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auch hernach nach der Pariser Ausgabe an, weil diese auch inder Venezianischen am Rande bcmerkc sind, und zum Aufsuchendienen.) Procopius de Kollo Gallico, lib. II. , cap. 4,und M a rc e ll i nus C omeö, haben es dem Vesuv zugeschrie-ben, welcher doch seine Asche, die auch von ganz anderer Be-schaffenheit ist, eben so wenig noch heiß nach Constantinopelgeschickt haben kann, alS er von dem ihm ebenfalls von Einigenzugeschriebenen Staubnicdcrfallc im Archipelagus und in Synenam 6. December kann die Ursache gewesen seyn. Das ausfal-lendste Gegenstück zu dieser Begkbenheic ist unstreitig der auchmit einer Feuererscheinung verbunden gewesene Niederschlug vonschwarzem Staube bey der Mündung des Lorenzflusses am 3. und4. Julius »6i4, von welchem hernach weiter die Rede seyn wird,und man sieht aus dieser Uebereinkunft, daß in die Erzählun-gen nichts Fabelhaftes eingemergt ist.
Im n^nJahre derRegieruig des Kaisers Constans II. ,also nach neuern chronologischen Bestimmungen ungefähr imJahre 652 c), ist wieder in der Gegend von Constanti no--p e l Staub wie Regen gcfallm, wodurch viel Schrecken beyallem Volke ist verbreitet worden. Theophanis Chronogra-
c) Wenn in der Chronik von Talon i u S Ghvnncir (oder N i-cv la u s H öni ngcr) b,y dem Jahre. 648, und in der Chro-nik: De gelieelc Wccreld, door G. de Vries, 2^° Deel,p. 238, unter dem Jahre 650 gesagt wird, es sey zu Constanti-nopel ein Stein, wie ein feuriger Ambos gefallen, in letztererChronik mit dem Zusätze, man habe auch einen feurigen Drachenstiegen gesehen, so kvnme dieses vielleicht mit dem Meteore,welches den hier erwähnten Staubregen gegeben hat, identischgewesen seyn, eben so wie am 14 . März 1313 bey einem Staub-niedersalle auch Steine herabgefallen sind. Ich habe nicht er-forschen können, aus welcher frühern Quelle die spätern Chro-nikcnschreiber Höningcr und De Vries die Nachricht vondieser schon im Verzeichnisse der Mcteorsteinfälle als problema-tisch von mir erwähnten Begebenheit mögen hergenommen haben,da ich in den byzantinischen Schriftstellern nichts davon findenkann. Die verschiedenen Angaben der Jahre 648, 6sound652,würden bey der in der damahligen Zeit herrschenden Ungewißheitin der Chronologie kein Einwurf gegen die Identität dieser Ereig-nisse seyn können.