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Bericht über die Arbeiten zur Reform der schweizerischen Urmaasse / von H. Wild
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musste also in der Zwischenzeit auf irgend eine Weise gelitten haben. Da keine anderezur Disposition gestellt werden koimte, so blieben nur zwei Auswege übrig: entweder die-selbe dem Verfertiger Bianchi zur Durchsicht und Reparatur znrückzugeben, oder aber auseiner grösseren Zahl von Beobachtungen die brauchbarsten auszuwählen. Wir zogen denletztem Weg als den viel kiirzern vor, und gelangten so am 9. und 11. April zu befrie-digenden Vergleichungen. Auch hierüber wurde wieder von den Herren Trcsca, Silbermannund den Unterzeichneten ein besonderer Verbalprocess aufgenommen, auf den wir in Betreil'aller Details verweisen. *) Das Resultat der angestellten Untersuchungen ist darnach, dassdas neue schweizerische Mutterkilogramm von Platina (C'3) um 0,16 Milli-gramme schwerer ist, als das neue Platinakilogramm (C' 1) des Conservatoiredes Arts et Metiers, und dass das Volumen beider als identisch betrachtetwerden kann. Nach erfolgter Vergleichung wurde unser Kilogramm durch den für allesolche Bezeichnungen verwendeten Angestellten des Conservatoire mit dem Stempel C desConservatoire und der Ziffer 3 versehen. Da diese Stempelung in unserer Gegenwart mitder gehörigen Vorsicht ausgeführt wurde, so kann das absolute Gewicht und Volumen unsersKilogramms dadurch keine merkliche Veränderung erfahren haben. Die Ziffer 3 soll be-deuten, dass unser Mutterkilogramm in der Reihe derjenigen Platinakilogramme, welchegleiches Volumen mit dem Urkilogramm der Archive haben, das dritte sei.

Die Vergleichung der Meterstäbe nach Verbesserung des Längencomparators in derZwischenzeit machte diesmal um so weniger Schwierigkeiten, als wir von der Anwendungdes Eises zu abstrahireu und bei der Temperatur der Umgebung zu operiren beschlossen.Zwei Serien von Beobachtungen -wurden demgemäss in derselben Gallerie, die zu den defini-tiven Wägungeu benutzt wurde, bei Temperaturen von 9°,37 und 8°,69 C. angestellt,zwei andere in einem Zimmer, das auf 20°,65 und 25°,06 geheizt war. Die Beobachtungenvom 11. April bei 20°,65 wurden verworfen, da sich aus denselben deutlich ergab, dassnoch nicht alle Theile des Apparates diese höhere Temperatur angenommen hatten. DieResultate der übrigen am 8., 9. und 12. April angestellten Beobachtungen waren, dass unserneues schweizerisches Muttermeter von Messing (M) bei 8°,69 C. um 0,08062,bei 9°,37 um 0,08766 und bei 25°,06 um 0,24292 Millimeter länger sei alsdas Platinameter des Conservatoire des Arts et Metiers (P'). Der mittlereFehler dieser Bestimmungen kann nicht mehr als ^soo Millimeter betragen. Die nähernAngaben hierüber sind ebenfalls in einem Verbalprocesse niedergelegt, welcher als Ergänzungdes letztjährigen diesem angehängt wurde. 2 )

) S. § 4.

) S. § 3 B.