheiben an beyden Justeit nicht; wie sie aber daran befestigc sind, das ha-be ich, ohne vielleicht das Werkzcug zu verderben, nicht untersuchen wollcn. So vicl siehetman, dast dazu an jedem Juste zwey starke stáhlerne Schrâuben dienen, dereit Kôpfe auf fei-ner àutzercn Schâife in und N eingelassen sind. O M ist 1 Zoll, M N 10 Linien. DieBcfestignng beyder Juste geschiehet vermittelst einer klcinen Scheibe I), welche fo dick ist, alsB und C zusammengenommcn, alfo i t 4 ô Lin. Diefe Scheibe O pastt aufs genaueste in dieHolungen der Scheiben B und C, und ist vermittelst etlicher Schrâuben an A befestiget. Derstáhlerne Stift, der D mit A verbindct, gehet dnrch aller Scheiben Mittelpunkte. DieHalbmesser sind FL i Zoll rè Lin. FI 10Ì Lin. FG 74 Lin. F H 3 Lin. des Stifts i Lin.Uebrigens hast diescr Proportionalzirkel alle folgende Probe», anS.