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ters in der Nähe von 0° eine Vergleichung der Meter des Conservatoire und der Archiveanstellen zu lassen. Zugleich wollte sie dafür besorgt sein, dass unser Platinkilogramm biszum nächsten Frühjahr zur Vevification bereit und ihr eigenes neues Platinkilogramm eben-falls in der Nähe von 0° mit dem der Archive verglichen worden sei. Nach Vollendungdieser Vorarbeiten sollte dann einer zweiten genauem Vergleichung unserer neuen Mutter-maasse mit den Platinamaassen des Conservatoire des Arts et Nietiers nichts im Wege stehen.
Unterm ‘6. März 1864 erhielten wir in der That von Hrn. Tresca, dem Unterdirectordes Conservatoire des Arts et Metiers, ein Schreiben, in welchem er uns die Vollendung deroben erwähnten Vorarbeiten, insbesondere also der Vergleichung der Platinamaasse des Con-servatoire mit den Unnaassen der Archive bei einer Temperatur von 1°,5 anzeigte und unszur Vollendung unserer Messungen einlud.
Der h. Bundesrath beschloss demzufolge in seiner Sitzung vom 14. März auf Antragdes Departements des Innern eine zweite Mission der Unterzeichneten nach Paris , woraufwir sofort die wenigen hiezu nothwendigen Vorbereitungen trafen. Das Mnttermeter vonMessing wurde aufs sorgfältigste so eingepackt, dass es bequem in horizontaler Lage ge-tragen werden konnte; ausserdem nahmen wir noch den Satz kleiner Bergkrystall-Gewicht-clieii und die beiden schon früher gebrauchten Normalthermometer von Geissler mit, derenNormalpunkte nochmals vor der Abreise bestimmt wurden.
Die Unterzeichneten trafen am 2. April in Paris zusammen und konnten schon am4. April ihre Arbeiten im Conservatoire des Arts et Metiers wieder aufnehmen. Wegenkleiner Aenderungen, die behufs Einlegung unseres Muttermeters in den Längencomparatoran diesem noch nothwendig waren, begannen wir auch diesmal mit der Vergleichung derGewichte. Zuerst wurden durch Abmessung der Dimensionen die Volumina der beiden zuvergleichenden Gewichte, nämlich des Platinakilogramms der Schweiz und des neuen Platina -kilogramms des Conservatoire, bestimmt und dadurch als sehr nahezu gleich erfunden. Fürdie darauf folgenden Wägungen vermittelst derselben schon früher gebrauchten Waage vonBianchi gebrauchte man als Tara ein zweites, ebenfalls neues Platinakilogramm des Con-servatoire, das auch gleiches Volumen mit dem vorigen hatte. Dadurch wurden also dieWägungen durchaus unabhängig von dem Dichtigkeitszustand der umgebenden Luft. Dasich nun hierbei während mehreren Tagen Störungen zeigten, die wir der Einwirkung derSonnenstrahlung glaubten zuschreiben zu müssen, so verliessen wir das oben bezeichneteLocal und stellten die Waage in einer kleinern gegen Nordwesten gelegenen Gallerie auf.Dieselben Unregelmässigkeiten traten indessen auch hier auf und verblieben, nachdem mandurch Schirme jede Möglichkeit unregelmässiger Wärmestrahlung beseitigt hatte. Die Waage