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Nähe des yuecksilberfadenendes und musste dann, ehe er ins Freie entweichen konnte, ineinem cylindrischen Mantel die innere Blechröhre aussen nochmals von oben nach untenumlaufen , so dass auch diese vollkommen die Temperatur des siedenden Wassers annahm.Diese Vorsichtsmassregel ist durchaus geboten, wenn man ganz sichere Bestimmungen desSiedepunkts erhalten will. Sowie eine vollkommene Constanz des Thermometerstandes erreichtwar, wurde die Ablesung gemacht und unmittelbar darnach auch der eben statttindendeBarometerstand ermittelt. Die Bestimmung des letztem erfolgte entweder an dem im fol-genden Paragraphen zu beschreibenden Barometer der Eichstätte oder auch an dem dortebenfalls zu erwähnenden Normalbarometer des physikalischen Kabinets der Hochschule, jenachdem eben die Normalpunktsbestimmungen am einen oder andern Orte vorgenommenwurden. Diese Instrumente gestatten, wie wir dort sehen werden, den Barometerstand miteiner Genauigkeit von mindestens 0,04 Millim. zu bestimmen, was mehr als hinreichend ist, daeiner Aenderung des Luftdruckes um 0,1 Millim. eine solche der Siedetemperatur des Wassers umbloss 0,004° entspricht. Aus dem selbstverständlich auf 0° reducirten Barometerstände lässtsich aber die wahre Siedetemperatur des Wassers am besten der von Pohl verbessertenKdgnault'sehen Tafel über die Spannkräfte des Wasserdampfes in der Nähe von 100° ') ent-nehmen, wenn man diese so umrechnet, dass sie unmittelbar die den ganzen Millimeternentsprechenden Siedetemperaturen angibt. Stets wurde die Vorsicht beobachtet, den Siede-punkt erst nach Bestimmung des Nullpunktes zu ermitteln.
In der vorstehenden Tafel theilen wir zunächst sämmtliche Nullpunktsbestimmungenan den beiden Thermometern 1 und II mit.
Schmelztemperatur des Eises
Jahr
Monat
bei G 1
bei G II
1862
August
0,09*
0,13*
September
0,04
0,10
November
0,05
0,11
1863
April
0,05*
0,10*
Mai
0,09*
0,15*
December
0,17*
0,22*
1864
März
0,13*
0,19*
October
0,19
0,25
1865
März
0,19*
0,25*